Zeitgeschichte Stalins Frankenstein * Von Mathias Plüss Hitler und Stalin: Einen besseren Menschen schaffen wollten sie beide. In ihren Methoden aber unterschieden sie sich. Hitlers Ziel waren «Ebenbilder des Herrn […] und nicht Missgeburten zwischen Mensch und Affe». Stalin dagegen befahl genau dies: die Kreuzung von Mensch und Affe. Für seine grössenwahnsinnigen Bauprojekte brauchte Stalin Arbeitstiere.irgendsoein weltwoche-teaser, & gleich bist du wieder so abgrundtief verzweifelt über die niedertracht & denkst, die kreuzung von mensch und affe wäre ganz sicherlich ein moralischer fortschritt gewesen gegenüber den ebenbildern des herrn, die solche teaser schreiben, ah! myth debunker!, jeden tag ein paar verzweiflungen feindschaften ennuis mehr
Guardian Art News: For sale.
Eine Zeile wie ”Überalterung Klotz am Bein“ muss einem auch erst einmal einfallen.
die ganzen typen, die jetzt ulle dissen, dürfen meinetwegen gerne fünfmal hintereinander den col de la madeleine hochfahren.
das österreichische nachrichtenmagazin profil, ein ehrenwertes blatt meistens, veröffentlicht in dieser woche einen artikel (nicht online) über einen skandal im st.pöltener priesterseminar [hier die dazugehörige ankündigung des profil, hier ein verweis auf den profil-artikel auf der nachrichten-site des orf, vor eineinhalb stunden hat auch das zdf in seiner nachrichtensendung darüber berichtet]. worum es bei diesem skandal ursprünglich einmal ging: auf einem der computer des seminars wurden kinderpno-bilder entdeckt; diesbezüglich ermittelt die polizei. irgendwann aber gruben die graber tiefer und wurden fündig: in einer nachrichtensendung des orf trat, anonym gepixelt und mit verfremdeter stimme, ein "informant" auf, der der öffentlichkeit mitteilte, es hätte im seminar auch homosexuelle aktivitäten gegeben, einige fotos, die diese auskunft belegen sollen, hat das profil nun veröffentlicht: ein mann küsst einen mann, ein mann hat seine hand, wo er sie wohl nicht haben soll (bei godany gibt es davon einen thumbnail-scan). irgendwann einmal, bilde ich mir ein, haben sie im "profil" noch genau zu sein vermocht. irgendwann, bilde ich mir ein, haben sie noch gewusst, dass ein unterschied ist zwischen einem kinderpno-verdacht und ein paar aus dem privaten abhanden gekommenen, also geklauten fotos von ein paar privaten szenen zwischen einverständigen erwachsenen, die keinen journalisten etwas angehen und die abzudrucken ein schäbiges denunziantentum ist und keine wahrheitsfindung. und irgendwann, bilde ich mir ein, haben sie noch gewusst, dass das auch gilt, wenn sich das alles in der katholischen kirche abspielt, in der es eben entsetzliche homosexuellenhasser wie den unseligen bischof krenn gibt, und dass man letzterem eben nicht damit in die lebenslügen platzen darf, indem man ein paar männer vorführt, die etwas tun, woran nicht das geringste auszusetzen ist, auch wenn die katholische kirche etwas daran auszusetzen hat, und wären diese männer selber noch so große schisser und lebenslüger und geheimnistuer (was wiederum verständlich wird, denn wie sollte man die eigenen geheimnisse nicht bewahren wollen, wenn man mit ihnen doch dem profil leicht in die hände fallen kann). irgendwann einmal, bilde ich mir ein, haben sie das noch gewusst. aber das muss länger her sein.
