"Ich muß lächeln, während ich das schreibe", lese ich am ende einer organisatorischen email, von jemandem, den ich nicht kenne - und bin erfreut, das ist schön.





und sagte: ja, aber ich hab ihm den tillich-band ja nur deswegen geliehn, dass, falls alles schief geht, und es am ende wieder zum finalen austausch der dinge kommt, ich sagen könnte: übrigens, könnt ich bitte mein "mut zum sein" wieder ham ...





life's a beach





elf arten der einsamkeit > einatmen in der dunkelheit

[ erster verleser heute, ah mein unbewusstes ]





damenwurst > damien hirst

[zweiter verleser heute, mediumflow, fragments shored gainst my ruins]





heul doch!





Thought of you as my mountain top Thought of you as my peak A thought of you as everything Ive had, but couldnt keep Ive had, but couldnt keep Linger on your pale blue eyes Linger on your pale blue eyes





"Begrabt mein Herz am Cap d'Antibes."





Julia Hummer, die ihre Sätze spricht, als müsste sie erst ausprobieren, wie Sprechen geht.

Pollesch, auch ein Mann, den man nur beim Nachnamen nennt, weil sein Name gut im Mund liegt, Pollesch also: "Ich als nicht-heterosexueller Mann". [Was ist es, das Negationen so sexy macht?]

Der Glamour-Mantel

Wie quälend der Grad der Langeweile in der Gesellschaft mittlerweile geworden ist, merkt man an den unerzwungenen Spekulationen im Feuilleton über die Bereitschaft des Prekariats zum Aufstand. Als sehnten sie sich danach.

Weblog-Profilerin mit den Suchwörtern "abnehmen, Salatblatt, Shopping".

Zwischen seinen Kochbüchern: Dostojevskijs Tagebuch eines Schriftstellers ["ist einer von uns, liest Bücher, die wir auch gelesen haben könnten"]

"Ich trage jetzt eine Zweistärkenbrille" [Methusalem-Komplott in meiner Mailbox]

Last.fm-Accounts, nur dazu eingerichtet, um nachsehen zu können, was ich höre, ob ich da bin, wie ich drauf bin.





vielleicht sollte ich meine depressionen bei ebay verkaufen.





Auf dem beginnenden Geländer der hohen Brücke an den Gorges du Verdon liegen vielleicht noch immer zwei einsame Gebäckstücke, ganz nah beieinander. Im Dunkeln, jetzt.
befindlichkeiten > le soleil est pres de moi




gestern nachts noch ungefähr ein dutzend web 2.0 applications [eine gute quelle ist tech crunch] angetestet, schnell mürbe geworden von den wiederholten aufforderungen, auf alles ein tag zu pappen, erinnerungen an leute, die durch büros gingen und auf jede maschine einen sticker klebten (eigentum von..., laufnummer xyz), kurz die vorstellung gehabt, irgendwann in einer welt zu leben, in der auf allem, was man sieht, unübersehbar ein etikett klebt, haus, haus, straße, auto, herz, depressiver gesichtsausdruck, große nase, schlupflid, 250 ml, kenzo, gehorsames gehirn, gehorsame frisur, gehorsamer gang, einschlaf- und aufwachprobleme, augen weit geschlossen. die ordnung der dinge.





brokeback mountain gesehen, gedacht: die probleme von homosexuellen im ländlichen amerika.





nigel kennedy, der karajan der violine.

[schmissigkeit all over the place]









heute nachmittag im schlosspark pankow nach dem regen über die nachgiebigen wege gehen. das licht. ein trostort sei das, hier zwischen den bäumen herrsche eine moderierte distanz. ach, das anschwallende wasser der panke, oh, der pavillon mit seinen zuckrigen stühlchen, das schloss, schau, der stuck liegt darin auf laken und sieh, wie sie austrocknen die goldenen schichten. wir wandeln auf tauenden pfaden. das ist der tag der spätromantik in pankow, das ist die innere weltausstellung als kunstlied, ich sagte: brahms, jemand anderes: oder wolf, und dann gab es kein halten mehr: wir wahanndeln auf tauhauenden pfahahhadeeenn - wirklich, ich kann sagen, das wetter hat alles verändert.





seasonal affective disorder [sad]





dépression loyale.





Feel so Stefanie Schneider these days.





Die Bar ohne Namen heißt jetzt Goldfischglas, und schon gehe ich kaum noch hin.





Es war ihm, als fiele eine Tracht Prügel über ihn her, triebe ihn durch eine Gasse.





[Nirvana: Lieder, die man nur hören kann, solange man in Jugendzimmern wohnt.] [Aber dann gestern bei einer Abschluss-Party-Szene im Pro7-Film über die Popp-dich-schlank-Diät (Wdh.): Smells Like Teen Spirit, die Rache der Prekären am Mainstream, irgendwas in den Soundtrack schmuggeln, das dich hinterher cool fühlen lässt, Nirvana, Garbage und so Zeug, seltsame Siege, von denen keiner was mitkriegt.] [Deutsche Fernsehfilme, in denen Dirk Bach Nebenrollen spielt.]





gestern beängstigende wut über die zeile auch slalom-damen wollen edelmetall





als die spätnachrichtensprecherin gerade "ich bin [name]" sagte. und ich lüge! dachte.





das präsens bei updike.

vor dem ich selbst immer noch zurückschrecke, als hätte ich scheu. dabei weiß ich, wie sehr es mir entspräche (möglicherweise eine scheu vor der eigenen stimme, so ähnlich jedenfalls). (in den vergangenen monaten ohnehin viel über zeit nachgedacht, present perfect und past perfect.) (ohnehin mein unvermögen, etwas vergangen zu geben.) (und diese idiosynkrasie gegen punkte & die liebe zum ampersand)

(einen analytiker finden, mit dem ich über interpunktion reden könnte)