Thomas Hirschhorns Halskette, erhältlich bei der Edition Schellmann und deren documenta 11_editions.
Auf meinen <a href="www.documenta.de"documenta-Besuch, es wird mein erster sein, freue ich mich schon seit Monaten. Alles, was ich darüber und über Enzewor lese, kommt mir ungemein spannend und einleuchtend vor.
Keine schlechte Zahl. Genug Raum für das wirklich Unentbehrliche, aber auch Platz für ein paar Extravaganzen. 50 Bücher ergeben vielleicht auch schon so etwas wie ein indirektes Porträt eines Menschen. Irgendwann werde ich meine 50 Bücher aufschreiben. Warum gibt es eigentlich nicht den Beruf des Bibliotheks-Analytikers? Und wenn es diesen Beruf gäbe, wie sähe die dazugehörige Bibliotheks-Therapie aus?
Hier hat jemand ein schönes Regal für seine 50 Bücher gebaut: The Library of Bernadette Tavernin.
die ich nicht mehr lösen werde.
- Was will jemand, der mit sich selbst identisch sein will?
- Woran erinnert man sich, wenn man sich an Schmerzen erinnert?
- Wenn jemand "etwas anderes meint, als er sagt", wo befindet sich genau das Gemeinte im Unterschied zum Gesagten, und wo genau verläuft die Differenz zwischen Gesagtem und Gedachten?
- Warum funktioniert Verständnis in Regel besser, solange man nicht über die Regeln des Verständnisses nachdenkt?
[anyone lived in a pretty how town] e.e. cummings
anyone lived in a pretty how town (with up so floating many bells down) spring summer autumn winter he sang his didn't he danced his did
Women and men(both little and small) cared for anyone not at all they sowed their isn't they reaped their some sun moon stars rain
children guessed(but only a few and down they forgot as up they grew autumn winter spring summer) that no-one loved him more and more
when by now and tree by leaf she laughed his joy she cried his grief bird by snow and stir by still anyone's any was all to her
someones married their everyones laughed their cryings and did their dance (sleep wake hope and then)they said their nevers they slept their dream
stars rain sun moon (and only the snow can begin to explain how children are apt to forget to remember with up so floating many bells down)
one day anyone died i guess (and no-one stooped to kiss his face) busy folk buried them side by side little by little and was by was
all by all and deep by deep and more by more they dream their sleep no-one and anyone earth by april wish by spirit and if by yes
women and men (both ding and dong) summer autumn winter spring reaped their sowing and went their came sun moon stars rain
Wenn ich richtig gezählt habe, wollen sechs, sieben Leute gemeinsam Empire lesen.
Ich schlage vor: Wir beginnen am 1. Juli damit. Ich richte ein Antville-Weblog dafür ein, dessen url ich noch rechtzeitig bekannt gebe. Jeder Teilnehmer wird zum co-Admin gemacht. Wir lesen jeweils ein Kapitel, das sind immer zwischen 20 und 30 Seiten (Negri und Hardt haben ganz offensichtlich im paper-Format produziert...), von vorne nach hinten. Wie lange wir uns Zeit für den jeweiligen Abschnitt nehmen, müssen wir halt von Fall zu Fall besprechen. Jeder Teilnehmer kann jederzeit Auszeiten von beliebiger Länge nehmen.
Textgrundlage ist die englische Version, die im Netz zugänglich ist. Die deutsche Übersetzung kann jederzeit konsultiert werden - ich besitze sie übrigens schon und kann also bei sprachlichen Verständnisproblemen jederzeit Auskunft geben. Bei Bedarf kann ich die einzelnen Abschnitte als einzelne pdfs im Goodiepool des EmpireLogs deponieren - so müsste sich keiner mit einem 400-Seiten-Dokument herumschlagen.
Zusatzvorschlag: wir betreiben die Empire Lektüregruppe nicht öffentlich, sondern als Privatissimum, also als private weblog.
Einverstanden? Zusatzvorschläge?
Keine Ahnung, wozu ich die subscriptions brauchen könnte, aber gerade habe ich mich bei 12 oder 15 oder was weiß ich wievielen Antville-Logs subskribiert. Und es war geil.
Der Chefredakteur der israelischen Tageszeitung Ha´aretz hat bei einer Tagung in Brüssel eine bemerkenswerte Rede über die Rolle, die Fehler und die Sünden mancher Journalisten im israelisch-palästinensischen Konflikt gehalten, deren Lektüre ich Journalisten und ihren Lesern wärmstens empfehle.
