Montag, 13. September 2004

coup classique





Die Maurer Claudia hat den Demeter-Krampf jetzt satt. 28 Cent gäbe es für den Liter Milch, das Milchgeld frisst in manchen Monaten der Besuch dreier Veterinäre auf und 'da oane kimmt auf oamoi mitm Mercedes und da Sunnabruin'. Und 'wann I an Klee net biologisch saa sondern konventionell, nachad streichens ma d'Lizenz. Für a Sackerl Saat zwoa Stund' fahrn, na des stehd ned dafür'. Keine vier Kilometer über der Grenz, da würden andere Regeln gelten 'und da österreichische Tierarzt, der kennts wenigstens, ...





VfB Dämmung Wein





"geek syndrome"





Sonntag, 12. September 2004

abercrombie & fitch: fresh mp3 downloads, jeden zweiten dienstag, mainly rockistisch/indie





The objective of functionalfate.org is to identify, collect, catalogue and exhibit White Plastic Chairs as well as to elucidate the cultural and economical context of this truly global piece of furniture.





Donnerstag, 9. September 2004
Medienhandbuch.de - PR-Channel meldet exklusiv... ----------------------------------------------- DOCdata jetzt mit eigenem Weblog

Mit "Silberlinge" startete am 01.09.2004 das Gemeinschaftsweblog der DOCdata Germany BOD GmbH.

Präsentiert werden neben täglich "frisch gepressten" News zu DVD, CD, Audio, Video, MP3 und Multimedia auch Beiträge zu innovativen Verfahren aus dem Bereich Verpackung, Labeldruck, Authoring und Produktion.

Die "Silberlinge" sind aber mehr als ein technisch orientiertes Online-Journal. In der Kategorie "Scheibenkleister" haben zum Beispiel "Klatsch und Tratsch" oder Links zu Skurrilem, Komischem und Merkwürdigem ihren Platz.

Im Vordergrund steht - wie für Weblogs typisch - eine Kommunikation mit eher privaterem Charakter. Unterstützt wird dies durch die leicht zu bedienenden Kommentarfunktionen des Weblogs. Der Kontakt zu den DOCdata-Mitarbeitern wird damit noch einfacher, direkter und persönlicher.

Die angebotenen Feeds im RSS-Format und als Klipfolio ermöglichen das einfache Abonnieren der News-Artikel.

Das neue Weblog wird den ehemaligen Newsbereich auf der bestehenden Firmenpräsenz ersetzen. Damit übernimmt es auch dessen Funktion als ersten Anlaufpunkt für Kunden, Partner und Zulieferer, die nach Unternehmensmeldungen suchen.

Weblogs entstanden aus kommentierten und im Web veröffentlichten Surftouren. Inzwischen sind sie lange den Anfängen entwachsen und gewinnen als Online-Journale zunehmend an Bedeutung. Sie zeichnen sich aus durch ihren dynamischen, kommunikativen und persönlichen Charakter.

Idee, Konzept, Gestaltung und Umsetzung des DOCdata-Weblogs "Silberlinge" entstammen den Köpfen und Händen der Webagentur ParterreMedia.de, die sich unter anderem auf Weblogkonzepte für Unternehmen spezialisiert haben.

Links: "Silberlinge. Das DOCdata-Weblog": www.docdatablog.de





logladies.





