mit hartmut engler und seiner damaligen frau bin ich kurz vor dem erscheinen der vorletzten cd von pur in bietigheim im schiller gesessen, habe den besten espresso macchiato meines lebens getrunken und dem ehepaar engler zehn minuten dabei zugehört, wie es dem kind die notwendigkeit von zahnhygiene beizubringen versuchte, und zwar mit dem immer wiederkehrenden, sehr schwäbisch ausgesprochenen satz wennscht dir die zähne ned ordendlich butzt, dann kommt der baxtor, wobei der baxtor irgendsowas wie ein schwarzer mann gewesen ist, und immer noch, jahre später, rumort dieser satz in endlosschleifen in mir. am nachmittag dann hat engler mir, ohne dass ich ihn dazu aufgefordert hätte, in irgendeinem ludwigshafener büro, kann auch in einem anderen kaff in der gegend gewesen sein, erstens den rock'n'roll-star spielen wollen, er hätte da so sachen erlebt mit frauen auf tourneen, und ist dann deutlich irritiert davon gewesen, dass ich überhaupt nicht wissen wollte, was er denn nun genau mit frauen erlebt haben wollte, und zweitens hat engler mir dann sehr entschieden mitgeteilt, dass alles, was pur je gemacht hätte, darin bestand, genesis und anderen progrockern nachzueifern, die auch in meiner eigenen kindheit zwar nicht eine zentrale, aber immerhin doch auch nicht ganz unwichtige rolle gespielt hatten, woraufhin ich sofort nach meiner rückkehr nach hamburg die zwei, drei stücke von genesis aus der lamb lies down on broadway-periode, die ich noch immer, auf irgendwelchen samplern, besaß, überprüfte und feststellte, dass engler in diesem fall nicht gelogen hatte. was mich dann doch ein wenig amüsierte.
PLAYBOY: You spent 20 years in America, and yet you never owned a home or had a really settled establishment there. Your friends report that you camped impermanently in motels, cabins, furnished apartments and the rented homes of professors away on leave. Did you feel so restless or so alien that the idea of settling down anywhere disturbed you?
NABOKOV: The main reason, the background reason, is, I suppose, that nothing short of a replica of my childhood surroundings would have satisfied me. I would never manage to match my memories correctly - so why trouble with hopeless approximations? Then there are some special considerations: for instance, the question of impetus, the habit of impetus. I propelled myself out of Russia so vigorously, with such indignant force, that I have been rolling on and on ever since. True, I have rolled and lived to become that appetizing thing, a "full professor," but at heart I have always remained a lean "visiting lecturer." The few times I said to myself anywhere: "Now, that's a nice spot for a permanent home," I would immediately hear in my mind the thunder of an avalanche carrying away the hundreds of far places which I would destroy by the very act of settling in one particular nook of the earth. And finally, I don't much care for furniture, for tables and chairs and lamps and rugs and things - perhaps because in my opulent childhood I was taught to regard with amused contempt any too-earnest attachment to material wealth, which is why I felt no regret and no bitterness when the Revolution abolished that wealth.
PLAYBOY interview with Vladimir Nabokov: January, 1964
Der Einzige, der fast an Harry Potters Bekanntheitsgrad herankommt, ist Bundespräsident Johannes Rau: Ihn kennen immerhin 97% der Befragten. (Amazon.de befragte im Rahmen der repräsentativen Online-Studie insgesamt 1.080 Internetnutzer in Deutschland)
eine politische ökonomie der schönheit wäre auch etwas.
One brisk morning last week, a woman on the cusp of youth and middle age, a leather briefcase in hand, was spotted making her way to the Grand Army Plaza subway stop in Park Slope, Brooklyn, wearing a butter-cream suit with a skirt that fell considerably north of her knee.
NYT Fashion > Minis Catch On.
Gegen den uns allen vorausgesetzten Zwang des Geldhaben-Müssens, der Tatsache, dass unsere Reproduktion Abfall der Selbstbewegung des automatischen Subjekts „Kapital“ ist, helfen keine Pillen und kein phantasievolles Happening. Performative Subversionsstrategien, die Verfolgung von Plotstrukturen und auch irgendwelchen Quark reformulierende Diskursanalysen stellen sich spätestens an der Supermarktkasse bzw. beim Sozialamt schlicht als albern heraus. Es ist Unfug, zu analysieren, was die Leute so schwatzen, wenn man nicht wissen will, in welcher Gesellschaft sie leben, wenn man den Blick nicht auf deren synthetisierendes Prinzip richten will, sondern sich lieber in der Beschreibungsebene ein gemütliches Plätzchen dicht neben Foucault sucht. Es ist tränenrührend naiv, sich davon, dass Männer sich wie Frauen und Frauen sich wie Männer anziehen, eine Abschaffung der falschen Gesellschaft zu versprechen. Ich ziehe mir etwas anderes an und nenne das „Gesellschaftskritik“ – das wird nicht funktionieren. Wessen Hauptproblem ist, dass sich Beschreibungen in Diskursen aus Binarität und Hierarchie herauswühlen sollen, der eben betreibt das Geschäft des Idealismus, der hat kein Problem mit dieser Gesellschaft; dessen theoretisches Credo lautet „Seid nett zueinander“. Politische Regulierungen und Disziplinierungsverfahren, die sich per herrschendem Diskurs die repressive Aufrechterhaltung der Geschlechtsidentität zum Ziel gesetzt haben, durch Travestie verwirren zu wollen(15) – sowas lässt sich nur an einer wohlausgestatteten amerikanischen Universität aushecken; in der Elendsökonomie der dritten Welt und auch in den sweatshops an den Rändern der Verwertungsinseln wird man dogmatisch werden müssen.
ettux > Polizeilich Erlaubtes, logisch Unerlaubtes. Oder: Queer ist auch keine Lösung.
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via gawker
von vladimir nabokov. veröffentlicht in 'the problemist' (1969).
die schachprobleme, die er komponiert hat, hält er für so wichtig wie seine gedichte. "problems are the poetry of chess," wird er ein jahr später in "poems and problems" schreiben.
ART : Ca mène à l'hôpital. A quoi ça sert, puisqu'on le remplace par la mécanique qui fait mieux et plus vite.
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