Lhomme nest ni cupide, ni généraux, il est les deux, et beaucoup plus encore. Léconomie a réussi à accaparer de nombreux mythes: la liberté (le marché libre), légalité (légalité des consommateurs, des actionnaires, légalité du salarié qui choisit son patron autant que le patron choisit son salarié), le bien-être sans doute, le bonheur. Mais deux mythes lui sont à jamais interdits: la gratuité et la solidarité. Et pourtant, il doit paraître clair au terme de cet Antimanuel, que la gratuité et la solidarité font la croissance, linvention, la richesse, malgré la concurrence, essentiellement inefficace. Léconomie marchande accarpare ce quelle na pas le droit de sapproprier: lesprit de gratuité de la recherche et de solidarité qui explique la synergie et les rendements croissants. Elle en tire des profits monétaires et symboliques auxquels elle ne peut prétendre.
Bernard Maris: Éloge de la gratuité, in: Antimanuel d`Économie, 348f.
sehr gutes buch. und bei der passage oben unweigerlich ganz emphatisch an weblogs denken müssen, an alle die, die das machen, die das füreinander tun, ohne jedes weitere kalkül, diese einfach so geschenkte nähe, die vielen kleinen aufmerksamkeiten, die gesten von güte und der unfassbare überschuß an herzlichkeit oft, der diskret zugeneigte umgang, das glücksempfinden bei alledem. homo generosus, ein sanftes politikum, nicht zu unterschätzen.
Randy Newman. Auch so jemand, den man auf die Liste jener setzen möchte, vor denen man sterben wollte, um ihnen nicht hinterhertrauern zu müssen. Randy Newman hat ein neues Album herausgebracht, auf dem er seine alten Lieder singt, aber diesmal nur er und sein Klavier. Beim National Public Radio hat er ein Interview gegeben und im Studio gleich auch sieben Lieder gespielt, die man sich immer noch anhören kann, Real Player, full length.
in the middle, somewhat elevated
(disfocus: pulsierende körper, mäandern, vibrieren, gebrochene tönungen, in den raum gewischte spuren, "vages sickern", 3 oder 5 andeutungen, aber es verdichtet sich nicht zu einem bild, man sieht "nichts", keine gestalten, keine figuren. nur den saum der zeit.)
moriyama daido > sayounara
[längere ladezeit, müssen aber eh immer nicht so zappelig sein, instant gratification: unangenehme idee,
& das: so unfassbar schön, nein: richtig]
Vincent Gallo & Chloe Sevigny: The Brown Bunny / Trailer (Windows Media Player)
Via The Vincent Gallo Appreciation Page
gerade erst entdeckt - alexander kluges rede zur verleihung des büchner-preises 2003:
eine eigene seinskategorie: cary grant im anzug
"und wie war dein sylvester? sicher sehr ruhig und erwachsen…"
the frank und schaum. zwei menschen, die ich nicht kenne. vom ersten eine email-adresse, wechselnde anschriften in der wirklichen welt, vom zweiten den autorennamen. schaum: derdie mir gedichte beigebracht hat, alle paar wochen eines, immer das richtige, samt der frage, was ein richtiges gedicht denn sein könnte. the frank: erzählungen, in denen ich, ich weiß ja auch nicht, so etas ähnliches wie doppelgänger-taumelempfindungen habe, sehr eigenartig, und wie vermessen man sich vorkommt, so etwas hinzuschreiben. ach ja, und m., die sagt: the frank ist der erste, mit dem ich dich betrügen würde. und ich sofort dieses einverständige in mir, ja klar.
das mv weg ist. ich habe ihn doch gebraucht. man versteht nicht einmal, was es ist, dass einen sätze wie "ich habe ihn doch gebraucht" denken lässt.
nightcat. aber ich wusste, dass das geschehen würde.
etcpp. gesprächsnotizen. erratika. die minusvisionen. volker radke. wie gut die sind. und wie man sofort wieder und voller glück merkt, worum es bei weblogs geht: einzelne. immer mehr. und immer weniger um tribes, communities.
malorama, mediumflow, camp catatonia, bov, instant nirvana, ghack, jumpcut, neue filmkritik, argh: dass die immer noch.
