Beiträge zum Neuen Antisemitismusstreit - eine Chronologie im Aufbau.
x-berg. Portal für Gesellschaftskritik.
Homophobia: How We All Pay The Price. By Warren J. Blumenfeld
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Bilder von jubelnden senegalesischen, türkischen, deutschen und sonstigen Fußballfans vor Großleinwänden, in Kneipen, auf Straßen, irgendwo. Hey Fernsehen, das kann ich mir schon denken, dass die sich freuen, wenn ihre Mannschaft gewonnen hat, das müsst ihr mir nicht erst zeigen.
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Die heideggerianisch raunende Aufzählung aller Vornamen von Fußballspielern romanischer Nationalmannschaften. Zum Beispiel: Raoul Pablo Ruiz Jose Ferdinando Joao Ronaldo Rabulabo Franco Ferdinando Torro Paolo [Nachnamen]. Hey Fernsehen: mir so was von scheissegal.
Die ganze Geschichte beginnt 1904/05 in einer Linzer Realschule: Hier besucht Ludwig Wittgenstein die fünfte, der um wenige Tage ältere Hitler die dritte Klasse. Bekannt durch die Arbeit Möckers von 1985 - nicht 1987, wie Cornish schreibt - bietet der gemeinsame Schulbesuch genügend Anlaß für weitere Spekulationen. Doch Cornish spekuliert nicht: „Jenseits jeden vernünftigen Zweifels lege ich dar, daß Ludwig Wittgenstein der Anlaß für Hitler war, ein glühender Antisemit zu werden“, oder anders gesagt: „Dafür, angenommen, daß Hitler 1905 antisemitisch eingestellt war, genügt Wittgenstein.“ Der Autor führt verschiedene Argumente für diese These an, etwa daß Wittgenstein und Hitler gern pfiffen. Lag da nicht eigentlich der Grundstein für eine tiefe Freundschaft? Wittgenstein kritisierte gern besserwisserisch, und Hitler konnte persönliche Kritik nicht ertragen. Ist es da nicht zwingend, daß der Realschüler Wittgenstein den Realschüler Hitler beim Pfeifen korrigierte und dieser so einen unbändigen Haß auf alle Juden entwickeln mußte? Doch dabei bleibt es nicht: Hitlers Dogmen, so der Autor, seien „die veränderten, pervertierten Darstellungen“ der Gedanken Wittgensteins zur Interpretation des Ichs.Aus Kathrin Chods Rezension von Kimberley Cornish: Der Jude aus Linz. Hitler und Wittgenstein. Aus dem Englischen von Angelus Johansen. Ullstein Verlag, Berlin 1998, 432 S. Siehe auch: hier oder hier.
Aus den referrers:
- Sie haben da im Schaufenster ein Kopiergerät, ein tschechisches, fünfhundert Blatt in der Stunde: sagte der Mann: kann man das kaufen? Dem Verkäufer rannen mehrere denkbare Entwürfe zu Antworten in schnelles Stottern zusammen, kurz atmend brachte er einen Laut der Bestätigung zustande. [...]
- Ich meine bloß... wird denn da die Nummer vom Personalausweis aufgeschrieben...: fuhr der Mann fort.
Uwe Johnson, Versuch ein Kopiergerät zu kaufen. Aus: Das dritte Buch über Achim, Suhrkamp, Frankfurt/Main 1961.
Für antisemitische Bücher, die keine antisemitische Bücher sind, muss man nämlich bezahlen.
Hier gibt es den Tod eines Kritikers von Martin Walser NICHT. Hier gibt es nur Verurteilung und Verdammnis.
liest gerade Martin Monobrow Walser aus dem Tod eines Kritikers vor. Im Hintergrund der Bodensee, der nichts dafür kann. Bei manchen Sätzen sieht er so konfus aus, als würde er live, während des Vorlesens, selbst mitbekommen, wie schlecht das Zeug ist.
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