An iPod, by contrast, keeps no secrets. The iPod records what songs have been played both most recently and most often, so it quickly becomes a record of the owner's internal aural landscape. Listening to someone else's iPod is thus an intimate, almost invasive activity. On the scale of personal exposure, it's not exactly trading diaries, but it's much more revealing than a mix tape—for example, I never would have expected the boyfriend to have an ethereal cover version of "Leaving on a Jet Plane," mislabeled "Björk," as his most recently played track. It also quickly gets self-referential: When I got my iPod back, I put on the "Recently Played" list to see what bands he'd checked out. My iPod then dutifully recorded me listening to the songs he'd heard.The Essay by Izzy Grinspan > Pod People. This Valentine's Day, the fastest way to the heart may be through the earbuds via it&w
Dann kommt er an, das Haus ist verlassen, er hinterlässt eine Nachricht für Daisy, nimmt ein Zimmer in einem Motel. Zeit vergeht. Dann kommt Daisy, sie entschuldigt sich, sie hatte keine Zeit sich zurechtzumachen. Sie fleht ihn an, sie nicht zurückzuweisen. Sie bläst ihm einen, es ist alles zu sehen und doch nicht wahr. Er dreht sich danach auf dem Bett zur Seite, verzweifelt, er weint, er verflucht sie. Es wird keinen Trost geben, keine Erlösung, das wissen wir spätestens jetzt, denn wie in düstere, regenverhangene Dämmerung fällt die Erklärung wie ein Blitz. Nun steht alles in großer Klarheit da: Es wird keinen Trost geben, eine Ende nur, das kein Ende ist: Vincent Gallo von der Seite, freeze frame, Schluss.ekkehard knoerer über vincent gallos "the brown bunny", kein permalink, but nevertheless: es steht alles in großer klarheit da.
heute nacht übrigens um 1:10 auf n3 sam peckinpahs "killer elite". gestern nachts noch pauline kaels essay über peckinpah gelesen, meine archäologien wieder, immer die leute, die an käfigstäben rütteln, und, sowieso immer wieder die erinnerung an ali mc graws rücken in getaway, das fremdeln von ihr und steve mc queen, der gerade aus dem gefängnis gekommen ist, danach: rührei. wichtig aber: der rücken von ali mc graw. seltsam, wie man die augen vor scham niederschlägt, wenn einer die leute wirklich (wirklich?) auszieht.
ihre "große liebe von damals" war überraschend in der stadt gewesen, spontane verabredung zum essen. vor dem termin hatte sie dann eine nacht lang wachgelegen, weil unentschieden, was schlimmer wäre: ihre fortgesetzten unzufriedenheiten seitdem, also im umkehrschluß: dass er jetzt ein "volleres leben" führen würde, bedeutend mehr hätte, als sie (ihm) jemals sein könnte. oder dass er gealtert sein würde, womöglich deutlich unattraktiver als damals, dass man ihm "die vielen jahre" ansehen könnte, eine art memento mori. sie sagt, am ende hatte sie das zweite unerträglicher gefunden, das faktum der vergehenden zeit. als sie sich dann sahen: völliges ausbleiben der melancholiebefürchtung, "weil er wie immer gerochen hat", das zeitigte eine plötzliche schubkraft, mit der keiner von beiden gerechnet hatte, jedenfalls hätten sie unverzüglich miteinander schlafen müssen: "beide aus erleichterung" - gemeinsame halbstündige unsterblichkeitsillusion, werktags während der mittagspause, in einem vertreterhotel an der b 71 ("der vorbeifahrende verkehr war wie meeresrauschen").
nachmittags der plan, mir ein mischprogramm zuzulegen und als allererste komposition eine kantate namens geschichte, die lediglich aus wörtern wie hallöle, adele, servus, pfiadi, bis denne & ähnlichem besteht, aber gehaucht, aber mit allem ernst behandelt, und dann, der chor müsste angelus novus heißen, auf dem cover den paul klee, das inner sleeve: constant. deutsche grammophon dann.
was ich eigentlich sagen wollte, ("weiß auch nicht, ob das so rauskommt"): man irrt sich bei weblogautoren nicht. die sind im richtigen leben (ha! richtig!) so wie im falschen (ha! adorno!), nämlich: esgibteinrichtigesleben im falschen, also: hackhammemrschmittbjergalbers: großartige menschen, kann man nur weiterempfehlen, hätte ich gerne weitergemacht, abende nächte lang. wollte ich nur durchgegeben haben.
so etwas wie "sign o' the times" müsste es dringend wieder geben.
The Mother and the Whore is made from inside the state of mind that is thought of as Village or Berkeley-graduate-school or, as in this case, Left Bank. It's about the attitudes of educated people who use their education as a way of making contact with each other rather than with the larger world. Their manner of dress and behavior is a set of signals: they're telling each other that they're illusionless. Their way of life is a group courtship rite, though the court each other not in order to find someone to love but in order to be loved - that is, admired. They live in an atmosphere of apocalyptic narcissism. [...] The hero, Alexandre (Jean-Pierre Léaud), is a thirty-year-old puppy; in his milieu the less you do the cooler they appear. Alexandre has the glib, attitudinizing male-intellectual vanity that is the educated bum's form of machismo. [...] He's an amusing put-up artist, with no visible convictions or depth of feeling. When he sees an old girl friend who's abut to be married (Isabelle Weingarten), he makes a declaration of undying passion merely for the pleasure of hearing himself sound passionate. [...]Pauline Kael: The Mother and the Whore. The Used Madonna. New Yorker, March 4, 1974.All his energy goes into his poses and paradoxes, and the strategies of coolness.[...]
