Frühschicht Galore!
Der Anspruch der Vereinfachung der Regeln keucht vor Gier danach, das gesellschaftliche Denken zu versimpeln, während die Simplifizierungen durch eine Reihe von Alternativen verwirrt wirdß > Robert Menasse: "Rassistisch, neoliberal, reaktionär". Na ja, war eh sicher die Schluss.Ich will in meiner Sprache leben – aber ohne das Korsett von Rassismus, Neoliberalismus und groteske Rückwärtsgewandtheit. Ich spreche und schreibe Deutsch. Das große, weite und tiefe Deutsch, das die Reformer nicht verstehen. Und nicht ertragen.
über das radfahren würde ich gerne erzählen. aber ich verstehe es ja selbst noch kaum. wie du dahinfliegst. wie du in den kurven liegst. und das weißere dort, wo die t-shirt-ärmel waren, bikinistreifenersatz. und das kettensurren im leerlauf.
- eye magazine >The glossy enigma of digital supergirls
- new york times über mert alas und marcus pigott
- time magazine über mert alas and marcus pigott
vogue soccer team, via gawker
2. rgr. n. a grumbling or growling sound.Dictionary of All-Consonant Words
rrr. interj. the sound of shivering.
rrr. n. the sound of a person growling. <Leona's a tiny Ukranian woman, and she makes this growly sound as she rips the strips of muslin and wax off, rrr, and when she's done both my legs and there's no more hurting, she rubs lotion into them --Nicholson Baker, Vox†.>
rrrpr. n. the sound of far-off hoofbeats in Ulysses† by James Joyce.
rrrrr. interj. the sound of someone's emotions getting the better of him, as in the comic book Electric Fear†.
rrrrrr. interj. an expression of hunger in Ulysses† by James Joyce.
rrrrrrmmmm. n. the sound of pommelling on a sofa in Ulysses† by James Joyce.
rrrrrrrmmmmg. n. the sound of a hangover, as in Diary† by Karawynn Long.
rrrrrrrsss. n. the sound of a nose blowing like a foghorn in Ulysses† by James Joyce.
rrrsst. n. the hissing sound of a duck, as in The Little Yellow Duck and His Three Smiling Friends† by Gail Novak.
rockt: studio 804, via nyt
zwei weblogs, gerade gedriftet.
Glory of love, the glory of love the glory of love, might see you through yeah, but now, now Glory of love, the glory of love the glory of love, might see you through Glory of love, ah, huh, huh, the glory of love Glory of love, glory of love Glory of love, now, glory of love, now Glory of love, now, now, now, glory of love Glory of love, give it to me now, glory of love see you through Oh, my Coney Island baby, now (I'm a Coney Island baby, now) I'd like to send this one out for Lou and Rachel and all the kids and P.S. 192 Coney Island baby Man, I'd swear, I'd give the whole thing up for you
sonntag nachmittags im regent beverly wilshire: der mann mit dem evian spritz service kommt vorbei. [photos: m.]
humor tee, abercrombie & fitch
großartig:
- die neuen layout-features (zwischen layouts wechseln, layouts im preview-modus testen, layouts importieren und exportieren, layouts verschenken können).
- der referrerspam-filter auf der referrer-page und in den preferences
- die möglichkeit, via member-liste emails an alle subsribenten verschicken zu könnnen.
- das galleries-feature
unbequemer als vorher: die subskribenten-liste in zehnerportionen. wenn man 470 subscribers hat, lässt sich nicht mehr so schnell wie vor dem update mit einem einzigen suchbefehl feststellen, wer neu hinzugekommen ist.
sofa. rires de passage. mist, schon wieder weg. schön, schon wieder da.
wiffzack, auch so ein wort, das mir hier ganz fürchterlich fehlt.
"Der ADVANCED TASER M26 der Firma Taser International, den das bayerische Innenministerium zu erwerben beabsichtigt, ist eine mit Pressluft betriebene Pistole. Die Elektroschockwaffe verschießt mit Widerhaken versehene Pfeile, die über dünne Kabel mit einer Spannung von 50.000 Volt versorgt werden. Getroffene werden durch eine Irritation des zentralen Nervensystems kurzfristig gelähmt. Die Waffe hat eine Reichweite von 6-7 Metern."
fr :: oliver gehrs > hier schreibt der chef, via jolog. jolog rockt sowieso, wollt ich immer schon mal durchsagen.
kritische masse: albert ayler
falls es jemand brauchen kann: das sind die skins für dieses weblog. ich habe das meiste, was ich getan habe, in den skins als html-quelltext-kommentar erläutert.