Ich bin ein totaler Fan von Sneakers und trage sie fast jeden Tag - ob beim Shoppen, beim Spielen mit meiner kleinen Tochter oder einfach nur zu Hause. Darin sieht man immer jung, sportlich und trotzdem sexy aus. Ich habe inzwischen mehr als ein Dutzend davon im Schrank - in allen möglichen Farben. Am liebsten kombiniere ich sie zu Jeans oder Cargo-Hosen, weil sie immer ein echter Hingucker sind. Mein Mann Sky liebt mich in Sneakers und kauft sich oft das passende Herrenmodell nach, damit wir beide im Partnerlook gehen können.
Bunte 37 (2.9.2004) > Was haben Sie gerade gekauft? Mirja Du Mont, 28, Model und Schauspielerin. Tage schon denke ich über das alles nach. Wie eine ist, die zu kombiniert und nicht mit. Die sich selber Sätze hinsagen kann, in denen sie jung, sportlich und trotzdem sexy ist. Dieser kleine Wildheits-Kick: dass sie mehr als ein Dutzend Sneakers im Schrank hat, in allen möglichen Farben; was ist das schon, mehr als ein Dutzend Turnschuhe? Und diese Liebe, mein Mann liebt mich in Sneakers, wie er dann das passende Herrenmodell nachkauft, damit sie beide im Partnerlook gehen können; er muss mich wirklich lieben, Schuh an Schuh, in allen möglichen Farben, echter Hingucker; das, weiß auch nicht, rührt mich so, nach Tagen noch, Hartz IV-Lieben, dachte ich, weiß auch nicht, und dass sie manchmal hingeht zu ihrem Schrank und sich die Turnschuhe ansieht, die Augen tränenfeucht, während nebendran die Tochter Nutella übers Sofa schmiert, Mami, was hast du, ach nichts, komm lass uns das saubermachen. Ins Schwimmbad dann.

Dass Stefan Effenberg eigentlich Strunz Effenberg heißen sollte.


Keine Ahnung: Wenn zwei Männer zwei Frauen anbaggern, sagen wir im Urlaub, dürfen wir uns zu euch setzen, ja gerne, und es läuft dann ersichtlich so halbwegs darauf zu, worauf es zulaufen soll, aber eben noch nicht in den Détails - wer entscheidet dann wann, welche mit welchem und welcher mit welcher; denn en commun ausdiskutiert wird das ja wohl nicht?

[... die beiden freundinnen natürlich ... gehen gemeinsam aufs klo und legen das kurz fest ... kommt darauf an, wie lange sie schon befreundet sind ... die unterlegene [die vernünftige] hat ja ein radar dafür, was ihre freundin, die dramakönigin [die emotionale], will … wenn die konkurrenz noch nicht endgültig entschieden ist, ist es natürlich schwieriger … wieso die männer? denen ist das doch egal, welche von beiden, hauptsache überhaupt eine … nein, weiß ich auch nicht, nicht wirklich … wieso fragst du MICH das …]


Kommt an den Pool mit dem Mietwagentarifblatt in der Hand, schaut sich ratlos um in ihrem Strandkleid, entscheidet sich für einen Liegestuhl drei weiter, setzt sich hin, schaut ein wenig, mit ihrer Uhr, mit dem Goldkettchen um die linke Fessel, mit dem Fauxperlenhalsband, mit der ins Haar hochgeschobenen Sonnenbrille, mit der noch stadtblassen Haut, gibt sich einen Ruck jetzt, zieht sich das Strandkleid über den Kopf, ein wenig verlegen, weil ich da ja sitze und in ihre Richtung schaue und es ja auch am Pool so etwas Ähnliches wie ein Ausziehen ist, aber egal, zupft sich die Bikinisäume zurecht, legt sich hin jetzt auf den Liegestuhl, beugt sich wieder vor zu ihrer Tasche und zieht einen Band Marion Zimmer Bradley hervor.

["wenn es proust gewesen wäre, hätte ich sie angesprochen." - "und dann?" - "weiß auch nicht. nur so." - "proust, sonst geht's noch?"]


