Montag, 23. Juni 2008

Harun Farocki: Leben-BRD [How to Live in the German Federal Republic] (1986)





Sonntag, 15. Juni 2008

Es ist der Missklang des Stöhnenden selbst der ihn/sie so stöhnen lässt. Die Unterlippe schürzt sich wie es ein Hirnlappen voller Echos in Gefangenschaft diktiert. Man stöhnt, pausiert und stöhnt im Kausalzusammenhang. Niemand der beim Stöhnen sich dran stört. Später erscheinen Tiere: der Angsthase im Riesenrad, das Kirmespony das nachts alles nochmal durchmacht.

Paul Bongaert (Aus dem Flämischen von Christian Filips, in Zwischen den Zeilen, Mai 2008)





Freitag, 30. Mai 2008

»ich hatte alles alte dabei und einiges neues, das ich während der letzten tage, einer wohlmeinenden regenperiode, verfaßt hatte. er war zufrieden. er lobte mich. er meinte gar, es werde jetzt nicht mehr lange dauern und ich könne auf ganz hierbleiben. »das heraufsteigen hat dann ein ende«. ich gab ihm meine tasche mit den restlichen, eher zweifelhaften arbeiten. er verschwand damit im anliegenden zimmer. ich hatte zeit, mir etwas auszudenken. als er zurückkam stellte ich ihn kurzer hand vor das wort silo. mit der bemerkung, das seien dinge, die außerhalb des hauses geschähen, gab er mir die tasche zurück.«

aus jürgen muck: der mönch hält meine hand. prosastücke.





Donnerstag, 29. Mai 2008

in case of doubt. use your intuition.

minsk. nachts um drei. ein menschenleeres land. der fahrer. verben im infinitiv: bitte schlafen. gehen. fliegen. (danke.) reisen. sagen: gut. aber diese stimme - wie ist sie schön.

sind es nicht wiederholungen, - und dann das, was nicht zu wiederholen ist, der verlust der lässigkeit, sagte ich, was alles wird dann zum termin. eine andre präzision, die nicht mehr dieselbe ist. frau dr. legt den zahnhals frei. wenn sonst nichts geht, wiederholung wiederholen, so hieß es doch. gesprochene worte nochmals sprechen. theater der diskretion.





Mittwoch, 21. Mai 2008

nächte, in denen: plötzlich (und das ist nicht die erste davon) mir fehlt (plötzlich) (ich denke ja kaum je daran) (deswegen ja auch gerade immer wieder so plötzlich): mir fehlt: tug. nostalgia starts here, als wäre ich in einen trichter reingelaufen, immer reingelaufen und wann immer ich mich umgedreht, war es früher weiter als jetzt. viel. viel. viel. aye. aye. wann ist das denn passiert? wann erstmals, wann bereits als wie gehabt.. (es ist ja kein stabiles manko, sondern ein blitz-schnitt, oder wie man das nennt, wenn ... ) es sind nur geringe einstellungen, in zweierlei sinn, und das was selten fehlt, fehlt dann (fehlend) umsomehr. das also, das also ist mein trichter. mein persönlicher trichter, und weiter hineinzugehn, sich umzuwenden und vermutlich schon das hier (sic!) also das (hier!) ist die weite von morgen, ist bereits von morgen besehen die weite -- -- -- - weil übermorgen eine enge ist, die ich mir heute noch gar nicht vorstellen mag, und dann ist etwas, das einst es gab, (und lass es von mir aus auch TUG sein), etwas das fehlt und einst irgendwo stand, wo heut erst ich weiß, dass es weiter war als jetzt. und weiter hetzt herzlich.





Dienstag, 13. Mai 2008

cluuz.com - schon ziemlich nahe dran am surveillance nightmare.





Penthouse macht auf spirituell und pulvert in BigChurch.com, Motto: "Bringing people together in love and faith."

sagt jedenfalls Newsweek (und auch eines der sterbenden Geschäftsmodelle).





Na also:

"Facebook und Google erlauben es künftig ihren Nutzern, Profildaten, Freundeslisten und Statusinformationen auf andere Websites oder Communities zu übertragen. Sie folgen damit dem Vorbild von MySpace, das Mitte der Woche die Initiative ergriffen und eine Schnittstelle zu Yahoo, Ebay und Twitter freigeschaltet hatte."

(hier und anderswo) geht doch





Montag, 5. Mai 2008

... und ein klein wenig übertrieben für den Altagsgebrauch: Bewaffnete US-Drohne soll Handynutzer orten und bekämpfen.

Technisch interessant "soll die Drohne den Standort von einzelnen Handynutzern ausfindig machen und diese Ziele auch bekämpfen können".

Die Kollateralschäden im öffentlichen Nahverkehr sollte man besprechen.





Montag, 28. April 2008

Die Arbeitsgemeinschaft Flurförderzeuge hat - fast unbemerkt durch die Öffentlichkeit - ein feines Ausbildungsvideo für Splatter-Filmer am Start.

(hier ohne Bildchen, brächte den Lesefluß durcheinandert)





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