Montag, 6. Oktober 2003

This was social planning, Plimpton style: a last-minute carnival where the interns were included with the luminaries and where a drop-in by the Grateful Dead was only barely notable. When Mr. Plimpton died in his sleep on Sept. 26, at 76, he left behind a considerable legacy — The Paris Review, which plans to continue publishing; dozens of published books; and appearances in numerous films. But to the deep chagrin of the New York literary world and not a few lost, late-night stragglers, Mr. Plimpton took one grand New York institution with him: the effervescent swirl of young and old, of hard-drinking literary lions, starry-eyed editorial assistants and totally random passers-by that was a Plimpton party.

noch einmal george plimpton: nyt >The Five-Decade Book Party and Its Tireless Host





Here then is repetition's double nature: it names both an endlessly predictable recurrence (the relentless crawl to infinity that is the experience of boredom, for example; or the equally unreachable horizon of obsession) and a ceaselessly renewable starting-point (the repetition that results from forgetting: at its most extreme, a neurological catastrophe that plunges the brain-damaged or demented patient into a lifetime of repetition).

Eternal Return Brian Dillon on the philosophy of repetition





Sonntag, 5. Oktober 2003

september: dirk wittenborn, unter wilden. peter glaser, geschichte vom nichts. bernard-henry lévy: wer hat daniel pearl ermordet? flaubert: madame bovary. uwe nettelbeck: mainz wie es singt und lacht. ror wolf: zwei oder drei jahre später. annie saumont: seife aus paris. handke: rund um das große tribunal; untertagblues; adorno: vorlesung über negative dialektik; kluge: die lücke, die der teufel lässt. denis johnson: fiskadoro.





Ich riß mir das T-Shirt vom Leib, presste seine Hand auf eine Brust und sagte genervt: "Nu mach schon, Mann, meine Eltern sind nicht ewig weg"

weblog: belle de jour.





Phase 1 Technik: Aufbau des Equipments / Basics / Beat Matching / Mix Placement / Sound Manipulation / Forming a set Styles

Phase 2 Technik: Bass Patterns / Live Playing / EQ / Remixing /Double Beat Mixing / Phasing Styles

Phase 3 Technik: Sampling / Loops / Key Changes / Reverse Mixing Turntablism: Baby Scratch / Scratches / Drag / Scribble / Chirps /Reverses Styles

Phase 4 Technik: Advanced Beat Matching / Advanced EQ / Advanced Live Playing Turntablism: Beat Juggling / Euro Scratch / Battle Techniques Styles: DJ Portraits / Werdegänge

aus dem curriculum der vestax dj-school





Samstag, 4. Oktober 2003

Niemand weiß zu sagen, wie weit die Gesellschaft von ihrer Verständlichkeit entfernt ist - vielleicht unendlich weit, vielleicht minimal. Diese Entfernung ist gar nicht zu messen, denn es gibt keinen Vorbegriff der verständlichen Gesellschaft. Man weiß nicht zu sagen, ob der Eintritt in ihren Zustand von dem Pathos eines gewaltigen Durchbruchs oder einer kleinen Wendung, einem unauffindbaren Um-die-Ecke angekündigt würde. Mit diesem Nicht-Wissen spielt der Minimalismus: Wenn minimale Veränderungen wiederholt werden, scheinen sie zu wachsen. Sie nehmen an Größe und Bedeutung zu. Der Sinn für Dimensionen gerät ins Schwindeln, ebenso danach die Unterscheidung zwischen Ruhe und Bewegung. Die minimale Bewegung wird zum Indikator der Realität wie ein Beben des Atems. << L. Wilkens /// 23.09.03





Freitag, 3. Oktober 2003

cape town, 1998. zum lunch in einem restaurant am meer, robben island in sichtweite. an einem fenstertisch zwei bullige buren in anzügen, angetrunkene ausgelassenheit, jetzt beim armdrücken. im gerangel kippt ein großes bierglas über den tisch, es tropft auf den boden. sagt der eine von beiden zur schwarzen bedienung, einer älteren frau, die sich ängstlich nähert: "mach das hier sauber jetzt!" sie lärmen ungerührt weiter, während sich die frau, auf knien, zu schaffen macht. ich bemerke derweil den mann am tisch daneben. er hat ein längliches gesicht, sehr hager ist er und blaß. er starrt entsetzt in die größer werdende bierlache, presst dann die lippen zusammen und schaut wieder in sein buch. mein kollege nickt in seine richtung und sagt: "das ist übrigens einer unserer schriftsteller, er heißt coetzee." - es war alles immer schon da. er mußte nichts erst erfinden.





Donnerstag, 2. Oktober 2003

pimp hats - warum nur?





f o a m > projects





zwischenstopp in der provinz, elternbesuch. zutiefst rätselhaft sind in wirklichkeit irgendwelche alten nachbarn, die, so lange ich denken kann, in völlig gleichförmiger unauffälligkeit vor sich hin leben. mir unergründlich, was die sehen, meinen, denken oder wünschen.





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