Sonntag, 28. Juli 2002

In Deutschland eher untergegangen: Der Mann, der locker im Ton, aber knallhart in der Sache ist, hat übrigens nicht nur einen Haufen Geld für Napster verbrannt, sondern auch 3! Milliarden! Dollar für den Kauf des Plattenlabels Zomba.





Ich bin der Typ, der sich mitten im Endlich-Hochsommer drei Stunden lang die letzte Tour de France Etappe reinzieht, obwohl er sich für Radrennfahrer nicht im geringsten interessiert, bloß weil er sich nicht sattsehen kann an der Rue de Rivoli &tc.





Wieder mal in der Zeitung gewesen. Derselbe banale Kram wie immer. Dass man in Weblogs sein eigener Chefredakteur (oder, weil´s diesmal die Schweiz ist: Chefredaktor) sei. Und dass man mit Weblogs kein Geld verdienen kann.

Weiß auch nicht, warum mich das immer noch so verzagt macht: diese Sorte Psyche, falls man das denn so nennen will, die sich gar nicht vorstellen kann, dass man etwas nicht für Geld und nicht für Macht tut; diese Sorte Wahrnehmung, falls man das denn so nennen kann, die jede Sekunde affiziert ist von Geldmachtgeldmachtgeld. Keine Lücke mehr. Kein Gedanke mehr, der nicht unter dem Kalkül der Verwertung steht. So wie es keinen Quadratmillimeter auf dieser Welt geht, auf dem keine Staatsangehörigkeit klebt. Als ob man Chefredaktor sein wollte. Als ob man Geld haben wollte. Armes Mädchen, die das geschrieben hat.





Moritz Hunzinger dokumentiert die Aufmunterungen von, man nennt es wohl: Geschäftsfreunden. Am schönsten ist der Durchhalteappell von Roland Tichy, der etwas über Herrn Hunzingers Genitalbereich zu wissen scheint:

Hochverehrtester,

zurück von einigen Stoßtrupp-Aktionen der schreibenden Gebirgsjäger in ferne Täler und auf umkämpfte Bergübergänge lese ich im Basislager wieder Zeitung.

Halten Sie die Ohren steif. Die wollen Ihre Eier. Aber das wissen Sie ja.

Viele Grüße Roland Tichy

[via der gut unterrichteten Kreise aus dem Umfeld von etter det vi erfarer]





Nie einer werden, dem man nachsagen kann, er wäre "locker im Ton, aber knallhart in der Sache"





Freitag, 26. Juli 2002

Aus besonderem Anlass, aber auch ohne gesonderten Anlass: Die Antville-Macher rocken. Und wie.





Donnerstag, 25. Juli 2002

Das auf unabsehbare Zeit aktuelle Stadium ("das höchste"? "niederste"? "niedrigste"? "niederträchtigste"?) Stadium des Kapitalismus: fordistischer Oblomowismus.









Als er endlich auf seinem Posten in Capel anlangte, mußte er sich selber ins Gebet nehmen, damit er gegen die Leute, mit denen er künftig zu verkehren hatte, das schickliche Maß an kühler Nüchternheit aufbrachte.





... Ärger, Mühe, Scheltworte und ein verlorenes Pferd.





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