in der elle die pro-und-contra-kolumne zur frage ist ein kuss schon betrug? gelesen. beide hälften ganz grauenhaft, klischee um klischee, von menschen geschrieben, die man im leben nicht küssen möchte, es sei denn, man wäre ein verräter. dass die körpertemperatur um 0,5 grad celsius steigt, dass man beim küssen in drei minuten immerhin zwölf kalorien verbrennt, dass man beim küssen movement und sexappeal testet, dass auch andere mütter schöne söhne haben, dass die leserin sich vorstellen solle, sie säße auf einer hollywoodschaukel und neben ihr passend dazu ihr lieblings-hollywoodstar (brad, ralph, george etc.). und mittendrin, ganz und gar nicht passend dazu, eine einzige beobachtung, die leuchtete: dass man nach dem ersten kuss sein gesicht nie wieder waschen wollte. dieser seltsame prozess, in dem aus mädchen (frauen, menschen) elle-redakteurinnen werden. wie dann doch, einen atemzug lang, der prozess die hände von der gurgel nimmt. aber gleich danach drückt er wieder zu.