45 geworden. erst neulich in einem manuskript den verzweifelt vorgebrachten satz gelesen: das leben sei verpfuscht, & jetzt sei man doch schon über 28. was mich angeht: immer noch fünf jahre zum erreichen meines inneren alters, seit ungefähr 20 jahren dieser mir selbst nicht recht erklärliche wunsch, fünfzig zu sein, albern, jaja. manchmal gucke ich in romanen, die mir wichtig sind, nach, ob der mensch, der ihn geschrieben hat, sehr viel jünger gewesen ist beim schreiben, im vergleich zu mir, albern, jaja. beunruhigt mich aber immer noch nicht. immer noch dieses vertrauen: noch nicht so weit sein. vertrauen, weil darin der glauben steckt: man werde das schon noch schaffen. die geburtstagsgeschenke, gemessen an meinem alter, ein wenig verrutscht, nach oben wie nach unten: karten zu einer bob dylan chronicles-lesung, das bosedock schon vor ein paar tagen, die michel gondry-dvd, the cyclist's training bible von joe friel, ein buch übrigens, das mich erlöst und umgeworfen hat, endlich erklärt mir jemand, wie das alles gehen soll. sowieso im vergangenen jahr; als ich vor ein paar monaten in einem anderen radfahrtrainerbuch las, dass man zwölf jahre bräuchte, um in hochform zu kommen, war ich auf der stelle glücklich (m., als ich ihr das heute erzählte: "ja, ihr scheisstypen seid so, wenn ihr hört, dass etwas zwölf jahre dauert, beginnt es erst, euch spaß zu machen"). und dieser groll jetzt, wenn ich durch eine erkältung flachgelegt bin, aus dem plan. love devotion surrender. so ungefähr.