Montag, 26. Mai 2003

Dass sich DIE LEUTE DIE KRISE, weiß auch nicht, was von beiden jetzt versal geschrieben werden muss, selbst gemacht haben, weil sie nicht mehr kaufen. Dass DIE LEUTE an DER KRISE eigentlich selbst schuld sind, weil sie Geld horten aus Angst, durch DIE KRISE Ihre Jobs zu verlieren, und dann verlieren Sie ihn erst, weil DIE LEUTE nichts mehr kaufen. Dass die Lösung für DIE KRISE ganz einfach wäre. Kaufen. Kaufen. Kaufen. Versal geschrieben. Wär das nicht mal ein Artikel für Sie?

Ach nee, hab ich gesagt.





dass steve jobs für den apple store in chicago irgendeinen besonders was hermachenden stein haben hätte wollen, dass sie ihm dann drei wände mit besonders was hermachendem stein hingestellt hätten, damit er sich einen aussuchen konnte, dass steve jobs dann gemeint hätte, dass es so nicht ginge, in chicago würde es ja die ganze zeit regnen, so könne er sich das nicht vorstellen, dass sie dann einen wasserwagen geholt und die drei wände mit dem besonders was hermachenden stein vollgespritzt hätten, dass sich steve jobs schließlich für einen besonders was hermachenden stein entschieden hätte.





sloterdijk: man muss armen leuten erklären, warum sie zu unrecht glauben, dass sie eine glänzende figur abgäben, wenn sie reich wären.









Sonntag, 25. Mai 2003

bundesligaherzschlagfinale verpasst, european song contest verpasst, weblogkonferenzweblogdefinitionen verpasst. mich dafür systematisch im mies pavillon zu barcelona betrunken, mit den zwillingen am strand gesessen, in mir das bisher unbekannte bedürfnis gefunden, an haaren fremder frauen riechen zu wollen, meiner verlorenen jugend hinterhergetrauert, nordic mist lieben gelernt, mich von peter handke aufräumen lassen, mich über one-to-one-werbestrategien informieren lassen, und auch darüber, dass models in zigarettenanzeigen nicht nur über dreißig jahre alt sein, sondern erkennbar auch so aussehen müssen, which is funny in a world in der sechzigjährige wie 29 aussehen müssen, darüber nachgedacht, warum es so wenige elegante romane gibt und ob die form des romans vielleicht eleganz nicht erlaubt, in einer bleikammer gestanden, am strand gesessen, per sms seiten umgeschmissen (meine version von stop the press), in der frankfurter allgemeinen sonntagszeitung keinen einzigen interessanten artikel gelesen, aber sätze gehört, in denen männer zitterten, wenn sie sprachen, endlich, nach drei monaten, wie sehr habe ich mich danach gesehnt.





Freitag, 23. Mai 2003
danke dafür:




Gespenstisch in den letzten Tagen: Die Berichte über die Hamburger Veranstaltung, bei denen die von Herrn Schill in Auftrag gegebenen Prototypen für die neuen blauen Uniformen der örtlichen Polizei vorgestellt wurden. Ein paar hundert geladene Gäste aus der B- und C-Prominenz, jede Menge Sponsorenstände, jede Menge Fotos mit dem Innensenator. Unter anderem eines mit irgendeiner RTL-Tante neben Schill, als Mädel in Uniform mit einer Pistole posierend. Oh mein Gott, dachte ich, so heruntergekommen ist mittlerweile die nachbürgerliche Gesellschaft, das niemand mehr etwas dabei findet, wenn Modeschauen unter Mitwirkung der Exekutive veranstaltet werden, bei denen Dienstwaffen oder Dienstwaffen-Imitationen als Accessoire geschwungen werden (was etwas fundamental anderes ist, als wenn Knarren zum Beispiel bei der London Fashion Week oder in Modezeitschriften auftauchen) . Keiner, der dagegen öffentlich protestiert oder daran auch nur Zweifel vorgetragen hätte. Auch nicht in der Süddeutschen oder in der Frankfurter Rundschau. Jaja, die deutsche Friedensliebe und Gesetzestreue. War wohl kein Völkerrecht, das da gebrochen wurde.





Donnerstag, 22. Mai 2003

shantel > bucovina club, erscheint bei essay recordings. und ist ganz großartig.





Mittwoch, 21. Mai 2003

Einen Japaner auf einer Honda gesehen. Sonst keine besonderen Vorkommnisse.





Montag, 19. Mai 2003

Kompensationskauf für erlittenen Unbill: externe USB/FW Festplatte, 120GB, kaum zu hören.





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