First, the good news: Abu Ali's nine children are alive and well - as well as children can be among the ruins of the Jenin refugee camp. Please deliver this news to all of your friends who may have read, a few weeks ago, Abu Ali's mournful declaration: "All my nine children are buried beneath the ruins." Abu Ali's photograph was spread across a double page in a very distinguished and influential European magazine, under the title: "The survivors tell their story."Aufmerksam geworden auf diesen Text bin ich durch Tal G.s lesenswertes Weblog.Israeli tanks and bulldozers had entered the camp, Abu Ali recalled. He went out to fill his car, telling his nine children to meet him at a nearby intersection. But the Israeli forces blocked his way back, and it was a week, he told the reporter, before he could return to the ruins of what had been his home. "It smells of death here," he is quoted as saying. "I am sure all my children are buried beneath the rubble. Come back in a week and you will see their corpses."
The reporter and his editors did not wait a week and published the tentative story as is. They were not satisfied with the extent of the tragedy that they could see with their eyes and legitimately depict in their copy. The desire to hype the story blunted their healthy journalistic instincts to doubt and double-check any story before publishing it.
While preparing this address, I made some inquiries about Abu Ali's case. First, final numbers indicate that three children and four women were killed during the fighting in the Jenin refugee camp. Second, Abu Ali's children were not among them. And third, the magazine did not bother to tell its readers of this relatively happy end to its story. Perhaps because they are tired of writing editor's notes on Middle East stories.
[...]
The media in this cruel Israeli-Palestinian conflict are like a very rich junkie, who parks his Mercedes on the high street of a slum. You can be sure that in no time at all, everyone will be out there, pushing a whole variety of merchandise.
Im Thumbnail sah das aus wie ein Pool mit milchigem Wasser. Je größer, desto mehr wurde es: Wartehalle, Rezeption, etwas in dieser Art. Ich bin geneigt, das für eine Metapher zu halten. Was aber möglicherweise mehr mit mir als mit dem Bild zu tun hat.
Erstens die Bücher: How Things Work, The Universal Encyclopedia of Machines, 2 Bände, 1972 bei Paladin erschienen, eine Übersetzung eines deutschen Werks namens "Wie funktioniert das?". Erklärt dem Laien mit meistens einseitigen Texten und dazugehörigen Diagrammen, wie alle erdenklichen Maschinen vom Reißverschluss bis zum Synthesizer funktionieren. Ziemlich alles drin: Flugzeuge, Rechenschieber, Mondraketen, Videorecorder, Panzer, Röntgengeräte, und und und. Beim Blättern und Hängenbleiben stellt man sofort schamvoll fest, wie wenig man weiß, dass man eigentlich gar nichts weiß, dass man im Leben eigentlich nur mit black boxes zu tun hat, auf die man sich magisch verlässt. Sehr merkwürdig an mir finde ich, ganz nebenbei erwähnt, dass ich mich erst jetzt, jenseits der 40, plötzlich für Maschinen und Natur (die ja auch eine große Maschine ist, nehme ich an) zu interessieren beginne. Als ob mit den Rückenschmerzen endlich der Respekt für physikalische Gesetze einsetzte... Auch noch geschossen: ein ergreifender Nachruf auf Wittgenstein aus der Oxford University Press von Georg Hendrik von Wright, lauter schöner Sätze darin, etwa: dass Wittgenstein nichts von Bekannten, aber viel von Freunden gehalten hätte.
Zweitens: die Buchhandlung. English Books. Hamburg, Stresemannstraße, gegenüber der S-Bahn-Haltestelle Holstenstraße (sage ich für Hamburger Leser dieses Weblogs). Ein Laden, der aus vier separaten Läden besteht, die Verkäuferin sperrt einem die jeweilige Abteilung auf. Used books, halbwegs geordnet. Sagenhaft viele used books. Ein Regal "India". Lauter Entdeckungen. Spottbillig. Manisch zusammengesammelt, keine Ahnung, wo die das alles her haben, die müssen jedem einzelnen Austauschstudenten und Expat die Bibliothek abgeschwatzt haben. Das Rätselhafteste: Zwischen den Büchern stehen immer wieder Lebensmittelpackungen. Das Zeug, das nur die treuesten Untertanten ihrer Majesty essen. Porridge, das merkwürdige Zeug, das man als Austauschschüler vorgesetzt bekam. Oatmeal. All das. Wahrscheinlich comfort food für heimwehkranke Briten. Sehr rührend.
Walsers Dissertation über Kafka beginnt mit dem Satz, wahrscheinlich dem wahrsten, den Walser je geschrieben hat: "Je vollkommener die Dichtung ist, desto weniger verweist sie auf den Dichter."
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