Marx und Freud. Die Freie Assoziation Freier Menschen. Wir sind natürlich unfrei, aber in Weblogs können und dürfen wir frei assoziieren.
Ein Kommentar von Parker Lewis bei Erratika
Jürgen02 korrigiert sich: "Re: Re: Korrektur: Tod von Möllemann...nicht Tod von Friedmann...sorry"
Außerdem: Re: Friedmann stand bei "Antisemitismusvorwurf" ev. unter DROGEN Wie ich den Vorwurf von Friedmann gegen Möllemann hörte, dachte ich gleich, daß Friedmann unter drogen steht oder besoffen ist. Durch Drogenkonsum verändert sich auf jeden Fall die Wahrnehmung und die Hemmschwelle sinkt ganz enorm, was auch beim Studium von Alkoholikern zu beobachten ist.
Willkommen, Zuckerschnute!
Hamburg Altona, 14.6.2003.
Ein String, ein Euro. Hamburg Altona, 14.6.2003. Historische Erinnerung: Britisches Museum, Lesesaal, ein bärtiger Mann mit Rückenschmerzen studiert die Effekte der Überproduktion.
Uschi Glas im Bikini. Ob man solche Fotos machen darf. Ob eine Frau in ihrem Alter solche Fotos machen darf. Ob eine Frau in ihrem Alter solche Fotos besser lassen soll. Was eine Frau in ihrem Alter machen darf und was sie besser lassen soll. Ob bei einer Frau in ihrem Alter solche Fotos degoutant, schlecht beraten, masochistisch, ein Dokument der Kränkung, ein Zeichen von Muts sind. Dass sie als Frau in ihrem Alter stolz sein kann auf ihre Figur. Dass eine Frau in ihrem Alter mit einer solchen Figur besser ist als eine jüngere Frau mit keiner solchen Figur. Dass die Leute, die die Fotos einer Frau dieses Alters mit einer solchen Figur für peinlich erklären, Spießer sind, weil sie denken, dass sich eine Frau ab einem bestimmten Alter etwas nicht mehr erlauben darf, was einer jüngeren Frau ganz selbstverständlich gestattet ist. Dass eine Frau in ihrem Alter, wenn sie sich schon im Bikini fotografieren lässt, wenigstens anders geschminkt werden muss.
Dass es für eine Frau kein Alter gibt, in dem sie sich nicht die Frage stellen lassen muss, was eine Frau darf und was nicht, ob ihre Figur geht oder nicht, dass es bei einer Frau immer nur darum geht, dass sie eine Frau ist, von Blicken umzingelt, erst einmal beurteilt werden muss.
Man könnte die Frage, wie tief der Sumpf ist, zur Abwechslung ja auch ernst nehmen und sich seinerseits die Frage stellen, ob es mittlerweile eine interne Untersuchung darüber gibt, wer unter den Sumpfermittlern es denn gewesen ist, der, ehe die szenetypischen Verpackungen samt den Anhaftungen auch nur im Labor gewesen sind, schon an die journalistischen Ermittlungskomplicen durchgegeben hat, dass ein Anfangsverdacht besteht und zu ihm der Umstand führte, dass der Anfangsverdächtigte sich telefonisch Prostituierte kommen habe lassen; wie gesagt, schon ehe irgendetwas kriminaltechnisch analysiert worden war. Und man könnte sich seinerseits auch die Frage stellen, ob einer, der schon mal die Rufschädigung eines Menschen besorgt, bevor die Hypothese, die man über ihn hat, geprüft wird, zum viel schlimmeren Sumpf gehört als jener, den man (und man möchte nicht so genau nachfragen, wieso, weil man sich dabei gleich noch dunklere Gedanken zuzieht als man ohnehin schon hat) auf die Eins überm Knick zum Abschießen freigibt.
Man stellt sich solche Fragen dann doch nicht. Weil man, um sie sich stellen zu können, naiver sein müsste als man ist. Aber man könnte.
Man möchte ihn sich nicht vorstellen, den Mann, der Oldie Radio 95 wissen lässt, dass seine beiden Katzen am kommenden Dienstag ihren zweiten Geburtstag begehen, und sich als Geburtstagsständchen Stand by Your Man wünscht.
Aber man kann es dann doch nicht lassen.
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