Asyl wird Schewardnadse in Deutschland jedoch wohl nicht beantragen können. Wer aus Georgien in die Bundesrepublik einreist, hat in der Regel kein Anrecht auf politisches Asyl. Politische Verfolgung, also die Gefährdung von Leib und Leben aus politischen Gründen, gibt es dort offiziell nicht. Auch nicht für den aus dem Amt gejagten Präsidenten Eduard Schewardnadse: Ihm hat der Oppositionsführer Michail Saakaschwili am Sonntag zugesichert, mit dem Rücktritt einen `mutigen Schritt" getan und Blutvergießen vermieden zu haben.
Saakaschwili garantierte ausdrücklich die Sicherheit Schewardnadses und seiner Familie. Genau diese Garantie würde es Schewardnadse unmöglich machen, vor deutschen Behörden glaubhaft einen Asylantrag zu stellen.