Heute meinen Test nach der Hälfte abgebrochen. My, o my. Saß auf einem roten Rennrad, hatte rote Shimano-Schuhe an, steckte in Clickies, vor mir ein Computer, auf dem ein Computer-Rennradfahrer darauf wartete, von meinen Tritten einen Berg hochgescheucht zu werden, während Philip, nachdem er den Testaufbau feinkalibriert hatte, mich noch über das Streckenprofil instruierte, zuerst einen Kilometer halbwegs flach, 1 %, dann einen Kilometer lang 3,5 %, danach vier Kilometer 2 %, danach bis zum Schluss 1,5 %, noch schnell trinken, dann los, und es ging gut los, 26 miles per hour, bis der Anstieg kam, oh my, und kein Gang mehr zum Runterschalten, mit welchem irren Widerstand fahren die denn hier, Puls 182, 185, mein Computerradfahrer, der auf dem Monitor verhungerte, geht nicht mehr, Philip, noch 500 Meter, noch 300 Meter, schaffte es dann noch bis zur Hälfte, knapp über 5 k, von Philip hineinmotiviert, er bräuchte mindestens 15 Minuten, um mich auswerten zu können. Danach, ich schweißüberströmt keuchend, noch ein wenig Smalltalk über den Wind auf der Insel. Er [hagerer Brite in den 50ern, die Sorte Trainer, der du sofort vertraust] noch: Did you enjoy it? Ich, aufrichtig: Yes. Now I know. You know I just started this whole thing 6, 8 months ago after 20 years of a completely sedentary lifestyle; til now I just knew how my body felt with all this; but I did not know how reliable my body feels. And now, thanks to the machines… Er: Yes. You can come back next year and retry. Samstag Auswertung, Nachbesprechung, Trainingsprogramm. Und in HH die Sache endlich recherchieren. Maxpuls, Intervalle, all that shit. Beginnt mich zu interessieren. (Das Verrückte: dass die Maschine ein paar Stunden danach am liebsten schon wieder träte die Berge hinterm Hotel hoch)


Im Pool treibend, die Frage: ob es einen Unterschied und welchen gibt zwischen Menschen, die den wichtigen Sex ihres Lebens (definieren Sie: wichtiger Sex...) im Sommer hatten und solchen, für die er im Winter stattfand, und ob es sich dabei bloß um Fügungen und Wechselfälle des Lebens handelt oder um etwas, das mit Charakter, Persönlichkeit zu tun hat, dann gleich hinwegdriftend in die Einzelheiten, offene Fenster, in denen Vorhänge sich bauschen, Eiswagenklingeln, Sand in den Turnschuhen, Sonnencremegerüche, dünne weiße Stege in der Nackenhaut, Hellflaum im Gegenlicht, nachher noch weggehen, G&Ts trinken. Die Wintererinnerungen: Schallplatten, zu denen man zitternd trippelt, um sie umzudrehen, lange danach, nein, nicht einmal umzudrehen, immer nur die A-Seiten, Steve McQueen damals in der Färbergasse, things like that…


Kerstin Grethers Zuckerbabys sehr gerne gelesen, es ist ein schönes gut beobachtetes gut erzähltes Buch, dem ich alle zwei, drei Seiten dringend in den Arm fallen wollte, weil den Abnehmscheiss erträgt man ja selbst beim Nur-darüber-Lesen nicht. Aber jetzt, zwei Stunden danach, denke ich, dass so ein Magersucht-Überwindungs-Buch vielleicht doch wieder nur auf genau dieselbe "Bist ein braves Mädchen"-Idee hinausläuft wie diese Magersucht-Verschwindenwollen-Nummer ja auch eine "Bist ein braves Mädchen"-Idee ist. Falle, wie alles Falle ist.


take that, marcus: m.tyson





staying at home is the new going out - walk your flat (illustration aus: simon pope, london walking)





"in etwa so: das umhergehen ist phänomenologisch, die bewegungen selbst haben also nichts melancholisches, sie sind zunächst nur sachlich, quasi schwingungseffekte des jeweiligen psycho-geographischen kraftfeldes - sie entsprechen der melancholie des raumes. meintest du vielleicht das?" (selbstgesprächsnotiz, 10. mai 2004) / henry david thoreau in walking: "eastward I go only by force; but westward I go free." erste erwähnung des anti-dérive-motivs.





