Wer will es wissen, lesen, Günter Grass? Wir fragen offen: „Was soll das?“ Es bleibt in uns Verwirrung, war, was wir glaubten, Verirrung?
Jetzt liegt sie modernd hinter dem Pfarrhaus Du ballst arm die Faust „Ich bin noch munter!“ Trinkst siebzehn Glas Korn mit traurigem Zug aus Und holst dir, in Puschen, allein' einen runter.
die schienen pfiffen auf dem letzten loch die stadtbahn gab ihr bestes: kettenbrückengasse und meine glieder knackten vor dem sprung ...
heute in einem brief die schlusswendung "auf bald" gelesen & gleich glücklich gewesen, warum auch immer.
notiz im november
die stillen tage, an denen man in den lexika blättert
- erstaunt über die fülle der welt
Wenn es etwas Lächerliches daran gibt, von der Revolution zu sprechen, dann natürlich deshalb, weil die organisierte revolutionäre Bewegung aus den modernen Ländern, in denen die Möglichkeiten zu einer entscheidenden Gesellschaftsveränderung konzentriert sind, seit langem verschwunden ist. Noch viel lächerlicher aber ist alles andere, denn es handelt sich um das Bestehende und um die verschiedenen Formen seiner Duldung. Das Wort "revolutionär" konnte so weit entschärft werden, daß es in der Werbung die kleinste Veränderung der ständig modifizierten Warenproduktion bezeichnet, weil die Möglichkeiten einer wünschenswerten zentralen Veränderung nirgends mehr ausgedrückt werden. In unseren Tagen erscheint das revolutionäre Projekt als Angeklagter der Geschichte: Ihm wird vorgeworfen, daß es schlechten Erfolg gehabt und eine neue Entfremdung mit sich gebracht habe. Das heißt nichts anderes, als daß die herrschende Gesellschaft sich auf allen Gebieten der Wirklichkeit viel besser wehren konnte, als die Revolutionäre es vorausgesehen hatten; und nicht, daß sie annehmbarer geworden ist. Die Revolution ist aufs neue zu erfinden - das ist alles.
Situationistische Internationale: Anleitung für den Kampf (1961), via La Banda Vaga
Marie Claire legt sich zu Robert.
"Ziemlich gleichgültig ist mir, wem ich die Hand schüttle, wofern nichts von dieser auf dem Papier kleben bleibt, das ich beschreibe." - TWA an Günther Anders, 31.10.1963
Neon kommt monatlich, meldet Kress.
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