Delight in Disorder
A SWEET disorder in the dress Kindles in clothes a wantonness. A lawn about the shoulders thrown Into a fair distraction; An erring lace which here and there Enthralls the crimson stomacher; A cuff neglectful, and thereby Ribbons to flow confusedly; A winning wave, deserving note, In the tempestuous petticoat; A careless shoestring, in whose tie I see a wild civility; Do more bewitch me than when art Is too precise in every part.
Robert Herrick (1591 - 1674)
Dieses Gedicht hat mir der Guardian Moodmatcher spendiert, & ja, das ist eine sehr fein gestimmte Maschine.
Mein Pfad übrigens: Sisyphus > Barry White > I couldn't force anything down > Nausea > Last Tango in Paris > A round-the-world plane ticket > Involved in a menage a trois > Morrissey > About 10 minutes > Pink and fluffy > Through my eyes, stupid
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via av.antville, hier zum selbermachen.
knoerer berichtet ja übrigens gerade aus new york.
"nebenmarktfähig"
dass die weltgeschichte mindestens zur hälfte eine liebesgeschichte sei – dieses aufreizende mindestens lässt alles lakonisch offen, wie zurückgenommen, zögerlich, eine distanznahme: als gelte es, den eigenen überschwang zu zügeln, sich gegen die möglichen enden zu immunisieren. dabei doch: ständiger minnedienst an der welt, an menschen, an euch allen.
In dem Wissen, dass sich misstrauisch gewordene Bürger lieber über ausländische Medien informierten, forderten Regierungsbeamte nicht nur Spaniens Botschafter zur unbedingten Vertretung der Eta-These auf, sondern riefen höchstpersönlich bei einzelnen in Madrid arbeitenden Auslandskorrespondenten an. Der Tenor: "Es war die Eta, lasst euch nicht irreführen." Die Argumente der Anrufer: Es sei Sprengstoff benutzt worden, der zum Standardarsenal der Eta gehöre. Außerdem würde die Eta niemals eine Warnung vor Anschlägen abgeben. Letzteres war von vornherein falsch, ersteres stellte sich als falsch heraus.Welt (Registrierung erforderlich) > Florian Haupt: Wie Spaniens Regierung die Medien benutzte
"geschichte der obskuren details"
thalheimers LULU.- die bekannten aussparungen, der bühnenraum zum beispiel: völlig leer, bis auf die rechteckige rückwand, planes weiß, schiebt sich sehr langsam nach vorn, verengt den raum. irritierende lichtverhältnisse, paar kilolux heller als es angenehm wäre, auch so eine kalkulierte übertretung, das schattenspiel dabei, über kreuz verdoppelte projektion, fast opulente anmutung. akkurates timing, jede retardierende verschleppung, jede forcierung des tempos passt genau, ist jedoch oft zugleich so fragil, dass man unweigerlich den atem anhält. aber die rückwand! die figuren kauern daran, reiben sich, lehnen fickend dagegen, rennen an, prallen ab, schmieren, schleifspuren, fettig glänzende indices aus schweiß, sekret und blut, das erzählt viel eindrücklicher als verbale windungen das könnten, man sieht die ideenverlassene physis gleichsam von innen. das nachbild, viel später noch: entschieden unangenehmes körpergefühl.
die sache ist ja die, dass dieses kleine weblog hier so etwas wie ein roman ist, in dem ein paar tausend übergangssätze erst noch geschrieben werden müssten, zu denen man sich dann blödsinnigerweise ein paar dutzend figuren ausdenken müsste, über die man dann genauer auskunft zu geben hätte, als einem lieb wäre.
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