Freitag, 22. August 2003

es kein besonders schönes gefühl,

[zuerst der okay-teil]

auf dem zahnarztstuhl zu sitzen, gesagt zu bekommen, dass die entzündung den knochen erreicht hat, aufgebohrt zu werden und ein paar sekunden später den mund voll mit blut und eiter zu haben,

[jetzt der nicht-okay-teil]

während auf dem rathausmarkt vor der zahnarztpraxis ein mindestens hundert mann starkes blasorchester hoch auf dem gelben wagen schmettert.





"She will not wear wool," said Roberta Haze, the show's costume designer and a veteran of "Sex and the City" and "Veronica's Closet." "It has something to do with the way the sheep are treated. Alicia gave me some of the literature explaining it all." Silk is also verboten. "But I don't know the whole story with the silkworms yet," Ms. Haze said.

NYT: Clothing the Vegan Star





über den menschen nachdenken, der für eine neuübersetzung von rouge et noir dieses covermotiv ausgesucht hat





Modell Rapunzel hat mir gestern eine Wohnung weggeschnappt.

Parka Lewis bei Astrid Paprotta





In ihrem eigenen Blut verrecken. Jämmerlich verrecken wie eine abgestochene Sau im Prada-Ensemble.

Mimmys Weblog: Am liebsten zieht sie vom Spiegel.





OJR: Weblog Indexes Help Journalists Track Stories -- and Boost Their Egos. Via jolog.





In a season where sex sells, most designers have gone a bra too far. [...] by rediscovering the discreet charm of the bourgeoisie - all prim pleats, prissy scarves, ladylike blouses and shiny high-heeled pumps. [...] Out came the models, purses swinging, walking with the confidence and breeding of uptown girls. [...] Think Catherine Deneuve in ''Belle de Jour'' for sexuality steaming under a well-bred exterior. From the prints of moist mouths, hearts or upstanding phallic lipsticks, through the whisper-sheer dresses and the tailored ostrich-leather coat flashed over rompers, this was the bourgeoisie laid bare - literally in the case of the trophy headscarf folded neatly over naked chests. [...]

eine schon ältere review von suzy m. ein suzy m. archiv ist hier. das beschämende daran ist natürlich, dass es diese suzy m.-fähigkeit zu lesen, eine wahrnehmung wie "trophy headscarf" etwa, im journalismus, der nicht back of the book ist, sondern etwa die gesundheitsreform oder die agenda 2010 beschreibt, nicht anzutreffen ist. in weblogs allerdings hin und wieder. wenn ich zum beispiel eine zeitschrift gründen dürfte, würde ich als allererstes malorama, mediumflow und wörterberg einkaufen und ihnen das department of reality geben. manchmal bereue ich es, nicht reich geboren zu sein. all das fuck-off money, das man dann hätte. ja, wenn ich reich wäre, stünde das auf meiner business card: big spender of fuck-off money.





"wer hat sich denn nun genau durchgesetzt?" "das kapital."





Donnerstag, 21. August 2003

Normale Menschen erzählen in 70 min ihr Leben. Daraus wird ein Lebenshörspiel. Eine schöne Sache.





Schöner Satz für meinen Lebenslauf: Ich hab eine Eklektikerlehre gemacht.





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