Donnerstag, 13. November 2003
Aubrey said Wesleyan students are enjoying a new parlor game -- going through music libraries trying to guess what their owners are like. At any one time, 30 or 40 iTunes libraries are available on the campus network, which is shared by about 2,000 students.

"This one playlist had a lot of German techno," Aubrey said. "We predicted this was a kid wearing a mesh shirt who wanted to be a Nazi." At a party shortly afterward, Aubrey recognized the playlist and asked whose music it was. "They pointed to this kid in a mesh shirt with a swastika on his arm," Aubrey said.

When Aubrey showed his own music library to a friend, she said it belonged to a "wimpy, skinny kid who liked to sit in his room a lot, which is myself."

"We were right on several counts," he said.

Students are starting to realize they must manage their music collections, or at least prune them, to maintain their image, Aubrey said. He confessed to deleting a lot of stuff himself.

"I had a lot of show tunes I had to get rid of," he said. "And a lot of punk pop from my earlier days like Green Day and Blink-182."

As well as trimming their music collections, some students are enhancing them, but not always subtly. Aubrey said the campus' resident jazz expert complains that any jazz he talks about instantly shows up on his fellow students' playlists.

"He tells them about something he just heard and then all the pseudo jazz kids have it," Aubrey said. "A lot of people try to be cooler than they are through their playlist. I think people are trying to figure out what is trendy and popular by looking at what's on playlists of people who are cool, and then emulate that."

Wired News > ITunes Undermines Social Security via metal machine music





Mittwoch, 12. November 2003

es trifft sich gut, dass die digitale bibliothek neuerdings auch für menschen mit mac (os X) brauchbar ist, nun, da dort auch adornos gesammelte schriften erscheinen.





heute mit kung shing darüber gesprochen, dass die perfekte zeitschrift eine art mischung aus jungle world und etwas "stylischem" wäre. heute in der jungle world gelesen, dass dummy eine "Art ideelle Fusion von Konkret und Vogue" sei.

In hedonistischen linken Kreisen war es in den achtziger und neunziger Jahren nicht unüblich, sowohl Konkret als auch Vogue zu lesen. Es waren jene Leute, die zwar für die Befreiung und gegen den Kapitalismus waren, die aber dennoch nicht der Ansicht waren, man müsse, um seine politische Haltung stets jedem und jeder anzuzeigen, blaue Overalls und Schiebermütze tragen und ein grässliches Benehmen an den Tag legen. Diese Leute mochten Konkret, weil es hier gut geschriebene Texte und ausführliche Analysen gab, und sie lasen die Vogue, weil das Blatt damals noch Humor hatte.

Unvergessen ist die schlechte Bewertung eines neuen Ferrari-Modells mit der Begründung, dass der Kofferraum einfach zu klein sei. Auch sonst wurde in der Vogue so getan, als ob es auf der Welt keine Probleme gäbe. Solange man Goldringe, Cremes und Catsuits richtig anzuwenden wusste, war die Welt gut eingerichtet und es konnte einem praktisch nichts Böses geschehen. Die Linken blätterten sich durch dieses Blatt, sahen den ganzen Überfluss, vertieften sich vielleicht mal in ein Streitgespräch über den Dritten Weg zwischen der trotzkistischen Schauspielerin Vanessa Redgrave und dem Sozialisten Ekkehard Schall und ließen sich schließlich von den Geschenktipps verwirren

(...)

Allerdings schien in der Vogue zugleich die Möglichkeit auf, dass es vielleicht irgendwann genau so sein könnte und dass die Welt eine schönere wird. Es ging darum, möglichst viele schöne Dinge zu bekommen und durch die Schönheit der Dinge, selbt ein schöner Mensch zu werden. Die Vogue konnte man schlechten Gewissens als eine Art Vorschein dessen wahrnehmen, was nach der Revolution zu fordern sei.

viele richtige sätze und genaue beobachtungen darin. allerdings hätte ich zwei korrekturen. erstens: die vogue girl war deutlich besser als das mutterblatt, clara drechsler drin oder olaf dante marx. zweitens: dummy ist nicht halb so gut, wie jürg sundermeier sagt. es gibt ein paar schöne texte drin, aber come on, das layout kann man in die tonne treten, das sexkolumnisteninterview ist entbehrlich, die artsy fartsy attitude ist so 20th century und die erinnerung an olaf dante marx ist so geschrieben, als hätte olaf dante marx eine gastprofessur in bielefeld oder eine ähnlich öde mission inne gehabt.





der unsichtbare film, recht schönen dank an herrn knoerer.





pop corner im zimmer der demoiselles.





dingwelt.die tauschbörse für dinge mit geschichte. recht schönen dank an peithenen.





eine mail bekommen mit dem header rezensionsanfrage. spontan rezessionsanfrage gelesen. das krisengerede kontaminiert allmählich die sinne.





Dienstag, 11. November 2003

bremen weitet die impressumspflicht aus.





referrer-blues:

meat or accident, alter, oder doch lieber noch ein astra bier, hey, es ist ein weiter weg, und wir sind mürbe, alter, von all der kinderwurst, die sie uns füttern, die geschichte des punk ist lange vorbei, höchstens als bastelbögen kriegste das alles noch: haare kernseife iro und wenn's hochkommt, noch ein paar bored of the beckhams-shirts, nicht viel, ich weiß, es gibt eh nirgendwo mehr viel.

meat or accident, alter, oder doch lieber noch ein astra bier, niedlich, nicht wahr, diese grabreden, immer auf der suche nach dem "mot juste", das ist unser schicksal, sitzen da rum in der gropius passage mit unseren kurzen parkas und pimp hats, irgendwo abgeschmiert bei unseren rites of passage, rauchen rauchergedichte und schreiben unsere gefühle auf cuecards.

meat or accident, alter, oder doch lieber noch ein astra bier, unser komischer ordnungszwang immer, als könnten wir uns schützen gegen florian illies neues magazin", gegen candida höfer, wonderwall nackt oder cindy und bert, hat keinen sinn, alter, das ist eben unser afghanisches modell.

meat or accident, alter, oder doch lieber noch ein astra bier, hat keinen sinn mehr, wir haben verloren, lass es uns einsehen, es ist wie beim popecountdown, irgendwann ist schluss, und alles andere geht weiter, immer so weiter, stahnke susanne, die 100 wichtigsten deutschen, paris hilton, prominente nackt und unnackt und zwischendrin ein paar indien fottos fürs gefühl, gibs schon zu, wir haben verloren.

meat or accident, alter, oder doch lieber noch ein astra bier, wenn wir einen clito-penis hätten, könnten wir wenigstens liebe machen, aber so ist das nur animal farm oder, wenn's hochkommt, meiersche buchhandlung ein bißchen antville, bisschen authentizitätsprüfung, nicht viel, ich weiß schon, aber das ist eben unser nouveau roman.

meat or accident, alter, oder doch lieber noch ein astra bier?





wenn ich es richtig verstanden habe, lautet stoibers position: fick dir deine rente höher.





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