peter dench: drinking of england
(us against them die kriegen uns nicht klein cool britannica mate der union-jack schief auf den fleischigen unterarm tätowiert rempelndes geschiebe am tresen in den bierlachen stehen fühlst dich gut oder was den nebenmann anbrüllen bloody fuckall, mate alles egal jetzt bier und noch eins und noch eins die glocke quillt blechern durch die menge jetzt last orders noch schnell drei pints pro mann in diese verfickte scheißwut reinschütten immer noch weiter bis alle draußen sind kommt ihr mit ladies fickt euch doch selbst die lads lachen endlich kotzen raus damit weiter gehen ganz schwer schon auf den beinen durch die straßen gelbe lichtschlieren was wollen die schwuchteln da richtig rein da einer voll von links schon auf dem boden nass und kalt aber gut endlich ruhe lasst mich hier einfach liegen for christ´s sake ihr seid doch alles schwuchteln – am anderen tag irgendwann aufwachen wie hergekommen egal scheißgeschmack von bier und blut im mund mit der zunge den wackeligen zahn befühlen festhalten am schrank am fenster stehen es zieht kalt rein draußen dreht sich und wie du hast den himmel noch nirgends so grau gesehen)
in zunehmender ermüdung bequemen sich die kritischen reflexe dem läppischen status quo an. durch irgendeine großstädtische fußgängerzone gelaufen. da dann inmitten der einschlägigen kaufhausketten unverhofft einen lokalen einzelhändler bemerkt. und das sofort schon für eine mobilmachungsgeste der globalisierungsgegner gehalten.
sie nennen es tatsächlich dummy.
gerade völlig anlass- und kontextlos die beklemmende empfindung gehabt, dass der kurrente kapitalismus und die verbleibende linke eh nur dasselbe wollen: die verarmung der massen. im ersten fall heißt das "reformen", "selbstverantwortung" &tcpp., im zweiten ist das eher nur so ein vager eindruck: protestantische genügsamkeit, das motiv der "autonomie" usw., dem meistens ja auch diese aversion gegen das warenanhäufen, das konsumistische, das verschwenderische leicht anmerkt, das verständnis immer für die ärmsten schlucker (statt des unverständnisses für alle konstellationen, die arme schlucker zu armen schluckern gemacht haben) usw. ich könnte aber nicht behaupten, dass ich darüber gründlich nachgedacht hätte.
TRANSATLANTIC BUSINESS DIALOGUE November 8, 2002
*Focus: The secrecy of the nasty boys of TABD
*Song: Nasty Boys, by Janet Jackson
*Banner: “Hey Nasty Boys of the TABD: What Have You Done for Us Lately?”
*Outfits: Pink sweat suits, “2 Cute 2 B Arrested” patches
*Action: Represented at organized protest in front of downtown Boeing Inc. headquarters to dance and flyer public with facts about Boeing practices and the covert goings-on of the TABD
The Pink Bloque decided that our approach to revolutionizing radical politics combines cute outfits, astute social/political/economic/cultural criticism, catchy slogans inspired by pop music, and dance routines, dance routines, dance routines – in short, we bring the radical booty shake to street protest and demonstrations!pink bloque. dancing in dissent
das britney make-over in der neuen esquire. das tattoo. dann wissen wir das. als madge ihr vor zwei monaten beim mtv video award in der garderobe das rauchen ausreden wollte: "ich mag es, wie zigaretten meine stimme verändern". und: dass sie gern nach england zöge, weil dort immer noch morgens "die milchmänner an die tür kommen".
In dieser Nacht hätte ich gern mit dir geschlafen. Nicht so wie du denkst. Mit dir hatte das nicht wirklich zu tun.
weblog: beyond the void
Man könnte natürlich auch ein Weblog für zwei aufmachen. Das würde dann aber kein hochgestelltes TM haben. Es würde nix oder kaum was kosten, es würde nur der Liebe dienen und nicht auch einer Firma, und es würde auch nur ein überschaubares Zielpublikum haben und nicht ein solches:
SecretDiary™ richtet sich vordergründig an verliebte und liebende „First Movers & Trendsetter“ – technologie- und designaffine Junggebliebene (18-39), die einen starken Bezug zum Einsatz moderner Technologie und Kommunikationsmittel, verbunden mit einem hohen Anspruch an die Gestaltung ihrer Umwelt, haben. Diese Zielgruppe ist von Ihrer Ausrichtung der Karriere bereits fixiert und arbeitet zumeist in den Bereichen Kreation, Marketing, Design, Technologie, Mode etc. Dies drückt sie in der Gestaltung ihrer persönlichen Umwelt auch stets aus: Durch modebewusste, trendgerechte Kleidung, neueste technologische Ausrüstung (Mobile, Computer, MP3-Player etc.) und ihren urbanen, globalen Lebensstil, der auch geprägt ist von einer individuellen, visuellen Ansprache in z.B. Einrichtung oder Kulturkonsum. Diese Zielgruppe nutzt neue, elektronische Kommunikationsmittel wie E-Mail, sms, oder Messenger- Dienste täglich und aus der Gewohnheit heraus. Ein Produkt wie SecretDiary™ spricht jedoch viel mehr als alle anderen die visuelle Neugier und die Suche nach neuen, herausragend gestalteten Ausdrucksformen an – und macht diese Gruppe zur idealen Nutzergemeinschaft zum Start des Produktes.Andererseits ist SecretDiary(TM) ja vielleicht gar nicht so unschlau ausgedacht. Vielleicht muss man den Leuten ja sagen, wozu sie Weblogs auch verwenden könnten, und was die Weblogger selbst den Leuten immer sagen, klingt ja fast immer ganz anders.
