Dienstag, 23. Dezember 2003

das blogma des fernsehratgebers ist natürlich leider völlig unavantgardistisch. mit links zum beispiel macht ein avantgardist etwas anderes.





m: "gratuliere zum vizesuperstar.





Montag, 22. Dezember 2003

"... bourgeois subjects endlessly fine-tuning their sensitivities ..."

combattante catatonique, la superstaresse.





identity theft-ring

unbe





Samstag, 20. Dezember 2003

also, ich habe hier in den kategorien 6 und 7 malorama gewählt, und ich finde ja, Sie sollten das auch.





ist denn nicht endlich alles gesagt zum thema der liebe? was denn? kein liebesnest das jäh das vakuum unseres lebens füllt? je isolierter die menschen liebe ist im angebot duft der frauen frische feuer leidenschaft teil unseres wertesystems vokabular des marktes has entered private relationships eines magischen tages wird es so weit sein doch uns bleibt keine wahl wir müssen lieben muss jeder für sich entscheiden [eva illouz]





das literarische plastiksackerl





beiläufige erwähnung einer flasche gin.





Freitag, 19. Dezember 2003

ungebrochen der trickle down ins offline-leben: im zeitschriftenregal des supermarktes das sonderheft einer kochillustrierten bemerkt, titelgeschichte "das beste mit hack". nicht einen moment lang erstaunt gewesen, sondern gleich gedacht: warum auch nicht, wenn der so kochen kann wie er schreibt. beim bäcker dann zwei stück prasselkuchen bestellen wollen, versehentlich aber praschlkuchen gesagt. die verkäuferin lächelte kühl und reichte mir die papiertüte. zuhause dann festgestellt, dass sie käsemohnkuchen eingepackt hatte. mich geärgert und mir daraufhin abermals geschworen, weniger zeit mit dem lesen von weblogs zu verbringen. mich anschließend daran erinnert, wie p.l. und ich neulich darüber sprachen, dass wir beide anläßlich praschls beiläufiger erwähnung eines mit lachs belegten bagels dessen innewurden, dass auch wir, p.l. und ich, lachs doch geradezu liebten und auch sofort welchen kaufen gegangen waren! inzwischen habe ich durch das fast tägliche lachsessen wohl gut ein kilo zugenommen. kurz gemutmaßt, dass praschl für so was wohl provision von der lachsindustrie kassieren würde. diesen gedanken aber über dem zweiten stück käsemohnkuchen wieder verworfen.





im sommer in einem kaff in den bolivianischen anden übernachten müssen, irgendein bus war nicht gekommen oder fuhr nicht mehr. es gab nur ein einziges hotelzimmer am ort, das hatte drei betten, und der inhaber meinte eingangs, zwei davon wären bereits belegt, kanadische frauen. das zimmer war sehr groß, fünf mal fünfzehn meter etwa, mittendrin ein tisch, zwei betten zusammengeschoben in einer ecke, das dritte, meines dann, in der gegenüberliegenden, sonst nichts. am frühen abend schon die kälte, minusgrade, die fenster schlossen kaum, keine heizung, ich lag unter derben wolldecken, zuerst unter vieren, das war zu kalt, fünf aber waren zu schwer, darunter zu atmen, später dieser immer nur flache schlaf in den bergen. irgendwann nachts kamen dann die beiden frauen ins zimmer, ohne licht zu machen, sie flüsterten nur, ich war trotzdem davon wach geworden. sie bemerkten das, sagten auf französisch eine entschuldigung, besprachen sich kurz, traten bis an den tisch vor und hoben plötzlich leise an, ein schlaflied zu singen. ich sah ihre umrisse und ihren atem, der wölkchen bildete und aufstieg in winzigen säulen. ihre hellen sopranstimmen resonierten in der leere des zimmers, durch das hallen wie vielstimmig verstärkt, drei oder vier strophen lang. und viel später noch, als sie längst schon schliefen, war es, als würde ihr gesang nachschwingen in der eisigen luft, aus den wänden kommen, filigrane vibrationen an meinem unter decken verborgenen körper. als ich nach traumlosem schlaf am anderen morgen erwachte, waren sie bereits fort.





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