Dienstag, 11. November 2003

gestern nachts noch blackened chicken, margarita, budweiser, aaron neville, gumbo-memoiren, sag harbour-geschichten. hätten sie ruhig einen schutzwall um uns bauen können in der zwischenzeit.





na toll. dank dieser walsermöllemannhohmann&tc-geschichten fühle ich mich allmählich in d genauso unangenehm wie damals in a (waldheims jüdische englischlehrerin, michael graffs eigenhändig erschlagene juden), kurz bevor ich nach d ging, erleichtert, den ganzen scheiss nicht mehr den ganzen tag lang einmassiert zu bekommen.





als er sich vorstellte und mir seinen beruf nannte, verstand ich henker. wahrscheinlich hatte er aber banker gesagt. bei meinem kontostand macht das allerdings auch keinen so großen unterschied mehr.





Song (Is it dirty) by Frank O'Hara

Is it dirty does it look dirty that's what you think of in the city

does it just seem dirty that's what you think of in the city you don't refuse to breathe do you

someone comes along with a very bad character he seems attractive. is he really. yes. very he's attractive as his character is bad. is it. yes

that's what you think of in the city run your finger along your no-moss mind that's not a thought that's soot

and you take a lot of dirt off someone is the character less bad. no. it improves constantly you don't refuse to breathe do you





Autobiography by Dorothy Parker 1925

Oh, both my shoes are shiny new,        And pristine is my hat; My dress is 1922....        My life is all like that

Und Oldpoetry ist eine ganz großartige Website.





Montag, 10. November 2003

the helloworld project





Sonntag, 9. November 2003

auch in der erwähnten ausgabe der de:bug: ein recht euphorischer artikel über friendster, von dem ich schon viel gelesen, das ich mir aber noch nie angesehen habe. ich werde immer schon bockig beim ersuchen, man möge so etwas wie ein profil von sich erstellen. dann der gedanke, dass weblogs vielleicht die viel angenehmeren freundefindungsmaschinen sind, weil dort die profile immer aus dem volltext bestehen und nicht in der synopsis, der executive summary, von der ghack in den kommentaren zu diesem eintrag gesprochen hat.





Auch ein höheres Wirtschaftswachstum lässt sich übrigens mit Hilfe der Statistik erzielen: In den Vereinigten Staaten wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nämlich hedonisch berechnet (nicht zu verwechseln mit hedonistisch). Das Statistische Bundesamt ermittelt seit Juli letzten Jahres die Inflationsrate mit dieser Methode, und das geht so: "Bei der hedonischen Qualitätsbereinigung wird ein Gut gedanklich in Qualitätseigenschaften zerlegt und dann mit Hilfe der sogenannten Regressionsanalyse der Einfluss dieser Qualitätsmerkmale auf den Preis ermittelt. Dadurch können diejenigen Preisänderungen, die nur auf qualitativen Veränderungen bestimmter Eigenschaften beruhen, von den reinen Preisveränderungen rechnerisch getrennt und eliminiert werden" (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes, 11. Juli 2002). Sind also Computer in einem Jahr um 50 Prozent leistungsfähiger geworden, wird das bei der Errechnung der Inflation berücksichtigt. So erhält man eine niedrigere Teuerungsrate. In den USA wird diese Methode auch bei der Berechnung des BIP angewandt, was dazu führt, dass vor allem Technologiegüter zu viel höheren Preisen in die Statistik einfließen als sie tatsächlich kosten. Ein Teil des amerikanischen Wirtschaftswachstums ist also fiktiv - beim quartalsweise bekanntgegebenen BIP tauchen Dollars auf, die niemand bezahlt und erhalten hat. Was das ausmachen kann, zeigt folgendes Beispiel: "Für die Jahre seit 1991 ergibt sich auf amerikanischer Preisbasis ein Anstieg der realen EDV-Ausrüstungen in Deutschland um jahresdurchschnittlich 27,5 Prozent, verglichen mit sechs Prozent nach dem traditionellen Ansatz" (Deutsche Bundesbank, August 2000).
In der konkret vom November> Stefan Frank: Alles im Lot. Warum es deutschen Wirtschaft so schlecht geht, was sie von Amerika lernen kann und wieso sich die "FAZ" über eine "Niederlage der Armen" ärgert.




In der de:bug vom november: gute texte über soziale netze (vs. "portale") und web & journalismus.





Samstag, 8. November 2003




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