"die bauchfreie nation"





Mittwoch, 8. September 2004

Hier kann man live mitverfolgen, wie es vielleicht gelingt, die Sonnenstaubsonde mit einem Helikopter aufzufischen.





mgh = 1/2mv2, h = v2/2g, 102/9.8 x 2 = 5.1





One of the things most hype about being an elevated player is having a name that mothafuckas respect. It's that one thing that punks who don't have your money always remember to yell while you're beating them down.

Pimp Name Generator









Dienstag, 7. September 2004

gmail: 2 ... übliches prozedere.





"notationswahn vollvernetzter mitbürger" "life caching"





Montag, 6. September 2004

psst, Sie ... Herr Schmerles: hier bitte was sagen.





I. viscontis leopard wiedergesehen. oder zum allerersten mal, ohnehin nie verstanden, was man sich merkt, wenn man sich filme merkt. oder romane. man erkennt sie wieder, aber das, woran man sie wiedererkennt, ist nicht, woran man sich erinnert hat*. egal, viscontis leopard. das grandiose daran: diese impuls-ökonomie, die langen passagen, die dem fortgang der erzählung nicht wichtig werden, eine halbe minute schlacht, eine halbe minute tschilpender und fächernder mädchen im ballsaal hätten ja auch genügt. ihm nicht. es ist keine ausschweifung, kein schwelgen, es ist ein schauen, es geht auch nicht um die details, du hättest nichts verstanden, wenn die augen zu wandern begännen, bloß ein schauen, die zeit tut den rest, effekt durch dauer, etwas in dieser art [**]. vielleicht kann man irgendwann kinogeschichte schreiben als eine geschichte der rationalisierungen: irgendwann tauchen überall die mckinseys auf und die norm-anheber, stellen sich hinter den regisseuren auf und hetzen sie zur eile. [lola rennt: so etwas wie das industriellenvereinigungsprogramm auf den film angewandt, standortwettbewerb: geschichtsnebenkosten senken, dafür drei-statt-eins in derselben zeit.]

mein hang zu den untergangserzählern immer wieder, auch so late 19th century. beim leoparden jedenfalls gleich der gedanke: wenn diesmal die herrschende klasse untergeht (der einzelhandel-handelsspannen-kapitalismus, der klingelton-kapitalismus, der angestellten-schikanier-kapitalismus), dann wird es die erste herrschende klasse gewesen sein, der man kein mitgefühl hinterherempfinden wird können. (m. beim frühstück gleich wieder: "da wird aber nichts untergehen!" und ich: "aber wenn sie unterginge…". - "geht aber nicht!")

schön perfide am leoparden sind die besetzungs-skin wars: dass die verschmähte fürstentochter unansehnlich, die erkorene bürgermeistertochter eine strahlende claudia cardinale sein muss, shiny like a princess. die erste gestalt des schreckens ist immer die schönheit. oder so ähnlich. ah, neue welt! so viel aufwärts-mobilität!

[* vielleicht noch so ein verstocktes in mir: kunstwerke immer noch mit menschen verwechseln zu wollen, organizitätshuberei.]

