Was ist denn an ein paar nackten Brüsten hier und da so Verwerfliches? Stößt sich etwa jemand an selbstzweckhaften Autoverfolgungsjagden? Und Explosionen - schaden die vielleicht einem?
Wer sich etwa einen Polizeifilm anschaut und dabei Rilke erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Aber...kann man derartigen Enttäuschungen nicht vorbeugen, indem man seine Erwartungshaltung etwas modifiziert? Aber ja doch!
Sehr lustig: Christian Kessler, Von Mäusen und Muschis. Einige Höhepunkte des italienischen Sleaze-Films. Auch nicht uninteressant: Die Eier des Kolumbus. Jetzt bräuchte man nur noch einen gutsortierten Lieferanten.
Ich beginne gerade, mich mit der jährlichen grand tour zu beschäftigen, diesmal im September. Die Idee ist, vier Wochen im Auto, eher über die Dörfer, eher im Zickzack. Bereits fest steht der Garten von Derek Jarman. Danach, so unsere Idee: französische Atlantikküste und Loire-Gegend, dann runter in die Schweiz, wegen der unerklärlichen Schweiz-Sehnsucht, die sich in den letzten Monaten ergeben hat. Irgendwelche Ideen, was man gesehen haben sollte, wo man geschlafen, gebadet, gegessen, getanzt, getrunken und gestaunt haben könnte, irgendwelche Orte, an denen man nicht vorbeifahren sollte, irgendwelche Menschen, die man kennengelernt haben dürfte? Zweckdienliche Hinweise sorgen für Dankbarkeit. Weblogs lösen Probleme.
Tabletten, Tabletten, überall lese ich dieses bemerkenswert böse Wort.
was das sein könnte, die Kommerzialisierung von Weblogs. Bezahltes Hosting, Werbebanner, bezahlter Content, Micro-Payment, angeschlossen sein an "kommerzielle" Medien, mag alles sein. Ich vermute ja, dass die Sache, von der Marcus spricht, einfach damit zu tun hat, dass der Name "Weblog" nicht mehr so eindeutig gebraucht werden kann wie in der Pionier-Phase. Je länger es Weblogs gibt, desto vielfältiger und unübersichtlicher die Verhältnisse von Haltung, Inhalte, Technologie, Publikationsform, Sprechweise, Stil, Absicht, Genre-Definition usw. Vor zwei Jahren noch, scheint mir, hatten fast alle Weblogs vergleichbare Haltungen (radikal demokratisch, open source, ein bißchen nerdistisch, civil rights, strikte Unkommerzialität). Jetzt differenziert sich das halt alles aus, und je mehr Weblogs es gibt, desto mehr schlimme, banale, unerhebliche gibt es auch. Dasselbe wie mit Büchern, Musik, Filmen. Vermutlich sind wir noch in dieser Zwischenphase: Weblogs sind nicht mehr das heiße neue Ding, aber auch noch nicht so durchgesetzt, dass man sie als Selbstverständlichkeit empfindet. Über Bücher zum Beispiel sagt niemand: Schon kommerzialisiert, nicht mehr hip, Karawane zieht weiter, nächste Oase lockt schon. In 2 Jahren wird es auch niemand mehr über Weblogs sagen, denke ich. Dann wird man, denke ich, nur noch darüber reden, ob bestimmte Weblogs gut sind oder schlecht.
Wer dieses Weblog subskribiert hat, sehe ich mir nur sehr selten an. Heute wieder. Es sind 78. Das hat mich dann doch einigermaßen erschrocken. Was könnten sie alle von mir wollen? Wie oft enttäusche ich sie? Jetzt beginne ich sie zu spüren, die performance anxiety. (Nein, das war nicht Fischen nach Komplimenten....).
willkommen bei Adobe GoLive 5, ungefähr 7550 untitled page
Einmal die FPÖ erwähnt, schon Nummer 1 bei Tyrannei besatzung österreich. Also, um das mal klarzustellen: Für meine Leute war sie eine Erlösung.
Stadtschlösser neu aufbauen. Vertriebenendenkmäler aufbauen. Der Schaß ist furchtbar noch.
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