"Weisst du waahas, Papa?"
"?"
"Ich hör' mit dem Daumenlutschen auf wenn du mit dem Rauchen aufhörst."
"."
Kaum ein halbes Leben später: Telekom-Techniker rücken nun auch am Samstag aus
Wurde gestern intensiv von Christiane Schulzki-Haddouti für ein ausnehmend spannendes Projekt "Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft" (KoopTech) befragt.
Es geht inhaltlich darum, welche der evolving technologies tatsächlich genutzt werden, welche Potenzial haben - und nicht zu Letzt darum: was nutzen Unternehmen im Alltag wirklich.
Nicht viel davon - aus meiner Brille. Aus gutem Grund und meist wegen zäher Beharrungskräfte. Wird spannend werden, was Frau Schulzki-Haddouti aus den Experteninterviews als common sense herausarbeiten kann.
Schwer ins Grübeln brachte mich eine im Offtext gestellte Frage: "Haben Sie nicht Angst, dass Ihre Pointer auf delicious zu viel über Sie preisgeben?"
Oh.
Oh ja.
Wenn etwas für das soziale Web steht, dann Partizipation und Offenheit. Auch wenn es unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschieht. Will meinen: ich habe keine Ahnung, wer meinen Feed liest und welchen Vor- oder Nachteil es mir brächte.
Ich nutze delicious als Steinbruch, als Zettelkasten für irgendwann, als Jäger & Sammler. Suche ich etwas, dann werde ich meist bei mir selbst fündig - was ein gutes Zeichen ist.
Entdecke ich einen ähnlichen mindset bei anderen Menschen freue ich mich wie ein Schnitzel: weniger Eichhörnchenverhalten, der/die andere teilt ebenso Fundstellen und manchmal auch die Ableitung aus Informationen.
Am Ende aber kann ich keine Antwort geben - ist es meinem Lebensplan förderlich meine Interessen preiszugeben oder holt mein grenzchaotisches Tagset irgendwann ein?
Mit Zotero spiele ich halbherzig. Eine Art offline-delicious.
Konsequent wäre nun - hätte ich Angst vor traceability - das gesamte delicious-set nach Zotero zu hieven. Geht nur leider nicht so ohne weiteres. Und kostet weitere wertvolle Lebenszeit. Beharrungskräfte auch im semi-privaten.
Oder nennen Sie es Opportunitätskosten, das trifft es eher.
Wie machen Sie da draussen Ihre Zettelkastelei?
Schöner Beitrag zur larmoyanten Nabelschau der A-/B-List Blogger vom schweizer Bürgerherold, Andreas Göldi aufgreifend. Der wiederum hat sauber recherchiert und historische Beispiele in den Kontext gebracht.
wer soll das alles lesen?
Abgesehen davon, daß obiges eine hübsche Idee sein könnte - haben die Buben sich überlegt wie bitter man den Unternehmensnamen in anderen Sprachregionen missverstehen könnte?
Schöne Geschichte in der SZ zum Energieverbrauch im webzwonull: Eine Figur in "Second Life" frisst durchschnittlich 1752 Kilowattstunden pro Jahr - das ist mehr als mancher echte Mensch im Jahr verbraucht (...).. Wird noch arger: Equipment powering the internet accounts for 9.4% of electricity demand in the U.S., and 5.3% of global demand (...).
Schön, wie sich das Meme durch die Redaktionen zieht: Allein in den USA laufen fünf Kraftwerke der 1000 Megawatt-Klasse ausschließlich, um Rechenzentren mit Strom zu versorgen.
Wie hilflos die Reaktionen: From now on, the Finnish company (Nokia) will replace the 'battery full' notice on it handsets with message that advises users that their battery is full and they should disconnect it from the power supply.
"Dann können Sie und Ihre Verlobte nun hier unterschreiben."
Ein kühler Tag - als wollten Dunst und Klarheit fusionieren war die Welt aufgehellt und weichgezeichnet und ich hatte nur noch eine Zigarette. Kiosk, 100 Meter stand auf einem Schild an einer schmalen Straße, die in eine Wohnsiedlung hineinführte und auf einem Parkplatz endete. Kinder turnten, die Sträucher waren noch belaubt, man sah nicht weit. Kein Kiosk. Kiosk - was ist das überhaupt für ein Wort? Sicher hatte jemand den Wegweiser verdreht. Haben Sie eine Karte, eine Karte von hier?, hatte ich in Solingen am Bahnhof gefragt: "Eine Bahnkarte?" Nein, eine andre, mit der Umgebung. Den Plan in der Hand, der schon gleich fledderte und einriss, ging ich an Einfamilienhäusern vorbei, an überkopfhoch beheckten Arealen, hinter denen ich Kaffee und Brunnen vermutete. Das lag am Klappern, das lag am Plätschern. Ich war sicher verdächtig. Die Straße endete am Heizkraftwerk, rechts ging es an Hecken entlang durch eine Schranke in den Wald. Der Plan zeigte Seen, die ich nicht sehen konnte, alles schien so ernsthaft, fast störrisch bepflanzt. Als dieser Weg an einer Bundesstraße endete, hielt ich einen Radfahrer an: "Wo ist der Rhein und wo bin ich, ich meine, im Vergleich". Wir mussten den Plan ganz entfalten. "Sie wollen ja hin, wo ich herkomme!" Er erinnerte mich an jemanden. "Sind Sie Apotheker aus Düsseldorf? Haben Sie einen Sohn?" Natürlich fragte ich nicht, wünschte gute Fahrt und ging dorthin, wo wir gefunden hatten, dass der Rhein sei. Dann zeigte der Pförtner mir den Weg, auf dem Schild las ich: Substanzlogistik. Kiosk übrigens ist ein sehr weitgereistes Wort: von französisch ciosque, über italienisch chiosco, hin zum türkischen kyösk, das auf dem persischen Wort gose "Winkel, Ecke" beruht.