"Immer wieder sieht man im Hintergrund die Narben, die der Terrorangriff der Weltstadt geschlagen hat. Im Restaurant von Montys Vater hängen Bilder von im World Trade Center gestorbenen Feuerwehrmänner [kann schon mal passieren in der Eile], Frankls Wohnung bildet einen einen erschüttertenden [das auch] Blick auf das in gespenstisches, blaues Licht gehüllte Schlachtfeld des Ground Zero und im gesamten Film herrscht eine bleierne Atmosphäre, die zum Gemütszustand des verzweifelnden Monty genauso paßt, [Komma? Na okay, zur Sicherheit] wie zur Lage der Nation. Spike Lee (Jungle Fever) gelingt es brillant [Komma? Eh wurscht] das Einzelschicksal mit dem Leid einer ganzen Stadt, ja eines ganzen Landes zu verknüpfen. Wie Monty waren die USA arrogant, sorglos und rücksichtslos auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Wie der smarte Drogenhändler mußte auch Amerika bitter dafür bezahlen!"
Filmbesprechung in der Zeitschrift "DVD Special", erschienen in der Medien Publikations- und Werbegesellschaft mbH, 32479 Hille. Kursivierungen von mir, Rufzeichen Ausrufezeichen exclamation mark im Original.
"also, es geht um geld, aber das ist zumindest in den usa nichts unehrenhaftes". die arte-spätnachrichten gerade, in einem bericht über eine werbekampagne in philadelphia zur förderung des schwulen tourismus. was ich eigentlich sagen wollte: arte kann man auch immer häufiger knicken, alteuropa immer mehr: volksgemeinschaft, größer als in den grenzen von 1942, der feind immer noch plutokratie, entfesselter kapitalismus oder wie die plutokratie jetzt heißt
Wenn der Regisseur Alan Smithee gewesen ist, weiß man (falls man es weiß): es hat da etwas gegeben. Alan Smithee ist der Name, der im Abspann auftaucht, wenn der Auftraggeber den Regisseur gezwungen hat, seine moralischen und ästhetischen Standards, die meistens eh niedrig sind, so sehr zu unterbieten, dass keiner, nicht einmal der erbärmlichste Regisseur, ihn gedreht haben will. Alan Smithee ist der letzte Notausgang der Ehre. Oder der schäbige Trick, mit dem einer tarnen will, wie schäbig er ist. Er hätte ja auch den Krempel hinschmeissen können, statt für RTL zu arbeiten.
Vier Mädchen und das Abenteuer des Erwachsenwerdens Der Boss der Mädchengang am 'FJS' Gymnasium in München ist Stella, eine klassische Rich Bitch, eine absolute Materialistin, die in puncto Style und Society einfach unschlagbar ist. An ihre Haut lässt die Tochter aus reichem Hause nur Gucci, Versace und Armani, aber noch keinen Mann. Sie ist die ewige Jungfrau der Glamourclique. Für den letzten Schritt ist ihr einfach keiner gut genug. Cara dagegen kann ohne Sex nicht leben – für sie gehört das zum Leben wie essen. Sie hat schon längst aufgehört zu zählen, denn wie sie sagt: “Mein Unterleib hat sein eigenes Gehirn“. Aber das kleine Luder ist einfach zuckersüß, lieb und immer gut gelaunt. Ihr verzeiht man einfach alles (und jeden!). Lilli, the Queen of Cool, ist die Abgeklärte und rational Denkende der Gruppe. Intelligent, weltmännisch, gebildet, bringt die toughe Individualistin die Dinge meist auf den Punkt. Lilli verfällt schon mal einem merkwürdigen Tick wie Bücher lesen oder engagiert sich als Tierschützerin. Die vierte im Bunde ist Laura, das sympathische Mädchen vom Land, das sich im Großstadtdschungel und in der aufregenden Clique behaupten muss. Laura ist aus Passau nach München gezogen und lebt zusammen mit ihrem Vater, einem Polizisten, und ihrem kleineren Bruder Philip zusammen. Laura muss sich ständig neu in der Gruppe beweisen, da sie nicht so superreich, angesagt und hip wie die anderen ist. Zusammen erleben die vier Mädchen das aufregende Abenteuer des Erwachs-enwerdens und schlagen sich mit so wichtigen Fragen rum, wie „Trage ich im Deutschunterricht Gucci oder Prada?“ „Soll ich mir den Busen vergrößern lassen?“, „Bin ich langweilig im Bett?“ und „Was ist eigentlich Fetischismus?“
