Fleischfarben wachsen Frauenbeine aus dem Asphalt, während der kleine Beamte atemlos in seine Schreibstube hetzt. Blinkend verheissen Reklametafeln das kurze Glück, wo Gott und mit ihm die Ewigkeit gestorben sind. Eros und Ekel, Isolation und Irrwitz steigen als dröge Dämpfe aus dem Dschungel der Grossstadt Paris empor und infizieren noch den zugeknöpftesten Kleinbürger durch ihre Miasmen. Müde Flaneure hängen nächtens in der «Bar de l'Ennui» herum, um sich defaitistisch dem Untergang des Abendlandes hinzugeben.
Erste Hälfte eines vokabularisch (vokabulär? vokabularistisch? vokabulös?) recht enthemmten Hinweises auf den Reprint von Yvan Golls "Eurokokke". Entnommen den Buchrezensionen der NZZ, die ich täglich mit kurzem Glück lese. Es werden in der NZZ, kommt mir vor, fast nur Bücher besprochen, die mir ohne sie entgingen, oft sehr ausgesuchtes und entlegenes Zeug, meistens nüchterner, als es das Zitat vermuten lässt, immer so, dass man sich eine genaue Vorstellung vom Besprochenen machen kann. Sowieso die NZZ. Ich kann Thomas Bernhard immer besser verstehen.