"There is a new home for the insomniac, the world-weary, the stressed corporate, the poet, the young mother - or for anyone else who is in severe need of unburdening his soul. It's called the blog." Der Telegraph aus Kalkutta über Weblogs und deren Verbreitung in Indien: Blog: the online Truman Show
am tollsten beim arbeiten dieser eine tag, an dem man schon fast durch ist. aber noch nicht ganz. drei seiten noch. das tempo drosseln, damit man sie noch auskosten kann. als würde man bei fünfkilometerläufen in der allerletzten 400-meter-runde absichtlich traben.
the frank, kommentator du jour.
Damit du es weißt.
Ich werde verfolgt durch schwarze Klaviertasten und den Geruch nasser Hunde.
anne
kam dieses Schreiben und eine Taschenuhr aus Frankreich an eine Grosstante.
Ich kann kein Französisch ... offenbar ist ein (dato unbekannter) Grossonkel im Dienste der Legion verschieden. Was steht bitte genau in diesem Schreiben click: Vergrösserung?
"Das Infotainment mit Datendiensten ist unser künftiges Geschäft." Designierter Vodafone-Chef Arun Sarin (FTD, 28.5.03)
Im Rückspiegel den spärlich behaarten Kopf eines Mannes gesehen. Er lag auf dem Boden, mit dem Gesicht nach oben. Die weisse Plane, mit der er abgedeckt war, schien normalerweise anderen Zwecken zu dienen. Sie war zu gross für ein Leichentuch und hatte Ösen an den Seiten. Ich weiss nicht, wie Leichentücher aussehen, aber vermutlich sind sie nicht aus PVC und schon gleich gar nicht haben sie Ösen. Wozu auch Ösen, ein Toter liegt ja nicht lange herum. Ich sah weder Blut noch Spuren eines Unfalles. Die Plane war akkurat über den Körper gedeckt. Sehr ausgeglichen und an allen Seiten scheinbar bewusst symetrisch. Der Tote, von dem ich allein das schüttere Haupthaar unter einer überdimensionierten Plane sah, lag in Fahrtrichtung rechts auf einer Strassenbuchtung am Mittleren Ring. Es müssen noch viele andere Menschen heute einen Toten gesehen haben. Bei der Hinfahrt stand ein Müllwagen hinter dem Toten und ein Polizeiauto. Bei der Rückfahrt war das Müllauto verschwunden und aus der Beifahrerseite des Polizeiwagens stieg eine junge Beamtin mit einem Pferdeschwanz. Ich stellte mir vor, dass dies ihr erster Toter sei während eines Einsatzes und ihr Kollege sie zu beruhigen versuchte. "Mach´ dir keinen Kopf, gleich kommen die Grauen und laden ihn weg. Schau nicht mehr hin, wir machen Mittag, wenn das hier vorbei ist. Geh´, setz dich wieder rein, da draussen kannst du nichts mehr machen." Vielleicht sechzig mag er gewesen sein, der Tote, von dem ich nur das schüttere Haupthaar sah, keine Füsse, kein Gesicht, keinen Leib. Vielleicht ein Grossvater auf dem Weg zurück irgendwo in ein kleines Dorf bei Tölz oder Lenggries. Hintendrin im Kombi ein Werkzeug oder irgendein Trumm für eine Maschine, das er auf dem Land nicht kaufen konnte. Fährt so dahin, freut sich auf das Mittagessen, fühlt plötzlich einen Stich in der Brust, bremst schnell ab und stirbt noch während er denkt "Sakra, das ist komisch." Dann der Müllwagen, dem ein Auto am Strassenrand seltsam vorkommt. Der Schreck, einen zusammengesackten Menschen über dem Lenkrad zu finden, alle raus, schnell, helft mit, wir legen ihn da hin. Doch schon ganz kalt ist der Körper, da rufen wir lieber die Bullerei.
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