[** vielleicht auch nur das ausnutzen einer neuen technologie: die 70mm-projektion, dazu ein publikum, das vermutlich zum größten teil noch nicht einmal fernsehen zu hause hatte, jedenfalls farbfernsehen. folglich wäre es bescheuert, nicht diese langen panoramatischen passagen in einem film zu haben. du kannst ja damit dein publikum überwältigen. mediengeschichte als körperüberwältigungsgeschichte. kenne ich ja selbst noch aus meiner zeit beim stern: institution der "großen farbe", 6 oder 8 doppelseiten mit randabfallende fotos, der konkurrenzvorteil. genau da setzt du die landschaftsbilder hin, die exotismen, die indischen fakire, die ballkleider, das große bunte bild, das schon wirkte, weil es ein großes buntes bild war, das gab es ja sonst nicht, noch nicht einmal wirklich im fernsehen. als wochenillustrierte dann plötzlich durchgängig auf 4c gedruckt wurden, als jeder 20 fernsehkanäle empfing, hatte sich das erledigt. [manche ressortleiter brauchten länger, um das zu verstehen, titelten immer noch zeilen wie "die neue bademode: bunt und sexy", als ob bunt immer noch gezogen hätte. anyway: wie technologische konkurrenzvorteile bestimmte ästhetiken hervorbringen, die oft noch funktionieren, lange, nachdem sich der stand der produktion geändert hat und die konkurrenzvorteile schon längst wieder verschwunden sind. interessant bei langen passagen in filmen, in denen "nichts passiert": es stellt sich immer die empfindung der melancholie ein. als dürfte man etwas noch einmal schauen, ehe es verschwindet. ist auch bei james bening so. oder heaven's gate. und den wahrhol filmen. und und und. könnte sein, dass dem bewusstsein bei langeweile melancholisch zumute wird? ]

II. motherless brooklyn von jonathan lethem gelesen. seltsamer roman: immer dann grandios, wenn er kindheits-, waisenhaus-, jugend-, freundschafts-, stadtarchäologie-, liebes-, tourette-geschichte ist (der held ist ein im waisenhaus aufgewachsener junge/mann mit tourette-syndrom, der von einem mafioso der unteren ränge gerettet/erzogen/respektiert wird [respekt: subjektivitätsformationskategorie, sometimes important, especially when having a tic…]). und immer dann schlecht, wenn er zum kriminalroman wird. das wer-wars völlig unwichtig, der fall keine wucht, who the fuck cares who did the crime? man ahnt so sehr den inneren literaturagenten, ah, das braucht ne form, das muss ware werden!
andererseits: wenn das kein krimi wäre, hättest du sofort das problem, wie du den helden von einer welt in die andere kriegst. kriminalromane sind ja oft so etwas wie journalismus: ein vorwand, neugierig zu sein, menschen (oder dich selbst) herumzuschicken, nicht nur von a nach b, sondern auch nach x, y und z zu bekommen. reiseromane auf stadt-terrrain. vielleicht vertragen manche romanfiguren das reisen nicht.

festung der einsamkeit dagegen bis jetzt (150 seiten von 600) sagenhaft gut.

III. pattern recognition von william gibson angefangen und nach 100 seiten wieder weggelegt. komm ich nicht rein, geht nicht. mag die figur (wie sie "ist"), aber alles, was sie tut, redet, erlebt: ödnis, manische ödnis.

IV. die sonne scheint uns von georg klein gelesen. hui, ist das ein kunstwille! parabelrhabarber, ich glaub, in 30 jahren werden sie das lesen müssen in den gymnasialen oberstufen und dann deutungsaufsätze drüber schreiben, und wenn so ein wisecrack, der auf die studienstiftung des deutschen volkes hinlebt, zehn- oder zwölfmal die engführungen mit dem projektorientierten geschichtsunterricht hinschreibt, hat er eine eins mehr für den abischnitt. und ich persönlich, ich glaub, einmal möcht ich dabei sein, wenn so ein parabulöser zeitgenössischer deutscher autor bei seiner goethe-instituts-tournee in seoul oder new delhi auftritt und aus seinem werk vorträgt und hintennach die diskussionen über die traditionen der phantastik in der deutschen literatur, das müsst man sich wirklich einmal anschauen.