Aufmerksamkeit garantiert, Flirt-Faktor hoch: Die Funbox verwandelt Zigarettenschachteln unkompliziert in trendige Eye-Catcher. Egal ob Normalgröße oder Bigpack: due Funbox aus hochwertigem Karton legt sich wie eine zweite Haut um die Zigarettenschachtel, diese lässt ssich weiterhin wie gewohnt öffnen und schließen. Erhältlich ist die Funbox an ausgewählten Kiosken, Tankstellen, Supermärkten und im Tabakwaren-Fachhandel zum Preis von einem Euro. Motive www.funboxcollection.com
At the entrance to the auditorium, ticket-holders were greeted by the usual legal-release placard: “This event is being taped for broadcast on television. If you do not wish to appear in this broadcast”—with your hair a fright, mistress in tow, brown necktie, or playing hooky from your business dinner, the implication goes—“you should not attend this event.” Before the show started, a disembodied voice asked the audience to ignore “the call of nature” during the speeches and musical numbers, so that shots of the hall would not catch people getting up and sitting down. What ensued was a sort of half-Surrealist, half-Cubist musical presentation: widely interspersed songs (the “concert” lasted four and a half hours); sepulchral silences; informal banter among the participants; TV cameras on booms repositioning themselves like mantises; artificially produced fog, which protectively humidified the acoustic instruments, shrouding long, eerie blank periods onstage while the TV crew readied itself for the next number; flubs by Tim Robbins that he redid on the spot (he kept pronouncing “phone” as “feunne,” like Inspector Clouseau). At one point, Robbins had to deliver a phantom re-introduction of Jones, Kristofferson, and Nelson, who had started the show, with “Big River,” and the audience, without being cued, gave a standing ovation to the arrival onstage of nobody at all. Like so many extras, people knew what they were supposed to do.new yorker > cash on tape
Der Blick, eine Schweizer Boulevardzeitung, bekommt es tatsächlich hin, einen Fall von Totschlag an einer Frau in der Rubrik "Startelegramm" und unter der Überschrift "Von Reese Witherspoon, Ms Dynamite & Co." zu behandeln.
Marie Trintignant: Ins Koma geprügelt Einen wahren Horror erlebte die französische Schauspielerin Marie Trintignant: Die 41-jährige Tochter von Altstar Jean-Louis Trintignant wurde von ihrem Freund in der litauischen Hauptstadt Vilnius spitalreif geprügelt. Seither liegt sie im Koma und schwebt in Lebensgefahr. Mit einer schweren Kopfverletzung wurde sie am Sonntagabend ins Universitätskrankenhaus eingeliefert und sofort notfallmässig operiert. Ihr Lebenspartner Bernard Cantat, Sänger der Rockgruppe «Noir Désir», musste ebenfalls hospitalisiert werden. Er hatte soviel Alkohol intus, dass er das Bewusstsein verlor. Heute ist er aufgewacht und wird seither von der Polizei verhört. Marie Trintignant arbeitete in Litauen gemeinsam mit ihrer Mutter Nadine an der Fernsehserie «Colette».Ach, und das auch noch:
Bild vergrössern Schauspielerin Marie Trintignant schwebt in Lebensgefahr, nachdem sie von ihrem Freund, dem Rocksänger Bernard Cantat, verprügelt wurde.
Heute in Mona Lisa, ZDF-Frauenmagazin, old school Gleichberechtigungsfeminismus. Es geht ums Fernsehen und um seinen Trend, mit Nacktheit Quote zu machen. Und es dauert genau acht Minuten, bis die Moderatorin die Wendung "alle Hüllen fallen lassen" gebraucht.