Samstag, 7. Juni 2003

jugendlichen-einheitshaarschnitt, schlecht gezupfte augenbrauen, nasenpershing, zuviel schminke, fake gucci-shades, polyacryl-neckholder ueberm wonderbra, stretchschlaghose in beige wo oben string mit schmetterlingsapplikation rauskuckt, billige sandaletten, unter-achsel handtasche.

das auge von frau mutant, und dass ich wünschte, man merkte, wie liebevoll sie dabei ist.





"ich sinniere, über die vorbeirauschenden nutzlosen bäume - und über graham. der verschwunden ist. wir erreichen uns nicht mehr. zwischen uns liegt einiges, hatte sich über die jahre angehäuft. hoffe, du bist ebenso schwach wie ich, bruder. wo willst du hin? zum flughafen? um die zeit? du sagst: "jets are like comets at sunset" oder sowas. uuh. wir lassen sie über uns hinwegdonnern. ok, es ist beeindruckend. als wir zurückfahren schalte ich das radio ein. norman cook, der alte bastard. everybody needs a 303. ja, klar. ich schalte schnell wieder ab. denke an die letzte gemeinsame session vor ein paar monaten. wir feierten die guten zeiten, graham ein letztes mal an der gitarre, ich mit der batterie im bein am micro. well, it's over, don't have to tell me. so langsam wird's hell. in hell. zum glück bist du hier. hier. "

nightsounds. webjournal, man hört zu, die kleinen flagolets.





Does everyone who owns an iPod give it a name? I thought that was one of my personal quirks, but apparently Mac Diva owns an iPod named Titania. Mine is Iggy, which is short for Iggy the Insane iPod, because, though I love it dearly, it has frequent schizoid episodes. One of its favorite tricks is quickly running everything on the playlist across the screen while not actually playing anything, as if to say, "Fool, here are the 700-and-some songs you've loaded that I will not let you hear." Or switching after a minute to a different song. Or playing something entirely different than what it says on the screen. This was especially disconcerting when I let my son load some of his music on there so he could take it with him on a trip. Supposedly I'm listening to Joni Mitchell, but she sounds an awful lot like Public Enemy.

Aus: Body and Soul. Thoughts on the body politic, the human soul, Billie Holiday songs (and other people's) -- with a lot more questions than answers





Stuff I've Stolen From Boys I Like

Aus: This is Your Bootie Call





Freitag, 6. Juni 2003

der deutsche mann: die domestizierte bestie.

  • ein letztes oeffentliches refugium ungebrochener dummdreist-maskulinitaet aber: der aufkleber hinten auf lastkraftwagen "frauen aufgepasst: meiner ist 30 meter lang!"




"vielleicht sind die elektromonteure die wahre ritterschaft von heute" einerseits: transformation der massgeblichen sozialen formen, worin einmal noch die welt der guermantes aufscheint. aber, habe ich vorhin ueberlegt, will das nicht vor allem auch sagen: dass, von circa 1910 aus gesehen, eine kuenftige avantgarde im wesentlichen eine technologisch aufgeruestete waere?





"technology is easy, people are hard" (j. gage: some thoughts on how ICTs could really change the world)





investmentbanking macht impotent. - neulich auf einem flughafen zwei frauen, die sich unterhielten. die eine beklagte laut, dass ihr partner, anfang 30 und von beruf investmentbanker, durch seine voellige ueberarbeitung inzwischen prinzipiell zu muede waere, um im bett ueberhaupt noch richtig "performen" (sic!) zu koennen.

das sicherlich eindruecklichste buch ueber investmentbanking, das ich je gelesen habe: "american psycho"





schon recht eklig, wie in den epitaphen auf jwm dessen antisemitismus als instinktlosigkeit, nicht zum ziel führende wählerstimmeneinfangstrategie, seltsame laune, psychische marotte, spiel mit antisemitischen klischees und dergleichen verbucht wird. als wär ihm das alles nur zugestoßen.





the dandy warhols





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