Donnerstag, 16. März 2006

Könnte jetzt auf ein MacBook Pro wechseln. Alt genug wäre ich.

Schon, gell?





Mittwoch, 15. März 2006

das hab ich schon lange nicht mehr gemacht: fremde handschrift lesen. einen brief, in guter, aber nicht gut lesbarer handschrift. er setzt sich nicht zusammen. zwischen den zeilen habe ich das entzifferte in druckschrift notiert. es bleibt ein semantisches puzzle. die worte durchlaufen lassen. eine leichte gereiztheit gegen den inhalt stellt sich ein, wie früher als sich attachments nur im glücklichsten fall und nach diversen vorkehrungen öffnen ließen. und ich las zehnmal: "allein ist das nicht tupsi?" - bis das wort "tupsi" endlich umschlug in "angst". wobei es zuweilen vielleicht schöner sein könnte, "tupsi" zu haben.





Dienstag, 14. März 2006

Freemind rockt ungemein: cross-plattform Java Mindmapper, OpenSource hier.





Freitag, 10. März 2006

egc.blogs.com





Jedes Mal, wenn ich eine von diesen als Argumentation getarnten Gardinenpredigten an die Nation lese, von wieder mal einem, der die Nation in Gefahr sieht, von wieder mal einem, der die Nation retten will (vor dem Aussterben, vor dem Werteverlust, vor der Trägheit, vor der Verfettung, vor dem Regietheater), bin ich, einer mit Migrantenhintergrund, eine Sekunde lang zu denken versucht, dass Deutschland tatsächlich eine strunzdumme und beschämend beknackte Nation sein muss, weil sie doch fast wie im Akkord Retter und Mahner hervorbringt, die man anderswo wegen Tobsucht oder Realitätsverlust entweder therapieren oder wenigstens weiter ihrem Grant überließe, aber dann reiße ich mich doch wieder zusammen und denke mir, dass die Deutschen nichts dafür können, von einem Matussek beschimpft zu werden dafür, dass sie zu wenig Kinder zusammenpudern, weil sie sich lieber selbstverwirklichen, ihren Bauchnabel anschauen oder in den Terrorismus gehen, oder von einem Norbert Bolz angepöbelt zu werden dafür, dass sie dem Antifaschismus gehorchen und deswegen keine Kinder zeugen. Aber wundern tut es mich schon noch immer wieder, dass man mit so viel Verwirrtheit in diesem Land so weit kommen kann. Was mich nicht wundert, ist, dass man von einer Nation, die solche Nationalisten hat, kein Mutterkreuz haben will, und wär's auch nur vom Feuilleton an die Schürze getackert.

[Die Woche, in der ich wieder einmal Spiegel und Focus las.]

[Motiv für Journalismus: Da stehe ich jeden Tag im Hanseatinnen-Outfit vor der Sophie-Barat-Schule und krieg nicht einmal ein kleines Dankeschön.]





  • und wenn du ehrlich wärst?
  • wenn ich ehrlich wäre, fiele mir die frage auf die antwort nicht ein.




das anforderungs-profil an den leichenspürhund





das unglück, zu schön zu sein.





Sie kann so gehen, dass man ihr gleich nachlaufen will. Aber sie verschwendet sich nicht.





dépression loyale.





In der Woche des Internationalen Frauentags: Geschichten, in der den Frauen der Null-Euro-Job wieder ins Gewissen geprügelt wird.





Die Untaten der Schüchternen.





Can I dissolve into you?





Manchmal sucht man sich seine Freunde unter jenen, die so leben, wie man es selbst nie geschafft hat, Ansporn, Ansporn, ein lebender Kühlschrankmagnet.





Ich könnte immer noch das Muster des Prackers auf meiner Haut nachzeichnen.





Feel so Stefanie Schneider these days.





list of writing techniques





Die Bar ohne Namen heißt jetzt Goldfischglas, und schon gehe ich kaum noch hin.





Judith Kuckart, Dorfschönheit: "Verwöhnt, dachte sie, vielleicht teilnahmslos, vielleicht feige. Sie benannte seine Eigenschaften am ersten Abend, um sich später nicht mehr darum kümmern zu müssen."





Elfriede Gerstl in Fichtes Zweiter Schuld.





Kursiv: André Glucksmann ist Philosoph.





Das große Meta-Thema im ersten Quartal ist die Stimmungslage. Die lachende Nation. Der Grinse-Klinsi. Haben Linke Humor? Über Allah lachen, über Jesus aber auch. Diederichsens und Ripplingers Lieblingswitze. Konsumklimaindex.





Es war ihm, als fiele eine Tracht Prügel über ihn her, triebe ihn durch eine Gasse.





[Nirvana: Lieder, die man nur hören kann, solange man in Jugendzimmern wohnt.] [Aber dann gestern bei einer Abschluss-Party-Szene im Pro7-Film über die Popp-dich-schlank-Diät (Wdh.): Smells Like Teen Spirit, die Rache der Prekären am Mainstream, irgendwas in den Soundtrack schmuggeln, das dich hinterher cool fühlen lässt, Nirvana, Garbage und so Zeug, seltsame Siege, von denen keiner was mitkriegt.] [Deutsche Fernsehfilme, in denen Dirk Bach Nebenrollen spielt.]





Dass George Clooney nicht nur eine Kussfantasie ist, sondern ein Mann von einigen Gedanken. Aber sag mal, wie war es mit ihm, ist er wirklich so aufregend?





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