Mittwoch, 30. April 2003

People smile at Jane Juska. There she is, on a rainy afternoon at the Gramercy Tavern in her cheerful red jacket, white hair tucked behind her ears, blue eyes bright behind her bifocals. "I'm agog at the forsythia," she exclaimed, marveling at the enormous arrangements. At 70, she seems to be what she is, a proud new grandma enjoying a day on the town. Though she clutched her lower back periodically - arthritis? - she ordered some wine and chatted happily about her writing. Here's a sample:

"Before I turn 67 - next March - I would like to have a lot of sex with a man I like. If you want to talk first, Trollope works for me."

And how. Ms. Juska placed this personal ad in The New York Review of Books in the fall of 1999. Over the course of a month, she received 63 responses and spent the better part of a year following them up, an experience she recounts in her first book, "A Round-Heeled Woman: My Late-Life Adventures in Sex and Romance" (Villard). It turns out that Ms. Juska did indeed have a lot of sex with a lot of men she liked, and still does, having seen one of them as recently as that morning. He's 35. Which might explain the lower-back problem.

Sex and the Single Senior, NYT (registration required)





Viviane Manz. Viviane Manz. Viviane Manz.





echolalie: proust graphique





Sehen wir uns also die mediengestaltenden Täter an und nennen wir ihren Idealtyp - so wie es Speed ebenfalls an einer Stelle tut - Ingo. Sie lautet: "Überhaupt umgibt sich Ingo bevorzugt mit Ingos." Heißt also: Alle Ingos sind weitestgehend auf sich selbst bezogene und in sich selbst vernarrte Spezialisten. Folglich sitzen sie - sofern derzeit nicht Angestellte des Arbeitsamtes - mit Fußpilz in Fabriketagen. Besser wohl wäre es, sie machten sich auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz in einer äthiopischen Töpferei, denn "in Ermangelung eindeutiger Nützlichkeit ihres Tuns oder künstlerischen Anspruchs" picken Ingos sich nur das Beste raus. So wundert es Speed nicht, dass Ingos in "große(n) Werbeagenturen die teuersten Autos fahren und sich gleichzeitig wie New Yorker Straßenkämpfer oder Pariser Existenzialisten kleiden." Der Rest zielt auf Ingos Ego, rührt her von der Angst, irgendeinen Trend zu verpassen, der esoterischen Anbetung von etwas, was weder von innen noch von außen zu verstehen ist, und der Verwechslung von Begeisterung, Sinn und Mode.

warum werden mediengestalter nicht gelyncht?





schon wieder ein körperteil, das aus der mode kommt: körperteile, folge 5: die hüftknochen.





Dem Wort "proaktiv" möchte ich unterstellen, daß es ursprünglich einmal ironisch gemeint war, es hat halt bloß keiner gemerkt. * (...) wie nämlich einem guten Argument ("Bislang galt international das Töten von Menschen nur dann als legitim, wenn es zur Abwendung einer unmittelbar drohenden, offensichtlichen Gefahr unvermeidbar war, und ein Abweichen von diesem Brauch erfordert eine überzeugende Begründung") haufenweise schlechte Argumente ("Die Amerikaner sind alle übergewichtige Analphabeten, die Irak nicht auf der Landkarte finden können") hinterhergeschoben werden. Oder anders aufgefaßt: wer immer eine Ansicht vertritt, muß mit schlechter Gesellschaft rechnen. * Luft zum Beispiel hat die Farbe hellblaues Fastdurchsichtig. * Wir haben einen neuen Schneebesen von WMF. Er besteht aus einem Bündel von einem Dutzend Drähten, und jeder Draht endet in einer Metallkugel. Es ist viel einfacher, Flüssigkeiten damit aufzuschäumen, als mit dem alten Schneebesen. Er läßt sich außerdem viel besser reinigen. Und wenn er geschüttelt wird, gibt der Schneebesen schöne Klänge von sich, fast wie ein Windspiel. Im Licht einer Lampe trägt jede der Dutzend Metallkugeln ein Glanzlicht, und wenn ich den Schneebesen schüttle, beginnen die Kugeln auf verschiedenen elliptischen Bahnen rasch zu revoltieren, und die Glanzlichter verwandeln sich in tanzende Ellipsen.

skizzenbuch 2003





i like my body when it is with your body. It is so quite new a thing. Muscles better and nerves more. i like your body. i like what it does, i like its hows. i like to feel the spine of your body and its bones, and the trembling

  • firm-smooth ness and which i will again and again and again kiss, i like kissing this and that of you, i like, slowly stroking the, shocking fuzz of your electric fur, and what-is-it comes over parting flesh . . . . And eyes big love-crumbs,

and possibly i like the thrill

of under me you so quite new

e.e.cummings, from the library of bernadette tavernin





maisons ouvrières

palais du gouverneur

fondation le corbusier: projets





Also setzte ich mich bei jeder Gelegenheit in den rostroten Kasten, warf einen Franken in den Schlitz und machte eine Viererserie Schwarzweissfotos. Mit der neuen Brille. Mit zwei Freundinnen und dreimal verschmierter Wimperntusche auf der Flucht vor dem ersten Tageslicht nach einer langen Nacht. Mit kunstvoll geflochtenen Haaren und abgemagert nach der Rückkehr aus Afrika. Mit der grossen Liebe, als wir schon wussten, dass es mit uns unmöglich war, es aber trotzdem nicht glauben wollten. Auf dem Weg zur nächsten Brücke, von der ich mich stürzen wollte und es dann auf morgen verschob, da ich nun schon fast zu Hause war.

Ich bin nicht die Einzige, die ein inniges Verhältnis zu meinem Automaten hat, und muss ihn mit vielen anderen teilen.

Mein blecherner Freund, Fotoautomat an der Badenerstrasse in Zürich.





faubourg hat mich verkauft. ich mich gesplittet. im verhältnis eins zu zwei.





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