Der Geruch von Benzin und Lindenblüten. Es dunkelte ein wenig, doch der Sommer war noch geräumig, so schien er endlos und weit wie sein Licht, und wir gingen die Straße zum Park hinauf, entlang der Universität, nach der Lesung. Da standen zwei Polizistinnen. In nicht ganz kleidsamen Uniformen standen sie mitten auf der Straße. Worauf warteten sie? Ich sagte: "They are waiting for the music to start again". Sie wollen tanzen, und sie sagte: "I think they are waiting for men". Dann erzählte sie die Geschichte von dem besoffenen Dichter und den enormen Kellnerinnen einer Kantine, so dick, they were like bubbles. Im Dichter habe sich bei fortdauerndem Konsum von Alkohol erst Abscheu geregt, Abscheu wurde abgelöst von heulendem Mitleid und das Mitleid schließlich weggeschwemmt durch Geilheit, und er habe gesagt, auf rumänisch selbstverständlich: "You are like cosmic cows, please, please, let me fuck you", und die Kellnerinnen hätten sich nur darüber empört, dass er sie Kühe genannt habe: "Hast du gehört, he called us cows, er hat uns Kühe genannt", and then they threw him out. Wir gingen weiter, ich trug wie immer die falschen Schuhe, und sie sagte, well, das sei nun eine brutale und nicht sehr komische Geschichte, aber sie habe die besagte Kantine inzwischen auch besucht, und es stimme, sie seien wirklich like gewaltige Bubbles. Sie rollten, aber sie schwebten auch. Sie lächelte, an ihren Ohren funkelten blaue Steine, an ihrem Haarreif kleine purpurne Kristalle. Dann kamen wir an, im Park, und leider hatte ich sie bald in der Menge verloren.
"Bitte beachten Sie das allgemeine Waffenverbot bei Gericht."
Gems from the archive of the New York Times via Kottke.
Was sonst noch war:
- Mathias Plica (CHIP XONIO / Burda) meint, Blogs und Social Media hätten die beste Zeit hinter sich.
- die in KOR erfolgreichen Social Media Truppe CYWORLD will in DE starten (mit einem Investment der DTAG-VCs
- Yahoo bastelt an einem ganz interessanten Ansatz "Mash" nennen die das
- Das Ruhrgebiet will ein riesiger Hotspot werden, mit FON
- Kontrastprogramm aus der neuen Welt: "municipal WLAN" soll doch nicht rocken.
- Apple macht einen Fehler und spielt mit iTunes "walled garden"
- "Best Agers" sind die treueren Communities. Sind sie? Spricht einiges dafür.
- Die TAZ macht sich Gedanken zur Zeitung der Zukunft.
- Zahlenfutter: die Leudde wollen Video. und in China etwa gehen 330 Mio Videos alleine bei einem Anbieter über die Leitung. Revver schüttet derweilen die erste Mio Dollar an seine Nutzer aus
- eine kleine Browser-Extension dezentralisiert Communities
- Burda steigt bei einem Science-Blog ein und startet eine generische Frauen-Community
- Zeitungsverleger machen sich Mut
- Local Content kriegt Geld - wenigstens in Amerika.
- Hundecommunities spriessen aus dem Boden wie die Häufchen im Park. Müssen die Tölen nur noch tippen lernen.
Eine Studie der CCIA Economic Contribution of Industries Relying on Fair Use kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis (via Michael Geist): Die "fair use industry" ... generate $4.5 trillion in revenue, far more than the "copyright industries."
Aus dem PDF:
- Fair use protects competition by guaranteeing that companies can reverse engineer software so that their products will work and ‘interoperate’ with the products of their competitors.
- In 2006, fair use-related industry value added was $2.2 trillion, 16.6 percent of total U.S. current dollar GDP.
- Fair use industries also grew at a faster pace than the overall economy.
Reengineer! Zerlegen! Remixen!
"was machst du?" "ich mache avancen."
beim frühstück bemerkt die slowenisch-ukrainische übersetzerin mit blick auf den nebentisch: that s funny. they are discussing how many witches in a story will still be okay. ich frage: wie viel? I for my part think, one is enough. and they?, will ich wissen. they are talking about 15. but 15 are definitely too much. I agree.
"Growth of MP3 players will slow as more consumers choose to access their music via mobile phones" sagt Forrester beim Blick in die Glaskugel bis 2012.
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