ich fände die presse ja sofort vorbehaltlos gut, wenn sie immer so wäre wie die fahrradtestdiagramme in tour. das rennrad magazin. zum scharping-interview in dieser ausgabe hätte ich allerdings anzumerken, dass ich nicht zu den "leuten gehöre, die gründliches nachdenken mit langsamem sprechen verwechseln", ich nicht.






das schöne an tour ist ja auch das ewige optimistentum.

jedes jahr zur tour de france demonstrieren sie es in form von analysen die zu dem ergebnis kommen, dass lance armstrong von jan ullrich besiegt werden kann. zudem bashen sie im darauffolgenden tour de france rückblick heft -im gegensatz zu allen anderen deutschen medien- ullrich nicht. das finde ich sympathisch.

besonders schön auch immer wieder: die homestories von selbstgebauten utlraleichtfahrrädern.

hach.


Beat it, Peter:

Meine Lieblingszeile aus DER BESTEN TAGESZEITUNG DER WELT von heute stammt aus einer liebevollen Würdigung des Erik "Alter Sack" Zabel: "Im Finish treten Sprinter 1500 Watt." (S. auch: "Streiflicht".)


unvergessen der tour-bericht über den menschen, der ein vier-kilo-rad hinbekommen hat, inklusive rahmensteifigkeit (wort, dass mich immer noch jedesmal lachen lässt), und dann darfst du beim rennen nicht mal damit fahren. und gestern dieser kompaktkurbelvergleichstest. highly seltsamer fetischismus.

das mit den 1500 watt wusste ich schon. ich kann mir noch nicht einmal vorstellen, wie sich das anfühlen könnte. mehr als 450 habe ich nie geschafft, für ein paar sekunden.


ich habe

dieses buch "alpenpaesse und anchovis von tim moore (covadonga verlag)" gelesen und tatsaechlich darueber nachgedacht, das ich das vielleicht auch gern machen wuerde. zum glueck bin ich am berg eine absolute niete und auf der ebene gebe ich nur gas, wenn gegener (autos, menschen, tiere) da sind. radfahren ist ganz, ganz merkwuerdig.


nun, da ich es einigermaßen ernsthaft zu betreiben versuche, finde ich es noch merkwürdiger. die trance, in der zeit zu verschwinden, so etwas in der art. aber ich weiß noch zu wenig darüber. in einem jahr vielleicht.


ich muss mir ja was suchen, wenn

ich mal zu alt fuer rugby bin. und radfahren mache ich gerne. nur ich selber bin mir kein guter gegner. fit genug bin ich auf eden, aber ich glaub, ich mach dann lieber bissl schwergewichtsboxen.


radfahren ist wirklich merkwürdig. trance in der zeit zu verschwinden ist sehr passend, praschl. ich empfinde es auch als reduktion und konzentration. dazu teil der maschine werden.

ich habe mich kürzlich verabredet im nächsten jahr mount ventoux hochzufahren. mit jemandem, der 3 mal durch die arktis gelaufen ist (davon 2 mal alleine), der auf einer vollkommen anderen ebene fit ist als ich. ich glaube ich sollte mal ein vollständiges psychologisches assessment machen lassen: wahnsinn, galore.

und ja, dieser leichtradfetischismus ist wirklich sehr odd. und so sinnlos, im ergebnis. in einer dieser home stories letztes jahr, da hatte der bastler tatsächlich das geliebte leichtrad dauerhaft neben dem ehelichen bett gelagert.

was zahlen angeht, so war ich sehr fasziniert zu erfahren, dass lance armstrongs resting heart beat 32 ist. unsereins würden sie damit fast wiederbeleben. ohmy.