würde ich gerne daran erinnern, dass die rotgrüne friedensregierung es gewesen ist, die einen regimewechsel in belgrad forderte, die demokratisierung der region anstrebte und das geschundene volk von einem blutrünstigen und gefährlichen diktaor befreien wollte.
rtl mit seinen heavy rotation-zirkeln (hannawald küblböck schuhmacher) erinnert mich gespenstisch an meine besuche von veranstaltungen des kommunistischen bundes österreichs ende der 70er jahre: damals haben sie auch jeden scheiss, am liebsten die formel "gegen revisionismus, imperalismus und sozialimperialismus", ungefähr vierhundertmal in der stunde wiederholt. die praxis hatte immerhin den vorteil, dass sie die fighter (landdeppen, die im stahlwerk anheuerten, um arbeiter anzuagitieren, die auch gegen die russentschechen und auch für kurze haare waren) unbarmherzig von den kleinbürgern (stadtdeppen wie mich, rumsaufen, rumkiffen, rumficken und individuell sein, hihi) schied. jetzt fackeln die kleinbürger duftkerzen ab und hören sich alicia keys an. fortschritt eben.
heute am tropenmedizinischen institut kurz die anwandlung, mir gleich alle 24 angebotenen impfungen auf einmal verabreichen zu lassen.
oliver kahn, der sich darüber beklagt, "wie mörder oder vergewaltiger" behandelt zu werden - und doch nur einer ist, der gesahnert und gekohlruscht wird.
weg.
motorhorst ist ein schöner name. für ein weblog oder sonstwas.
was mir bisher noch fehlt in diesem krieg, ist der fernsehbeitrag, in dem kinder mit buntstiften irgendwelche flugzeuge malen, die irgendwelche häuser in klump schießen, und links oben guckt die sonne traurig.
eine erfahrung, von der ich noch nicht weiß, ob und wie sie mich verändern wird, war es, parallel "black hawk down" und "the hours" gelesen zu haben. man weiß anschließend nicht so recht, wovor man mehr erschaudern soll - vor dem männlichen oder dem weiblichen seelenleben.
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