die ganzen typen, die jetzt ulle dissen, dürfen meinetwegen gerne fünfmal hintereinander den col de la madeleine hochfahren.






ich schwanke da noch: einerseits ist ein 6. platz in der gesamtwertung ja auch nicht wirklich schlecht, andererseits habe ich das pr gedröhne der letzten monate immer noch im ohr, das jan ullrich als einzigen konkurrenten für lance armstrong hinstellte. ulle dissen ist aber wirklich hart, t mobile sportdirektor in die pfanne hauen wär vleicht angebrachter


mit bianchi wär/war das anders.


fahrradthese: mit bjaerne riis wär es nicht so gelaufen


lance hat die besseren bzw. teureren ärzte.


das kann ich nich beurteilen von hier aus. aber ich seh ein besseres team und eine bessere taktik, die (lance, team + taktik) mich bisweilen an miguel indurain erinnern. greg lemond war anders


am 2004.07.20, 10:42 antwortete roland:

obwohl ich jetzt nicht gerade ein ulrichfan bin, mir gefiel eine interviewäußerung, die dafür steht, was ihm gerade wegen mangelnder vorbereitung vorgehalten wird, er sei nämlich, so ullrich, kein vom sport besessener oder getriebener, der sich tag für tag masochistisch quälen wolle. bei ihm liefe es eben nur, wenn er möglichst ohne inneren druck fahre. sonntagsfahrer in jeder hinsicht eben. wenn ich an so verbissene spacken wie kahn denke, ist mir jedenfalls ein solch "verschleudertes talent" deutlich sympathischer

[edit: von mir verhoben, wegen trollentfernung]


ah, ich muss noch lernen, meine antworten nicht an z ranzuhängen :)


mein problem damit ist: der mann war ja jedesmal, wenn er nicht krank oder verletzt war, zweiter. zweiter bei der tdf. um zweiter bei der tdf zu sein (oder sechster oder achter oder zehnter) musst du auch innerhalb dieses irren radfahrer-stammes verdammt gut sein und dich verdammt angestrengt haben. und anders als bei fußball-vizeweltmeisterschaften hat das nie etwas mit losglück usw. zu tun. vielleicht mit dem pech, dass es einen anderen gibt, der auf zweitausendnochwas kilometern ein paar minuten schneller ist. so mies, so einem schokolade vorzuhalten oder trainingsrückstände zu belauern oder so was. haben sie bei raymond poulidor vermutlich nie gemacht.


der poulidor-ullrich-vergleich soll ja naheliegen, hört man, aber, was bei all den vorangegangenen tourauftritten ullrichs hinzukommt ist, dass er dort mehr oder weniger einfach in den sattel gestiegen ist und das ding durchgezogen hat. dass aber jetzt auch er selbst den lauten im sog. vorfeld machte, da fällt es schwer, ruhig zu bleiben

edit:
ich glaub, ich hab's jetzt: ich werf dem jan ullrich weder 3 fünf oder mehr minuten rückstand vor. aufgabe? mir doch egal. was ich ihm vorwerfen würde, das wäre, dass es bei den beiden bergetappen bisher so aussah, dass weder er, noch sein team auf irgendeine aktion von armstrong vorbereitet waren


praschl: das war natürlich recht lax von mir formuliert, klar.


roland: war schon okay so, galt nicht dir, bloß beispielsweise den bild-ulrich-gehirn-diagrammzeichnern


Zu Madeleines pflege ich ein bedeutend schlichteres Verhältnis: Ich esse sie einfach auf.


etwas off-topic, aber interessant: greg lemond ist sich ziemlich sicher, dass armstrong gedopt ist (interview in le monde). wobei es scheint, dass er mit armstrong noch eine rechnung zu begleichen hat.


das sagen viele, beweise hat noch keiner vorgelegt, es gilt die unschuldsvermutung.


Ohne jetzt irgendeinen Fahrer persönlich anzugreifen. Das Wort "Unschuldsvermutung" im Zusammenhang mit Doping im Radsport hat mich zum Lächeln gebracht. Es gibt wohl keine Sportart, die besser für Doping geeignet wäre als der Radsport. Daher hat die unerlaubte Leistungssteigerung im Radsport eine sehr lange Tradition und die Stories darüber sind Legende.

An sich ist Armstrong eine tragische Figur. Als Franzose, Italiener oder Belgier wäre dort sowas wie Gott, nach seinen Toursiegen. In den USA interessiert sich niemand für den Radsport und erst recht nicht für Rennen in Europa.


grad die attacke von jan

alles okay


ulle haben wir schon gedisst bevor er seine bisher einzige tour gewann. nicht weil er ein schlechter oder wenig konstanter fahrer ist oder war, sondern wegen der menschlichen seite. er ist und bleibt ein unsympath, auch wenn er 5 mal am stueck den col de la madelaine hochfaehrt.


bin mit ullrich eines winterabends in sölden ein bisschen ins gespräch gekommen.
absolut kein unsympath, meiner meinung nach.


Ist wie bei Michael Stich

interessiert die meisten nicht. Ein negatives Image wird man im Sport nicht so schnell los (wenn überhaupt). Andersrum Boris Becker. Der durfte zum Schluss Kreisklassenniveau spielen und Teppichluder bügeln und war trotzdem everybodys Darling.


Halt stopp! Nix gegen Boris Becker!

Bis jetzt immer noch der einzigste Spieler der ganzen Welt, der verheiratet mit Kind Top 10 war.


Äh

und Agassi?


top 10?

nach der alten zählung? sicher? egal, war ja steffi graf mit beteiligt dran dann


Während

Boris sich selbst geklont hat, oder wie?

(Nach neuer Zählung war A.A. als verheirater Vater unter den Top 10, nach alter weiß ich nicht, aber er hat ja immer mal wieder einen Großen Schlamm gewonnen, da sollte top 10 auch nach alter Rechnung drin gewesen sein.)


na gut

dann war boris erster top 10 tennis familienvater und michael stich erster deutscher wimbledonsieger mit abitur


und der erste

Wimbledonsieger-Adoptivvater