Donnerstag, 22. Januar 2004

m: "ich bin dir ewig dankbar für das wort zipf." ich: "zumpf aber auch. und zumpferl" m: "was ist eigentlich das größere?" ich: "zipf, zumpf, zumpferl. hört man doch..."

jetzt, stunden später, bin ich mir gar nicht mehr so sicher. wirklich zipf vor zumpf?

anschlussproblem: gibt es wörter, die nur im diminutiv daherkommen? das einzige, das mir einfiel, war kipferl, aber das gilt nicht, weil dialekt. natürlich sofort einen kipf vorgestellt, beschlossen, dass das der richtige name für deutsche monster-croissants mit einem buttergehalt von 0,0000005 promille wäre.





Dienstag, 20. Januar 2004

gerade erst entdeckt - alexander kluges rede zur verleihung des büchner-preises 2003:

Es gibt keine pure Innerlichkeit und es gibt keine pure Äußerlichkeit. Die Texte aber, welche die Verknüpfung herstellen, bilden einen Erzählraum und die Poeten sind dazu da, diese "Wohnungen unserer Erfahrung" zu bauen, auszubauen, zu verändern, einzureißen, neu einzurichten, d.h. bewohnbar zu halten. "Dichterisch wohnet der Mensch" heißt es bei Hölderlin, d.h. alle Menschen sind in dieser Hinsicht Poeten und die professionellen Autoren sind nur besondere Vertrauensleute dieser Netzwerke, die umso nötiger sind, wenn es Menschen schlecht geht.





erschütterndes Dokument für die kulturindustrielle Ausbeutung junge Frauen so geschminkt, zurecht gemacht und am Ende auch behandelt wie kann ihnen förmlich dabei zusehen, wie werden vorgeführt und einer Situation ausgeliefert, die Perfide ist außerdem, dass Auf diese Weise verlieren sie für eher bedenklich halte ich, dass im Zuge der Ausschlachtung ihres mimetischen Begehrens nachgerade Gewalt angetan wird der Entfremdung machtlos ausgeliefert dabei unbarmherzig beobachtet

Gleichwohl wäre es falsch und ein wenig bevormundend, diese jungen Mädchen, die sich auf das Experiment schließlich eingelassen haben, zum Opfer zu stilisieren.





The seeds of Ashley's depravity were planted early. "I read Henry Miller books when I was 13," she announces, belying her apparent aversion to intellectual pursuits.





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Im vorletzten New Yorker, leider nicht online, ein ausführlicher, hochinteressanter und vorzüglich recherchierter Artikel Ken Aulettas über das Verhältnis der Bush-Regierung zur Presse. Alles drin, was man wissen muss, wenn man sich für solche Themen interessiert: wie das Press Corps funktioniert, welche Spielregeln gelten, wie - von Seiten der Politik - Öffentlichkeit organisiert wird, wie - von Seiten der Journalisten - versucht wird, Abschottungen zu durchlöchern, wie das White House der Bush-Regierung sich von früheren Regierungen unterscheidet, was den Umgang mit Journalisten betrifft. Am spannendsten für mich: Dass Bush und seine Öffentlichkeitsorganisatoren verstanden zu haben scheinen, dass Journalisten für die Herstellung dessen, was man öffentliche Meinung nennt, längst nicht mehr so wichtig sind, wie sie es noch vor zehn, fünfzehn Jahren waren - und daraus die Konsequenzen ziehen, die im wesentlichen darin bestehen, dass Journalisten, so gut es geht, ignoriert werden (weniger Pressekonferenzen als unter den Vorgängerregierungen, knappere Antworten auf Fragen, Non-Kooperation eben). Und dass man anderen Kanälen - dem Internet [unter anderem den Weblogs], dem Cable TV (dass die Regierungs-Briefings ja überträgt, ohne Editing zu betreiben) vertraut. Bush fügt Journalisten also so etwas wie eine narzisstische Kränkung zu (und zwar eine, die sie sich auch redlich verdient haben). Letzter Absatz:

[...] the Bush Administration appears to believe that the power of the White House press corps is slowly ebbing. "I think when viewed trough a historical lens the role and the importance of the White House press corps today have diminished -perhaps significantly", Mark McKinnon (Bushs Wahlkampf-Werbeleiter 2000 und 2004) says. "Drudge" - Matt Drudge's popular Internet blog - "and non-stop cable news have created a virtual real-time news environment... White House press briefings today are televised" - instantly posted on the Internet. McKinnon discerns a potent mixture of frustration and ennui among White House reporters: "They are all alpha dogs. The cream of the journalistic crop. They have arrived. They have made it to the top. And they discover, to their dismay, they are not as important as they thought they would be. Or should be. And, in fact, many are flat bored. It's always been the hottest beat for the best reporters. And now they sit in real-time limbo, lost in the dust of the Internet and cable
Interview mit Auletta über seinen Artikel.

(Außerdem im vorletzten New Yorker, auch nicht online: Ein langer Artikel über die Wiederentdeckung Joseph Roths in den USA. Im dieswöchigen New Yorker, nicht online, noch nicht gelesen: Doppelportrait von Bode Miller und Hermann Maier).





Montag, 19. Januar 2004

fru|gal:

  1. einfach (von Speisen).
  2. (öfter - aus Unkenntnis - auch) = opulent

[Duden Fremdwörterbuch]





Gerade Antville Pre-Release 1.1pre2 in der Antclick-Version installiert. Bis jetzt nur ein bisschen angesehen, gleich gedacht: wie elegant!

Danke schön.





One New Yorker, who calls himself BigBigBigBoy in one of his online accounts, has a technique called "triangulation" that he has shared with friends. First he meets someone online, gets her in a chat room and finds out all her likes (say, Shakespeare and horses) and dislikes (football). Then he abruptly breaks off contact. Later he logs on using a different name and starts up a new conversation, assuming all the traits she favors ("I love reading 'Hamlet' while riding my Shetland pony when my friends are watching the Super Bowl").

Newsweek > February 19, 2001, U.S. Edition





I drink martinis, gimlets, too. I thought that was living the gin lifestyle until I heard that Bombay Sapphire, the blue-bottled premium gin label, was introducing Infusion.

Infusion is a gin fragrance, which has started appearing this month in duty-free shops around the world, including Heathrow in London, Charles de Gaulle in Paris, and Kennedy in New York. There is also a shower gel and moisturizing lotion, which give new meaning to the idea of bathtub gin. And there are scented candles too, if you want to Infuse yourself at home like an olive in a cocktail glass.

The $25 fragrance and $19 candle gift sets, which include a bottle of gin, are a limited-edition test in what is called the "travel retail" segment of the luxury-goods market (a k a duty-free shops), to determine the strength of interest in the new products. Bacardi's 8 Millennium, a $750 crystal bottle of rum, was rolled out with success the same way four years ago and subsequently became available in liquor stores. Bacardi Ltd. owns Bombay Sapphire.

NYT > William L. Hamilton: I Dreamed I Wore My Martini

Ich habe übrigens auch so eine Packung. Flasche Gin, Eau de Toilette, Duschgel, Moisturing Lotion. Es riecht tatsächlich nach Bombay Sapphire. In diesem Fall würde ich sogar duftet sagen, sonst ja ein Hasswort.

Übrigens hat der New York Times Link Generator jetzt auch ein Bookmarklet.





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