Mittwoch, 14. Juli 2004
Das Ordnungssystem des Moleskine-info books, das ich noch in Wien gekauft habe: "A tabbed indexed and ruled book with 'Facilities', 'Sights', 'People', 'Food', 'Bed'."




im bus wieder mid-eighties-parkcafé-nostalgien. verstehst du aber nicht, wenn du nicht ich bist.





"Wenn du kein Popstar bist, bleibst du das Arschloch." [Kalle Weber, Kin Ping Meh]





Dienstag, 13. Juli 2004

a.p.c. für berlin-mitte, cheddar lite für esther, breakdown für mich, ah, warm leatherette!





Montag, 12. Juli 2004

das österreichische nachrichtenmagazin profil, ein ehrenwertes blatt meistens, veröffentlicht in dieser woche einen artikel (nicht online) über einen skandal im st.pöltener priesterseminar [hier die dazugehörige ankündigung des profil, hier ein verweis auf den profil-artikel auf der nachrichten-site des orf, vor eineinhalb stunden hat auch das zdf in seiner nachrichtensendung darüber berichtet]. worum es bei diesem skandal ursprünglich einmal ging: auf einem der computer des seminars wurden kinderpno-bilder entdeckt; diesbezüglich ermittelt die polizei. irgendwann aber gruben die graber tiefer und wurden fündig: in einer nachrichtensendung des orf trat, anonym gepixelt und mit verfremdeter stimme, ein "informant" auf, der der öffentlichkeit mitteilte, es hätte im seminar auch homosexuelle aktivitäten gegeben, einige fotos, die diese auskunft belegen sollen, hat das profil nun veröffentlicht: ein mann küsst einen mann, ein mann hat seine hand, wo er sie wohl nicht haben soll (bei godany gibt es davon einen thumbnail-scan). irgendwann einmal, bilde ich mir ein, haben sie im "profil" noch genau zu sein vermocht. irgendwann, bilde ich mir ein, haben sie noch gewusst, dass ein unterschied ist zwischen einem kinderpno-verdacht und ein paar aus dem privaten abhanden gekommenen, also geklauten fotos von ein paar privaten szenen zwischen einverständigen erwachsenen, die keinen journalisten etwas angehen und die abzudrucken ein schäbiges denunziantentum ist und keine wahrheitsfindung. und irgendwann, bilde ich mir ein, haben sie noch gewusst, dass das auch gilt, wenn sich das alles in der katholischen kirche abspielt, in der es eben entsetzliche homosexuellenhasser wie den unseligen bischof krenn gibt, und dass man letzterem eben nicht damit in die lebenslügen platzen darf, indem man ein paar männer vorführt, die etwas tun, woran nicht das geringste auszusetzen ist, auch wenn die katholische kirche etwas daran auszusetzen hat, und wären diese männer selber noch so große schisser und lebenslüger und geheimnistuer (was wiederum verständlich wird, denn wie sollte man die eigenen geheimnisse nicht bewahren wollen, wenn man mit ihnen doch dem profil leicht in die hände fallen kann). irgendwann einmal, bilde ich mir ein, haben sie das noch gewusst. aber das muss länger her sein.





ich schätze volker radke sehr, wollte ich kurz mal durchgeben; man könnte es, in diesem zusammenhang, auch anders sagen, ich hoffe, man versteht das schon so.





BILDblog. Notizen über eine große deutsche Boulevardzeitung [via Dienstraum, recht schönen Dank.]





Sonntag, 11. Juli 2004

Elenco von Aloysio de Oliveira: Die Schallplattenfirma, bei der in den frühen 60ern die ersten Bossa Nova-Platten erschienen. Werden jetzt wieder veröffentlicht, ganz großartige Alben. Hier hat jemand die Cover gesammelt, meistens minimalistisch, immer toll.





Nouvelle Vague von Nouvelle Vague. CD, die dich ein wenig einknicken lässt, in den Knien. Französische & brasilianische Sängerinnen, heruntergedimmte Stimmen, 'round midnight-Stimmen, singen das New Wave-Repertoire aus den 70ern: Liebe wird uns auseinanderreißen, zu betrunken fürs Ficken, die Knarren von Brixton. Die Arrangements sind Neo-Bossa-Nova. Als hätten die Lieder eine Melancholie-Schutzimpfung bekommen. Jetzt funktionieren sie besser, als sie damals funktioniert haben, sogar die blöden Depeche Mode.

Hier zwei Artikel: Les Inrockuptibles [französisch] Regen magazine [englisch]





Samstag, 10. Juli 2004

die unbenutzten todesursachen





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