Dass dieses Weblog in den letzten Tagen ein wenig dürftig geworden ist, liegt auch daran, dass ich von von einem Betriebssystem (Mac 9.1) aufs andere (Mac animal print) umgestiegen bin. Was ein wenig so ist, als würde man den gewohnten Körper verlassen und in einen anderen einfahren. Man muss sich überlegen, was man dem neuen, noch jungen Leib zumuten will. Welche Adressen aus dem alten Adressbuch mitkommen sollen. Welche Briefwechsel lieber im Datenmüllhaufen der Geschichte vermodern sollen. In welche Bleikammern man die Texte der letzten zehn Jahre sperrt. Zwischendurch immer wieder blanke Verwunderung. All die angefangenen Erzählungen, Alternativleben, all die Konzeptionen, Prospekte und Projekte. Und all das Unbeantwortete. Man fühlt sich wie bei einer Selbstversiegelung. Einmal noch draufgeschaut, dann weg damit. Aber manches glänzt noch immer. Wie schade, dass das nur mit der Maschine geht.