Alexandre (and the graduate-school little bohemias of the world are full of Alexandres, though generally sponge off their parents as well as friends and girl friends) is, in fact, a spoiled infant-pimp, who lives off Marie and doesn't even provide a pimp's protection. He has nothing to offer but his taste, his classy prattle, and some body warmth. He considers that his presence - when he's around - is gift enough. [...] Alexandre is onscreen throughout, reacting to the women, cajoling them, trying on attitudes -so infatuated with his own pranks he hardly cares what effect they have on others [...]
"solange du mir dein zögern nicht zeigst, habe ich keinen grund, dir zu vertrauen"
die dunkle chronik unserer körper, zart zerborstene tempi, die wiedergefundene zeit ein kleiner tod, ficken in king-size betten, am morgen, wenn das frühlicht schubweise kommt und die tiefgrauen konturen sondert, sexy you and I, und einmal noch ineinander genügt, ineinander verloren, größer und stiller als lieben, ich weiß es nicht, einander eingelebt in die verlassenheit, die welt (was nur wir wissen) diese 12 quadratmeter hinterzimmer, fenster zum hof, das verfluchte ödland da draußen, diese trostlosen brachen, und regen, der an die scheiben schlägt, nordöstlicher schlachtengemäldehimmel, und einmal noch sagst du meinen namen, zähle ich alle deine sommersprossen. but that ain´t me.
barbara lynn. jean rhys.
Unter den Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die nach dem Ende des II. Weltkrieges nach Steinfeld kamen, gab es eine Familie Krüger, die bei „Klapphaokens“ eine Unterkunft fand. Sie stammte ursprünglich aus der deutschen Siedlungskolonie Bergdorf, Kreis Kaul in Bessarabien.heimatverein steinfeld e.v > franz heinrich bunge: totenklage und totentanzDer älteste Sohn Hugo, ein Malergeselle, verunglückte am frühen Morgen des 3. Oktober 1957 auf der B 214 in Düpe. Er war bei dichtem Nebel mit seinem Moped auf einen abgestellten LKW geprallt. Dr. med. Paul Boskamp attestierte einen Schädelbruch, Schädelbasisbruch und andere Frakturen, die sofort zum Tode geführt hatten. Hugos Leichnam wurde etwas später provisorisch in der rechten Kammer des Leichenhauses am Steinfelder Krankenhaus aufgebahrt. Bald darauf eilte der Rest der Familie dorthin, was zu diesem frühen Zeitpunkt eigentlich ungewöhnlich war. Denn sicherlich hatte der Aufprall Hugos Gesicht furchtbar zugerichtet. Eine kosmetische Aufbesserung des Leichnams war noch nicht vorgenommen worden. Plötzlich erhob sich dort ein furchtbares Geschrei, in dem weibliche Stimmen überwogen. Als unmittelbare Nachbarn des Leichenhauses konnte ich diese schrillen auf- und abschwellenden Klagelaute einfach nicht länger ertragen und lief deshalb in die Gastwirtschaft von Bungen Guste, meiner Tante. Während ich ihr von meinem Erlebnis erzählte, trat plötzlich Vater Andreas Krüger in die Gaststätte und kaufte eine Flasche Schnaps. Er müsse damit wieder zurück in die Leichenhalle: „Die Mama beweint ihren Sohn.“ Das war und blieb meines Wissens die einzige Totenklage, die je in Stein-feld erhoben wurde. Doch damit ist die Geschichte nicht zu Ende.
Vor einigen Jahren erzählte ich – aus welchem Anlass auch immer – Helene Großmann-Bergmann, uns Steinfeldern besser als „Post Lene“ bekannt, von meinem Erlebnis. Und damit kommen wir zum zweiten Teil der Überschrift: Hugo Krüger wurde wenige Tage nach seinem Tod auf dem nördlichen Teil unseres Friedhofs nach dem evangelisch-lutherischen Ritus beigesetzt. Nach der Beerdigung traf sich die kleine Trauergemeinde zum Totenkaffee im „Hotel zur Post“. Post Lene hatte die Musicbox in den Nebenraum zur Seite geschoben, um etwa Platz für die etwa 25 Personen zu schaffen. Nachdem dem Kaffeetrinken trat Vater Krüger an Lene heran und bat sie, die Musicbox wieder anzuschließen – man wolle tanzen. Lene: „Mir verschlug es die Sprache. Tanzen – nach der Beerdigung? Wenn das die Leute hören!“ Sohn Oskar kam seinen Vater zur Hilfe und überzeugte Lene mit folgendem Argument: „Wenn in unsere alten Heimat ein Junggeselle stirbt, dann werden wir um seine Hochzeit gebracht. Deshalb tanzen wir nach seiner Beerdigung.“ Mit einem mulmigen Gefühl gab Lene schließlich ihre Einwilligung, die Trauergemeinde legte die neuesten Platten auf, man tanzte ausgelassen. Auch dieser Totentanz bleibt wohl einmalig in der Geschichte unseres Heimatortes.
