neulich beim aufräumen irgendwo einen schuhkarton voller fotos gefunden, knapp hundert stück, keine ahnung von wem, nichts als essen drauf, buffetansichten, speisefolgen, auf dem jahresabschluß des sportvereins, hochzeitsfeier, konfirmation, grobschlächtige arrangements in bedrückenden interieurs, kiefernholzvertäfelte klaustrophobie, diese unerträgliche partykelleratmosphäre. stelle mir vor: jemand, der früher – krieg vielleicht, nachkrieg – oft gehungert hatte, wahrscheinlich vergisst man so was nicht, da sind dann, dreißig oder vierzig jahre später, diese METTIGEL ausweis des besseren lebens, jetzt kommt mir doch nicht schon wieder mit blutfettwerten!, ein endlich eingelöstes glücksversprechen, feier der fülle (käseigel klopse goudawürfel mit länderfähnchen marzipantorten etc.), sofort fotografieren, für immer festhalten, hundert mal gleich, dass das nicht mehr weggeht.