sehen Sie sich diese befreiung an. schon mal ganz falsch, so ein satz. kannst aber eh über jeden satz sagen. auch wenn er nicht vom handballreporter kommt. file under: einträge, die dieses weblog noch dringend gebraucht hat.





& l'ampersand, still my fav &





geträumt, bei den ACME Laboratories könnte man sich nun auch individualisierbare string-tanga-etiketten herunterladen. ich habe ja lange über string-tanga-etiketten nachgedacht: wozu überhaupt, ob sie nicht schaben, ob sie nicht albern aussehen, aber jedesmal, wenn mir beim waschmaschinenausräumen eines unterkommt, bin ich so gerührt, das kann sich keiner vorstellen. ich hab aber noch nie auf eines draufgeschaut, wer weiß, was da steht. was mich betrifft, ich würde etwas f.scott-fitzgeraldhaftes draufdrucken.





... und dass raymond chandler auf den tag genau sieben monate starb, ehe ich geboren wurde ...

... und dass es in der schweiz einen whisky namens swissky gibt …





vorher: thunfisch. ochsenblut.

jetzt: switched to lachsfarben-layout, #CC8B66. nicht dass ich wüsste, warum. hinterher versucht man sich immer erklärungen zu geben, mit denen man sich selbst noch überraschen könnte, aber keine chance. vielleicht liegt es daran, dass ich ralf rothmanns junges licht gelesen, gleich mit der gallenkranken mutter empfunden und mir vorgestellt habe, sie trüge lachsfarbene strümpfe, aber das wird nicht stimmen. ralf rothmann jedenfalls habe ich schon innig geliebt und gelesen, ehe die f.a.z. und die n.z.z. sein lied zu singen anhoben, doch die lieder hat er verdient. meine mir selbst nicht verständliche liebe zum heimatroman, in dem es, wenn er denn etwas taugt, doch um so viel enger zugeht, als ich vertrüge, mir wird aber nur bei leuten wie walser und jünger und strauß eng, aber nicht bei den schrecklichen kindheitsgeschichten. was ist eigentlich aus weinzettl geworden? für leute wie mich (also ungefähr sieben bis dreizehn) hätte er doch, und wie! aber dann ging es nicht weiter. ellipsen hier immer. versucht der sofabeistelltisch eigentlich immer noch, meine textsubjektivität zu rekonstruieren?

lachsfarben also und ein geschaukel, bei dem einem ein wenig oh-la-la werden soll wie bei den pionieren in ingolstadt, bevor es grausam wird.

aber das vergeht wieder. oder nicht. wer weiß das schon?





womit ich gar nicht gerechnet habe, worauf ich nun aber gleich stolz bin, als hätte ich damit gerechnet: dass restaurantville nicht nur orte usw. inventarisiert, sondern auch & vor allem die blicke, empfindungen usw. derer, die sie sammeln: dass man jetzt litauen so anschauen kann wie schaum, in los angeles und berlin essen wie siebenviertel und donalphonso! dass ich irgendwann einmal um die welt kommen könnte mit ganz neuen augen!





das zunehmend insektenforscherische meiner wahrnehmungen.





"do you have nice weather? and nice everything?"





"übermaschinengroß"





zu meinem glück fehlt mir nur noch der kommunismus.





komm, sternsuppe!





eric jerome dickey [jetzt keinen spaß mit seinem namen] ist der mann, dem die frauen vertrauen (new york times)





erst durch eine spammail lernen, dass es die redewendung compliments of the season gibt.









sms-gruft.





dass man jetzt in internet hineinschaut, wenn man sich ans eigene leben erinnern will.





entferntes hundegebell, ein großer kleiner text.





meine tastatur hier in der fabrik, die sich so oft zu doppel-konsonanten hinreissen lässt. ss, nn, mm. irgendwas will die mir doch damit sagen.





wie aber glamouröse romane gingen, weiß ich auch nicht. fitzgerald vielleicht.





in meiner erinnerung kommt es mir jetzt so vor, als wäre die pop-literatur, die ich gelesen habe, meistens nicht pop gewesen, sondern eher folk (as in joan baez), liedermacher (as in bettina wegner), schlager usw. oder so ähnlich jedenfalls. viel geweine, wenig glam. na ja, vielleicht auch kurt cobain. ist aber noch nicht mal "nicht ausformuliert".





im bus wieder mid-eighties-parkcafé-nostalgien. verstehst du aber nicht, wenn du nicht ich bist.





der konfessionalismus in weblogs.





vorauseilende oberflächlichkeit.





Verehrter Herr Gremliza, das Interview mit Thomas Ebermann über das Kölner Antisemitentreffen war sehr lehrreich, obwohl man solche Belehrungen leider gar nicht mehr braucht, alle diesbezüglichen Ahnungen irren sich ja schon längst nicht mehr. Die Überschrift "Gemeinsam gegen Israel" aber ist eine große Qual für jemanden, der sich im überfüllten Linienbus über sein konkret beugt, Sie verstehen schon, von gewissen Leuten will man mit gewissen Leuten aber so was von gar nicht verwechselt werden, unter gar keinen Umständen. Eine Überschrift, die dem Linienbus-konkret-Leser sehr gefiele, lautete beispielsweise "Antisemiten sind Arschlöcher", der Linienbus-konkret-Leser würde sofort und gerne den Sitznachbarn mitlesen lassen, statt sich über dem Ebermann-Interview zusammenzukrümmen, das kann der Sitznachbar ruhig wissen, was konkret und der Linienbus-konkret-Leser über Antisemiten denken, es ist doch besser, wenn Missverständnisse gar nicht erst aufkommen.





"wir sind daran gewöhnt, bis zur letzten minute zu hoffen."