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Aufruf: Derrida lesen Wie lesen Sie – wie halten Sie das Gelesene fest? Beteiligen Sie sich an einem Experiment und lesen bzw. exzerpieren Sie für „Romblog“
Die Texte von Jacques Derrida gelten als besonders schwer lesbar. Uns interessiert, wie Sie sich unter Zuhilfenahme verschiedenster Medien Ihre persönliche Lesbarkeit schaffen.
Beteiligen Sie sich an unserer Aktion und exzerpieren Sie für „Romblog“ den Beginn eines Textes von Derrida über den französischen Dichter Francis Ponge namens „Signéponge“.
Den Text finden Sie hier:
- Scan der französischen Ausgabe
- Text der französischen Ausgabe
- Text der englischen Übersetzung
Sie können und, je nach Art des verwendeten Mediums Ihre Exzerpte per Mail als Textdateien (in allen gängigen Formaten), als Scans oder handschriftliche Exzerpte per Post schicken.
ökonomie des abfalls, theologie des abfalls, weblogs als beichtstuhl-supplemente & mehr.
Ole Frahm/Friedrich Tietjen Radio b richt
Am anfang war das rauschen, das niemand hörte. Die geschichte des radio, das ist bekannt, ist die geschichte von militär und industrie - es ist aber auch die geschichte der luft. Ihr wurde durch das radio eine neue bedeutung zugesprochen. Die luft wurde zur atmosphäre, ihre unsichtbarkeit rauschend hörbar. das blau des himmels ist elektromagnetisch.
Vom radio könnte mythisch so berichtet werden: Sir Francis Drake, chefingenieur des britischen Post Office, und die versicherung Golden Hind haben interesse an einer möglichkeit, informationen der über die meere kreuzenden britischen schiffe zu erhalten. Nach kaum erfolgreichen eigenen versuchen führt ihnen 1896 (das entstehungsjahr von comic und film) den verkrachten studenten Fillipo Marinetti zu, 1901 wird an der küste Cornwalls der erste grosse langwellensender installiert, 1906 gelingt es Reginald A. Fesselnden aus Massachussetts, nicht bloss morsezeichen, sondern klang, laut und geräusch auszustrahlen, 1908 betreiben ein paar gelangweilte funker auf der U.S.S.Columbus zum missvergnügen ihrer vorgesetzten und zur freude ihrer ebenso gelangweilten kollegen anderer schiffe für einige tage den ersten piratensender mit musik, 1909 eröffnet Joseph Herrolds in San Jose, Kalifornien, den ersten radiosender mit regelmässigem programm (musik und nachrichten), im 1. Weltkrieg wird die funktechnik von vaterländischen helden weiterentwickelt und eingesetzt, den jeweiligen gegner zu amüsieren, auszukundschaften und zu täuschen, 1917 schicken russische sender Leo Trotzkis "worte wie blitze" - -"AN ALLE" - in die welt, 1922 verkauft der lokale sender WEAF in New York zum ersten mal sendezeit an werbeleute und 1923 nimmt in berlin das erste rundfunkhaus im deutschsprachigen raum seinen sendebetrieb auf.
Eine einheitliche zeit allen verbindlich an verschiedenen orten simultan anzusagen, ist die folgenreichste möglichkeit des radioapparats; keine sendeanstalt versäumt es, ihre hörerinnen und hörer regelmässig darüber aufzuklären, wie spät es schon ist.
Frei war das radio im anfang nur im rauschen, das niemand hörte.
Vergleichbar einigen versuchen der zwanziger jahre, einfach ein mikrophon auf eine strasse zu stellen und direkt über den äther zu übertragen, wurde bei Alice das scheinbar nebensächliche, das noch unbedeutende, das alltägliche hörbar und konnte damit als aufruhr bestimmt werden. Die ereignisse hatten damit einen anderen status als diskontinuierliche und je zu produzierende. Echtzeit als produktion einer einheit wurde für deren zersetzung genutzt. Radio Alice stellt sich so als modell globalen radio dar, insofern es nicht einfühlung, sondern veränderung forderte und ereignisse nicht linearisierte, sondern deterritorialisierte.
Die erde muss Bologna 1976 werden.
Am 9. Februar nimmt Radio Alice dann den regulären Betrieb auf. [...]
Am Morgen des ersten Tages wünscht eine sanfte Frauenstimme - mit indischer Musik Im Hintergrund - den Hörern einen guten Morgen und fordert sie auf, im Bett zu bleiben:
"Eine Einladung an euch, heute morgen nicht auzustehen, mit jemandem im Bett zu bleiben, euch Musikinstrumente zu bauen und Kriegsmaschienen."*** TRANSMETTERE È DIVERTENTE - Senden ist ein Vergnügen ***
LA SARABANDA
Nel settembre 1977, in occasione del convegno internazionale sulla repressione svoltosi a Bologna, fu distribuita una coppia di cassette audio sotto il titolo "Sarabanda". Le cassette contenevano vari momenti di creatività sonora del movimento raccolti e montati a cura di Radio Alice.
Nella prima cassetta di "Sarabanda" si mescolavano musiche, poesie e canzoni originali come la surreale "Ugo Bastianini" e la dirompente "Mamma dammi la Benza" del Centro d'Urlo Metropolitano, poi Gaz Nevada, pionieri del movimento rock bolognese. Nella seconda cassetta le ultime voci di Radio Alice e ancora voci e slogan dei cortei del movimento bolognese e le musiche della banda che spesso li accompagnava, "Sarabanda" per l'appunto.
SPRINGINKAL Untertitel: Zentralorgan der herumstreunenden Linken Ort: Wien Land: Österreich Erscheinungszeitraum: Jg.1 (1976) - Jg.2 (1977), 4 Nrn. Erscheinungsverlauf: Jg.1 (1976), Nr.1 - 3 (Jul.) Jg.2 (1977), Nr.4 Preis: 6,- ÖS Format: DIN A4 Standort: DadA Berlin: 4.1977 Quellen: Autopsie: Nr.3-4 Publikationsform: Zeitschrift Libertärer Bezug: Spontibewegung; anarchistische Tendenzen Bearbeitungsstand: 14.07.2001
bono klaus niedecken scorpionsmeine christian ströbele werner erdel schulze dieter dehm sabine christiansen gianna nannini boris becker birgit lahann bruno bruni bruno banani siegmar gabriel roger willemsen katja epstein michael jürgs günter grass eckhart nickel jette joop
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