In der Diskussion über Ipod-Psychologie (weiter unten auf dieser Seite) hat Herr Knecht eher beiläufig und vage den Begriff philosophisch in Spiel gebracht. Nun frage ich mich: Was, wenn man das Philosophische ernst nähme? Was, wenn man sich vornähme, Musikstücke und ihre Abfolge nach philosophischen Überlegungen zu organisieren, also philosophische Playlists zu erfinden? Platonismus. Die Phänomenologie des Geistes und andere Dialektiken. Das mind-body-Problem. Negativität. Sprachspiele und Wahlverwandtschaften. Ethik. Modale Logik. Und so weiter. Sicher - das wäre zum Beispiel eine Schwierigkeit für einen Philosophen - täte das der Musik nicht wenig Gewalt an, man würde sie damit ja zum Exempel, zur Illustration entwürdigen, was ihren Autonomiecharakter beschädigen müsste. Andererseits: solange man das weiß, ist das in Ordnung. Und vielleicht würde einem so eine philosophische Jukebox ja auch etwas über das Denken, die Begriffe und deren Grenzen beibringen. Käme auf den Versuch an.