Egal, hier ist das mission statement:
Liebesbriefe begleiten schon immer das gemeinsame Leben von Paaren. Paare, die ihre erste Verliebtheit zu Papier bringen oder auf diesem Weg einen langen Zeitraum von Glück, Vertrautheit und Krisen miteinander teilen. Viele veröffentlichte Briefwechsel und Tagebücher geben uns einen Einblick in gegenseitige Ermutigungen, schwärmende Bekenntnisse, Euphorien, Demütigungen und Versuche der Abgrenzung. Schreibende Paare von der Romantik bis heute – keine Geschichte gleicht der anderen. In der heutigen Zeit sind immer mehr Menschen dazu gezwungen, ihre Beziehungen über große Entfernungen zu führen. Eine scheinbare Nähe kann zwar über das Internet hergestellt werden, nur ist es kaum möglich, mit der normalen ComputerÄsthetik, eine eigene, geborgene Atmosphäre zu schaffen, die dem Bedürfnis, gemeinsame Gedanken und Erlebnisse festzuhalten, gerecht wird. Ist aber Liebe und Gefühl im Spiel, ist auch die individuelle Gestaltung ein wichtiger Grund für die Vorfreude des anderen auf den nächsten Brief. Das SecretDiary™ ist das neueste Produkt von BrandIgloo™, einem kleinen Hamburger Designunternehmen, das kreative Softwareprodukte entwickelt und vertreibt. Gegründet wurde es 2003 von Daniel Goddemeyer. Die Idee des SecretDiary™ beruht auf einem sehr persönlichen Hintergrund: Goddemeyer arbeitete in den USA, wo er auch seine große Liebe fand – zwei Wochen vor der Heimreise nach Deutschland. Um diese Beziehung aufrecht zu erhalten, gestaltete und programmierte er mit dem SecretDiary™ ein privates Online-Tagebuch für zwei Personen, das dabei helfen sollte, die Distanz zu überbrücken und ein schönes, bleibendes Dokument der Fernbeziehung zu schaffen. Dieser Austausch überdauerte die einjährige räumliche Trennung und die Idee stieß auf so viel Begeisterung, dass Goddemeyer sich entschloss, dieses Produkt auch der Außenwelt zugänglich zu machen. Das SecretDiary™ ist immer ein Geschenk für zwei Menschen, die sich nahe stehen und trotz einer realen Entfernung auch bleiben wollen. Wie in einem richtigen Tagebuch können hier Gedanken für einander notiert werden. Mit dem SecretDiary™ erwirbt man keine Software, sondern einen Ort, der nur für zwei Personen zugänglich ist. Es handelt sich beim SecretDiary™ zwar um die Versendung von elektronischen Nachrichten, aber nicht die schnelle Nachricht im Netz, sondern die Muße des Schreibens von Briefen ist die Idee. Gekauft wird es als ein reales Paket - ein Designobjekt - ab diesem Zeitpunkt beginnt der Prozess, den das SecretDiary™ auslöst. In dem Paket befinden sich alle einzelnen Bestandteile, in zweifacher Ausführung. Als erstes richtet man das SecretDiary™, den gemeinsamen Ort, für sich und den Partner im Internet mit ein paar einfachen Schritten ein. Dann kann man das Paket und in das beiliegende Geschenkpapier wickeln, um es dem Partner zu schenken. Der Partner packt das Geschenk aus, logged sich gespannt ein und sieht schon den ersten Eintrag, der bereits auf ihn wartet. Das ist der Beginn des gemeinsamen SecretDiary™. Das SecretDiary™ ist ein sehr spezielles Geschenk. Real, echt, haptisch erfahrbar, wunderschön und detailverliebt. Ein persönlicher und sehr spezieller Liebesbeweis. Denn jedes Tagebuch gestaltet sich durch die vielen Möglichkeiten und Features bereits im Prozess des Entstehens immer ganz individuell. Das SecretDiary™ ist ein Online-Tagebuch. Ein Tagebuch einer Beziehung, in dem man jeden Tag seinen Gefühlen Raum geben kann. Ein Ort, der sich während der gemeinsamen Jahre mit Inhalten füllt und so die Beziehung spiegelt und aktiv mitgestaltet. Ein Ort, zu dem wirklich nur zwei Partner Zugang haben. Ein Ort des gemeinsamen Rückzugs, unbeobachtet und abgeschirmt vom Rest der Welt. Ein Ort, den man aufsuchen und in dem man, wie in einer Kiste voller Liebesbriefe stöbern kann, wenn man seinen Partner vermisst. Dieser Ort existiert eigentlich nur im Netz. Sie können ihr SecretDiary™ jedoch aus dem virtuellen in den realen Raum überführen, es von BrandIgloo™ aufwendig drucken und als liebevoll gestaltetes Hardcover-Buch liefern lassen. Aus dem virtuellen gemeinsamen Raum direkt auf ihren Nachttisch. Die Verbindung zwischen real und virtuell. Bridging the gap.Und hier ist ein Link und hier ist eine Demo und im Shop kann man nachsehen, dass die Liebe nach 180 Tagen kostenpflichtig verlängert werden muss und irgendwo steht nach, dass mehr als 999 Einträge nicht gehen, so skalierbar ist die Liebe dann doch wieder nicht für die First Mover.
Nachts um vier barfüßig auf die Füße eines Playmobilmännchens treten.
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