Männer, die so aussehen, als hätten sie zuviel Geld und würden trotzdem nicht geliebt, sitzen in der Skalitzer Straße in Restaurats und machen laut und peinlich Frauen auf die Tour "Kann ich dich zum Essen einladen " an. In der Bergmannstraße fährt ein Typ mit Fahrrad rum und sagt Frauen, die grade Schuhe kaufen wollen, das es im container auch welche gibt. Er ist fett, über vierzig Jahre alt und ähnelt dem jungen Franz Josef Strauß.
Macht euch alle mal einen Kopf! Zieht die Konsequenzen! Patriachat zerschlagen (auch im Sommer)! Für den Kommunismus!
und die andere seite ist auch nicht besser: im modegeschäft gibt sich eine verkäuferIn bösartig und herablassend einem höflichen männlichen kunden gegenüber, der eine frage stellt im dance-club 3000 macht sich eine ältere verschwitzt und angetrunken wirkende frau auf widerlich sexistische weise an einen friedlichen mann heran und schert sich nicht um sein offensichtliches desinteresse eine andre hat sich in jamaika einen mann gekauft, und redet am telefon über ihn: er sei so sanft, und authentisch eine gruppe von frauen mit gesichtern, in denen sich engstirnigkeit mit enttäuschung und selbstgerechtigkeit gepaart haben, steht vor einer esoterik-buchhandlung, die neuerworbenen weissheitsschätze in papiertüten haltend, und redet laut hörbar und abfällig über einen jungen emigranten in ihrer nähe, der, sexy gekleidet, versucht, spielerisch kontakt mit einer anderen gruppe junger hübscher frauen aufzunehmen, von denen einige auch nicht abgeneigt scheinen am hafen lungert lange ein junge herum, stumm, die augen voller liebeskummer: die, die er wollte, will lieber beneidetes anhängsel des angebers sein, den alle mädchen süss finden. irgendwann geht er weg
Auch habe keinen triftigen Grund für meinen Aufenthalt.
manche freilich müssen drunten bleiben manche freilich unten müssen leiden manche unten freilich müssen bleiben manche unten müssen freilich bleiben
manche freilich müssen drunter leiden manche freilich unten müssen sterben manche unten freilich müssen leiden manche unten müssen freilich leiden
manche freilich müssen drüber sterben manche freilich unten müssen bleiben manche unten freilich müssen sterben manche unten müssen freilich sterben
Wenn Weblogs Journalismus wären: Wozu wären sie dann noch gut?
Kapitulier vorm Kapital. Bloß kein Sentiment. [uns herbert]
Es war Liebe auf den ersten Blick, von Dolce & Gabbana zermürbt.
Von einer tödlichen Bedrohung Zur echten Leidenschaft.
Die Angst vor Püriermaschine, Der Gemüseabteilung im KaDeWe Und Prosecco-Essig hat sich gelegt.
Die Sigmar-Polke-Grafik Zeigt die Besucherschlangen Vor der Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" von 1937.
Sie lehnt an der Wand, Ich weigere mich, sie aufzuhängen - Das letzte Ritual eines Ex-Nomaden.
Nie bin ich irgendwo So sehr angekommen.
[AD, 5/2002, p. 210]
und dann das hier, und die, ach ja:die menschen, gleich wieder keine verwechslungsgefahr mehr
Worüber die Leute lachen, ist doch eigentlich egal. Die Hauptsache ist, daß sie überhaupt lachen.
Manchmal lachen die Leute an Stellen, bei denen mir gar nicht lächerlich zumute war.
In einem Film mußte ich stundenlang in einem sehr defekten Strolchkostüm bei großer Kälte und bei hohem Schnee an der Litfaßsäule herumlaufen. Darüber lachen dann die Leute, während ich geflucht und geschimpft habe. Das sieht man ja auf dem Film nicht; aber wenn man's sehen könnte, würden die Leute noch mehr darüber lachen.
Worüber lachen die Leute? Karlchen, in: Film-Kurier, Nr. 21, 29.6.1919
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