"... bourgeois subjects endlessly fine-tuning their sensitivities ..."
combattante catatonique, la superstaresse.
also, ich habe hier in den kategorien 6 und 7 malorama gewählt, und ich finde ja, Sie sollten das auch.
alle menschen, die ich für awards nominiere, von denen ich journalisten erzähle, die ich beim nobelpreiskomitee anpreise und bei gott für ruhm, liebe, reichtum und glück in die warteliste eintrage, schaffen es doch nie. aber ich höre nicht auf, es zu versuchen mit fehler, andersneu, invalid, malo, mediumflow.
zinkenisten im 17. und 18. jahrhundert waren so etwas wie die highblowers des jazz des 20. jahrhunderts. und sie wurden selten älter als dreissig (auch ohne koks) und sie bekamen das doppelte gehalt wie die sologeiger und sie wurden kostbarer gehandelt als die kastraten.
zu recht. denn ihr spiel geht so zu herzen.
a bluat des is ka kramperltee
es sind doch nur zwei schritte zwei schritte in die luft ich bin ein boot aus wolken ich ankere im leuchten gehabt euch wohl
in der fas die matti nykänen-geschichte gelesen, matti nykänen gleich wieder bewundert.
In der Szene rief er mit seiner abweisenden Schweigsamkeit Ablehnung hervor, allen Leistungen und Erfolgen zum Trotz gab es unter den Kollegen wenig Anerkennung. "Er hat Schwierigkeiten, seinen eigenen Namen zu buchstabieren", höhnten amerikanische Springer während der Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo. Interviewwünsche ausländischer Medienvertreter lehnte Nykänen fast kategorisch ab, womit sein Trainer und Betreuer Matti Pulli zum Sprachrohr des Ausnahmekönners wurde. Ließ er sich zu Filmaufnahmen herab, konnte es passieren, daß Nykänen später als vereinbart erschien, das Kamerateam mit Beschimpfungen bedachte - und dann wieder verschwand.
pop corner im zimmer der demoiselles.
Eine Journalistenkollegin, kürzlich aus den USA auf Heimurlaub in der Schweiz, hat sich den schönen lila Gips, den sie trug, allerdings mit der klassischen Denkerpose geholt. Über Jahre hatte sie über ihren Artikeln jeweils mit aufgestütztem Ellbogen gebrütet, das Kinn in die Handfläche gepresst. Was mit einem Kribbeln im kleinen Finger begann, wuchs sich zu heftigen Schmerzen und Lähmungen aus und endete mit einer Operation und mit fünfzigprozentiger Arbeitsunfähigkeit. Mit etwas Glück wird sie ihre Hand irgendwann wieder richtig bewegen können. Der Nerv, der über den Ellbogen geht und umgangssprachlich als «Narrenbein» bekannt ist, war mit der Zeit regelrecht zerquetscht worden.
nzz folio > viviane manz: krank geschrieben.
Einmal bei so finsterer Nacht war ich eingeschlafen, und als ich erwachte, sah ich den Schein eines Lichtes an der Decke. Ich beobachtete denselben und fand, daß er aus einem Kästchen hervorbrach, das einen Riß zu haben schien. Ich rückte mich, so gut ich konnte, zurecht, so daß ich mit dem Auge unmittelbar den Riß berührte. Zwar konnte ich nur einen Teil des Raums beobachten, der mich auf das übrige schließen ließ. Von der Frau sah man gerade nur eine Schulter und ein wenig vom Haar, vom Bildrand brutal beschnitten; den Mann aber sah man von vorn, mit halb geöffnetem Mund, in dem eine schwarze Zunge zitterte, und langsam hob er die Hände, näherte sie dem Vordergrund, für einen Augenblick noch mitten im Brennpunkt, und dann nahm er mit seinem Körper den ganzen Raum ein, löschte die Insel, den Baum aus, und ich schloß die Augen und wollte nicht mehr sehen und bedeckte mir das Gesicht und brach in Weinen aus wie ein Idiot. Hinter den geschlossenen Augen schlängelte sich goldgrün eine Lichtspur, verführerisch, angstvoll. Ihre Spur führte mich hinaus, hinaus auf die Insel, den Baum, das Schwarz des Männerkörpers, hinaus und immer weiter, bis ich im Dunkel meines eigenen Schattens stehen konnte. [...]
Jens Emil Sennewald: Lichtsatz. Von der ganz großartigen Website weiswald.
"To 1st Lt. F. Scott Fitzgerald 65th Infantry Camp Sheridan Forget-me-not Zelda 9-13-18 Montgomery, Ala"