disclaimer: ich habe nicht getestet, ob ein upload anderswo tut, was er sollte. also auf eigenes risiko, wirklich kaputt kann man aber eh nichts machen.
mit dem "test this layout"-feature herumgespielt, dabei bemerkt, dass man mit ihr das getestete layout nicht nur dem eigenen, sondern auch allen anderen antville-weblogs überstülpen kann, merkwürdige kleine schocks, als wäre man belledejour. [nicht, dass ich nicht gerne belledejour wäre, obwohl, es wär ein wenig anstrengend]
karl-markus gauß: die hundeesser von svinia.
einer schaut sich an, wie die roma in der slowakei, eu-erweiterungszone, leben. es sind dann aber, kommt er bald drauf, nicht roma, sondern roma, ciganes und degesi, jeder menschenhaufen schafft sich ja gleich weitere menschenhaufen vom hals, mit denen er nicht redet, die er nicht riechen kann, und sowieso können sie auch immer gleich erklären, wieso.
die degesi also, einen halben kilometer vor der stadt und am ende der welt.
Im Juli 1998 war die Mala Svinka vernichtend auch durch Svinia gezogen. [...] In jener Nacht war über die ganze Siedlung ein zäher Brei aus Lehm, Geröll, ausgerissenem Gesträuch gekommen; einzig die alten Steinhäuser, die noch aus der realsozialistischen Ära stammten, überstanden die Flut. Die Holzhütten und Lehmbaracken wurden zerstört. Das Erstaunliche, nein Erschreckende aber war, daß die Leute wie ohne Gedächtnis für ihre eigene Siedlung waren. Vier Wochen, nachdem die Mala Svinka ihren Ort verwüstet hatte und sich die Mitarbeiter des Svinia Projects daran machen wollten, den Ort neu aufzubauen, konnten seine Bewohner nicht mehr sagen, wo sie ihre Hütte gehabt hatten und wer ihre Nachbarn gewesen waren. Es brauchte Wochen, sie mittels Bilder, Zeichnungen, konstruierter Modelle daran zu erinnern, wie ihr Ort ausgesehen hatte und welches ihr Platz in ihm gewesen war. 'Sie haben alles vergessen, sogar sich selbst', sagte Martina.[...]
Irgendwann vor vielleicht fünfzig Jahren ist das Roma-Dorf von Svinia von der Welt vergessen worden. Wer immer Kraft hatte, aus der Apathie auszubrechen, die sich über die Siedlung legte, war verschwunden, Leute mit besonderen Fähigkeiten im Handwerk, im Musizieren, Leute, die irgendwo Verwandte hatten, bei denen sie Station machen konnten; die zurückblieben, versanken in eine Art von Schlaf, und ihr Ort rutschte immer weiter aus der Zeit, die den Ort umgab, aus der Zeit, in der die Welt verging und dabei die Welt veränderte. Die Zeit von Svinia, schrieb Musinka, war irgendwann stehengeblieben, und als der Ort in den neunziger Jahren wieder entdeckt wurde, stellten die ersten Besucher, stellten David Scheffel, Sasa Musinka, die Studenten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen erstaunt fest, daß die roma nicht nur in einer anderen Zeit zu leben schienen, sondern gewissermaßen jenseits von ihr, ja daß sie keinerlei Zeitempfinden, das dem unseren ähnlich war, hatten. Was vorgestern und was voriges Jahr geschehen war, das schien ihnen nahezu gleich weit entfernt zu sein, und sie konnten auch von wichtigen Angelegenheiten, Geburten, Hochzeiten, Todesfällen, nicht sagen, in welchem Jahr sie sich zugetragen hatten. Das letzte Ereignis, das sie mit dem Ort Svinia und deren Bewohnen teilten, war ein Fußballspiel gewesen, die jungen Roma hatten gegen den Club von Svinia gespielt, und das war erst vor kurzem gewesen, vielleicht vor fünf oder vor fünfzehn Jahren, und es hatte in der zweiten Halbzeit geregnet."
leise stimmen im radio, kaum zu hören, ein weiches schwappen, ein gelände aus zischlauten, aus dem worte sich ablösen, fingerkuppen, konsonanten und vokale in kontexte gekrümmt. der sinn ist eine spange. unter spannung.
wie ein sehr leises flüstern, das sagt: hältst du das bitte mal. dann springt schon die feder, schlanke finger, die sich öffnen, weggesprungen, sich ansehen, bevor ich hätte lächeln können, sagen: ach, es ist schon vorbei, aber das macht nichts. ja, es ist weggesprungen.
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