V. bangkok 8 von john burdett ist ein toller kriminalroman. pageturner, erfährst beim lesen viel über thailand, westerners in thailand, das jade-business, das schwarzbrenner-business (alkohol, nicht cds), das drogen-business, das sex-business, bist gleich verliebt in den helden, einen aus schuld und sühne in die polizei verschlagenen mordkommissar, der das verbrechen, das er aufklären soll, eh nur aufklären will, weil dabei nicht nur das mordopfer, das ihm eigentlich wurscht ist, ums leben gekommen ist, sondern auch sein soul brother, den er nun rächen will, was dann aber doch nicht passiert, und der beim verbrechenaufklären recht häufig meditiert, über reinkarnation nachdenkt, parfums erkennt, garderoben aufzählt (kindheitssache bei ihm...) und viele schöne gedanken denkt. ach egal, sagen wir: sehr handlungsstark, sehr viele menschen, von denen Sie es nicht bereuen würden, Sie kennengelernt zu haben.

VI. mir reichen manchmal schon die kommentare im eigenen weblog (der katholisch-erkenner zum beispiel: ui, hat eine gebetsstelle identifiziert, wart, kriegst gleich ein zuckerl…), aber wenn du jetzt statt des eigenen den noch größeren irrsinn begangen hättest, ein sexweblog anzufangen wie belledejour und dann würdst diese zausel-appläuse und diese frauenseelengesundheitsbescheidwisserinnen-schimpfe kriegen, du würdst doch nie wieder sex oder sonst einen rausch haben wollen, musst dir nur einmal vorstellen, dass dir so eine kommentarstimme hinüberrutscht dabei.

VII. hinter montana ortiz, zur linken hand drei berge, öffnet sich rechts ein schwarzes lavafeld, den feuerbergen zu. manchmal überholt dich ein auto, der fahrer hupt kurz vorher, um dich zu warnen, aber meistens bist du alleine, das rad surrt dahin, die steigung ist sachter geworden, so dass du dich schon ein wenig ausruhen kannst, du weisst, du hast jetzt nur noch 50 kilometer vor dir, zwei für deine kettenraucher-lunge fiese berge drin, aber du wirst sie schaffen, sieht ja keiner, wenn du auf halber höhe kurz anhältst, doch jetzt, zur rechten das lavafeld den feuerbergen zu, jetzt schaust du bloß, übers geröll, zu den feuerbergen hin. zwei nächte und eine lepoarden-dvd später wirst du davon träumen, von einer claudia cardinale, die in einem rollstuhl in einem schwarzen lavafeld sitzt, wie eine prinzessin scheint, während du auf deinem fahrrad an ihr vorübersurrst. und wirst nie erfahren, wie lange sie dir nachgesehen hat.

VIII. morgen el golfo. mancha blancha, die feuerberge, ans meer, yaiza, wieder zurück. zwei noch fiesere berge drin.





30kg Weichseln geerntet. Fälschlicherweise hier unten auch gerne "Reneglodn" gennant.





Samstag, 4. September 2004

zeilen wie manager spüren das tagebuchfieber machen mich die welt noch inniger lieben als sonst. auch im neuen stern (wieviel man liest in den ferien!) spürt in der titelgeschichte ein manager etwas. herr hartz, du trägst das gewicht der welt, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein dach.





Freitag, 3. September 2004




The real solution, her roommate says, is to take a cab.





Donnerstag, 2. September 2004

nun ja, es hat verlässlich um die 30 grad, jedes mitglied der spanischen fußballjugendmannschaft verspachtelt zum frühstück 6 croissants plus vier schinkentoasts, mein rücken pellt sich, der spiegel, den man sonst ja nie vollständig liest, ist das mittelschichtäquivalent von testosterongepeitschten dickeneierspacken (sehr lächerlich, sehr fuchtelnd, sehr sprachungewandt), ulrich seidls hundstage in wegen brüllender hitze verwachten nächten anzusehen macht lustige sachen mit dem emotionalen, frau paprotta soll sich das noch einmal überlegen, morgen die 50 k tour, & körper sind eine faszinierende sache (carbon unit: to quote günter hack)





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