Gelegentlich habe ich schon erwähnt, wie sehr mich Wolken faszinieren. Immer noch rumort in mir der Plan, ein Buch über sie zu schreiben; nichts darüber, was sich meteorologisch, physikalisch oder sonstwie naturwissenschaftlich, sondern über das an ihnen, was sich nur schwer, fast oder möglicherweise gar nicht über sie sagen lässt: das Flüchtige, das Verschwindende und dergleichen, das Naturschöne also, das sich sofort wieder verzehrt. Es müsste, bilde ich mir ein, darüber viel zu sagen geben, es müsste, bilde ich mir ein, eine Wahrnehmungsgeschichte der Wolken geben. Allerdings weiß ich nicht genau, wie es zu sagen wäre und ob ich dazu imstande wäre. Es hat ja auch sonst noch keiner gemacht, ein paar verstreute Bemerkungen da oder dort, Landschaftsmalerei, Turner, Constable und ähnliches, aber nichts Monografisches. Wie auch immer: Hier ist eine französische Website, die Wolkenfotografien sammelt. Das Interessante an Wolkenfotografien ist übrigens, dass sie viel weniger an eine Erfahrung (oder wie immer man es nennen soll) von Wolken herankommen als etwa Gemälde vor der Erfindung der Fotografie. Dabei ist die Vorstellung, Wolken malen zu wollen, milde gesagt etwas vermessen. Aber für ein Wolkenbuch gilt das ja auch.