Es folgt die Kurzversion der Titelgeschichte des dieswöchigen Spiegel. Als Autoren zeichnen Hans Schalek, Siegesmund von Schalek, Gerhard Schalek und Bernhard Schalek.
Die Stadt am Tigris wie erstarrt schockgefroren angesichts der nahenden Verheerung.
Sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Gespenstische Stille.
Der Feuerschweif gen Himmel jagender Raketen. Glühende Spuren nachtschwarzer Himmel über der gelähmten Metropole.
Qualm und Feuerschein über das Zentrum des Zweistromlandes vor Jahrtausenden die Wiege menschlicher Zivilisation.
Bilderflut rot glühender Explosionswolken steil in den Gimmel aufschießender Flammen gigantischer, dicht hintereinander gestaffelter Rauchpilze am Ufer des Tigris Nacht zum Tag machend Kaleidoskop der Vernichtung.
Dresden kam vielen Beobachtern in den Sinn Bilder von unbändiger Sprenggewalt gnadenloser Zerstörungskraft live rund um den Erdball.
Wie 1945 als in der Elbmetropole etwa 35000 Menschen ums Leben kamen nun an den Ufern des Tigris Bombenterror für die Freiheit entfacht.
Bilder vom flammenden Inferno andere Städte Mesopotamiens heimgesucht.
Bilder aus Bagdad unzweifelhaft deutlich blankes Entsetzen heillose Einschüchterung.
Der harte Rhythmus seiner markigen Sätze schlecht zu dem unsicher wirkenden Mienenspiel.
Auguren des Pentagon.
Schlecht gerüstete Verteidiger des Zweistromlands Vielmehr zerbarst ein Transporthubschrauber auf dem harten Wüstenboden.
Allgegenwärtig die Furcht der mesopotamische Despot Aufmarsch der Feinde mit Massenvernichtungswaffen zerschlagen.
Allenfalls ein Lazarettschiff zu Hilfe schicken.
Damals ein Waffengefährte von Bush sr.
Das Alter Ego des flamboyanten Pentagon-Chefs, die Isolierung des Despoten, an den Toren der Hauptstadt ein "mesopotamisches Stalingrad".
Am Potomac wie am Tigris herrschte Angst.