Die Familie Krüger ist dann später in den Raum Karlsruhe gezogen. Ironie der Geschichte. Tochter Erika Krüger, von den US-Soldaten der Kaserne an der Dammer Straße heiß umworben, soll Mitte der 60er Jahre mit ihrem Partner (Bruder Oskar) Deutsche Meisterin im Rock & Roll Tanz geworden sein. Nachmieter bei den „Klapphaokens“ war übrigens ein August Lieche, der es bei seinen bekannten Wutanfällen pflegte, seine Ehefrau kopfüber in einem mit Wasser gefüllten Eimer zu drücken.
im vergangenen jahr ausnahmslos alle folgen des bachelors gesehen. immer noch nicht sicher, ob das ein genialer dokumentarfilm über das schicksal der romantischen liebe in der epoche der assessment centres gewesen ist oder doch wieder nur der übliche, jegliche erkenntnis verstopfende müll (ha! erkenntnis!). wie du dich abstrampeln musst für die chance, dass dir ein bankkaufmann eine rose gibt. das geht zack, zack, dass du draußen bist im rattenrennen. wie du deine assets präsentieren musst. wie du das hinkriegst, dass einer dich sich einerseits merkt (mein mission statement ist die lebenslust), andererseits aber nicht verwirrt ist von dir (die hat immer so unerwartet gewechselt zwischen ganz ernst und ganz lachen...). wie du deine konkurrenz im auge haben musst, damit auch ja keine vorprescht, damit du bei bedarf nachlegen kannst, damit du dich hochputschst für deine nächste chance, und du hast ganz wenige, vergiss das nicht. wie du die zeichen zu entziffern lernst, dass dich der jetzt anschaut, dass er dich eincremt, dass er mit dir im weintraubenbottich herumstampft, dass er mit dir im schnee herumkugelt. wie du dich dosieren können musst bei den außenkontakten, den alten patriarchen überzeugen, geh komm, lach noch ein bisserl. wie du das wegstecken musst, dass du schwenkfutter sein kannst und doch prinzessin sein willst. und, sag nicht, du hättest es nicht verdient. und geh komm, bewirb dich noch einmal. wird immer so sein. und sei froh, dass er dich nicht testficken wollte, und ja doch, du hättest es getan, wenn er es gewollt hätte, aber war das jetzt eine kavaliersgnade oder war das jetzt eine verschmähung. probezeit nicht verlängert. don't call me, we call you. don't come back on monday. und zwischendurch, da hast du dich verliebt, richtig verliebt, ich sag's dir, ich hab's genau gesehen, dabei warst du nur die ösiquotenbraut. musst keine angst haben, vergeht wieder.
"schlafen ist feige"
endlich: die funktionale gruppe publiziert wieder.
ubu web > joseph beuys: ja ja ja ja ja, nee nee nee nee nee (1969) [mp3, 89,2 MB, spielzeit 64'53'']. kommentar: hier.
blow-up [quicktime movie, 2,5 MB]
vermutlich hat es etwas zu bedeuten, dass man bei der wendung vom superwahljahr mit 14 wahlen vollautomatisch vom auswandern phantasiert. obwohl man doch genau weiß, dass es keinen quadratmillimeter auf dieser erde gibt, an dem nicht jede minute eine superwahlminute ist. optionen! freiheit!
J. felt that his romance with D. might ruin his life, but that didn't stop him. He liked the idea in fact. It had been a long time since he'd felt his life was in danger of further ruin, and it was fun to think it was still possible. << m. gaitskill
Huhu, c'est moi. Die Erschöpfung, der Ennui, die Chandos-Krankheit. Das Projekt der Aufklärung auf dem Titelbild des Spiegels (Geblöke des alten Europas, eines der allerekeligsten Kollektive, in denen man sich unversehens wiederfand), die allerletzte Wahl des Bachelors (so ein herzenswarmes Mädchen). Es ist, als hätte, für mich, das neue Jahrtausend gerade erst begonnen. Man wird einander nichts zu sagen wissen. Den Vögeln vielleicht, und den Labien, in einer anfechtbaren Auslegung franziskanischer Kommunikationsregeln. Die letzten Nachrichten aus meinem wunderbaren letzten Jahrtausend: Der Iran will sich von jedem helfen lassen, vom Juden aber nicht. Frau Müller denkt darüber nach, ob der deutsche Soldat auch im Sudan sein soll. Es wird sich schon verwehen. Ein Hauch, der durchging, dann ist man weg. Und man wird nicht einmal sagen können: Es hat mich sehr gefreut.
gerade die vorstellung eines analytikers, der mitten in der analyse aufspringt und den patienten von der couch wirft, mit fuchtelnden schlägen aus der praxis treibt. verzweifelt, versteht sich.