wir lernten, dass das gebot, du sollst nicht begehren deines nächsten etc., gegen die selbstgefällige gesetzestreue der gläubigen installiert worden sei, die zwar den vollzug der sünde regulieren konnten, nicht aber das der sünde vorgelagerte begehren. ein gebot gegen die hybris des gehorchens also. oder aber eine ausdehnung der sünde ins imaginäre, wenn man so will. das stimmte nur partiell. wie wir heute wissen, handelt es sich erst im zweiten schritt um eine moralische weisung, zu allererst aber um eine anleitung zur psychischen gesundheit.