[Feel like I was really in the... PINK!] Brian Wilson presents Smile. So gut, wie 37 Jahre lang überall geflüstert wurde, sogar bis ins Oberösterreichische. Verstand sofort, dass das nicht rauskommen konnte. Zu gut, zu schön, zu perfekt. Dass daran einer scheitern, abdrehen musste: gleich hörbar. Kannst die Schönheit nicht anfassen, ohne dass sie dich wahnsinnig macht.
<a hrefhttp://www.tinymixtapes.com/musicreviews/w/brian_wilson.htm">I thought of all the times as a kid I sat in my room listening to records instead of walking my dog. It killed me. Suddenly, nothing was a song, just distractions trying to enter my ears. But Smile has promised me I didn't love my dog in vain. Smile has told me that love exists and that anyone who wants to play will be included. Everybody, I promise whatever is wrong, whatever hurts, it'll be okay. It is okay. Smile is finally here.
[schwierigkeiten einer rede.]
- Haben Sie schon eine Ahnung, in welche Richtung Ihre Rede gehen wird? Für die hiesigen Verhältnisse wird man sich in Stockholm ja weniger interessieren.falter > interview mit elfriede jelinek
- Ich konnte ja noch nicht einmal darüber nachdenken, wie ich heiße. Ich habe grade meine Kafka-Preisrede geschrieben, das war nicht schwer, denn Kafka liebe ich. Mich selbst liebe ich nicht, Österreich auch nicht. Worüber also schreiben?
[wir sind lockvögel, baby!] [gestern während der heimfahrt nach hamburg noch darüber nachgedacht, warum ich mich über den nobelpreis für elfriede jelinek so gefreut habe & ja immer noch & gedacht, dass das, peinlich möglicherweise, gar nichts mit ihren texten zu tun hat, von denen ich manche sehr mochte, andere nicht, sondern mit einer vorstellung, die ich seit langem von ihr habe. eine vorstellung aus der ferne natürlich, ich kenne sie ja nicht, überhaupt nicht, außer dass ich mit 17 einmal mit ihr korrespondiert habe, ob wir einen text von ihr in dieser winzigen literaturzeitschrift drucken dürften, die wir damals machten, eine langeweilebekämpfungszeitschrift, während man noch ausharren musste, bis man endlich die matura hinter sich gebracht hatte und abhauen durfte, & sie gleich zurück schrieb, ja gerne & viel glück oder sonst eine herzlichkeit, die einem mit 17 gleich so viel mehr bedeutete als sie das hätte ahnen können. ich kenne sie also nicht & habe eben nur eine vorstellung von ihr, die ich mir deswegen nur zusammengestümpert habe, wie man das eben so tut mit angeblich öffentlichen personen. warum ich mich also immer noch so freue über den nobelpreis für sie, ist die vorstellung, dass sie eine tapfere person ist, dachte ich, genau in dieser pathetischen wendung, im nachtzug nach hamburg. sagt sie ja selbst, dass es schwer ist für sie, so viele menschen & die aufläufe & man hat ja immer wieder auch geschichten gehört darüber, wie schwer ihr das fiele. & dann aber immer wieder, jedenfalls aus der ferne, ich war ja schon nicht mehr in wien, stand sie da, auf dem stephansplatz & dem heldenplatz & wo auch immer & sagte, was zu sagen gewesen ist, in dieser infamen waldheim-zeit und in der infamen haider-zeit. es waren ja nicht nur ihre texte, wenn ich das richtig in erinnerung habe, sondern manchmal auch nachrichtenclips in der 3sat-kulturzeit oder irgendwelche interviews in irgendwelchen sendungen über diese bestürzend widerwärtige regierung. dieses bild eben, wie sie da sprach, ohne dass ich mich daran erinnern könnte, was nun genau sie sagte, jedenfalls in diesem jelinek-singsang, in dem sie wohl immer spricht & der mir sowieso immer so richtig vorgekommen ist, eine andere weise als dieses appellieren und besorgtsein und bedeuten, das sonst oppositionsintellektuelle so oft haben, diese andere weise zu reden, die einem immer angenehm gewesen ist und richtig erschien & vor allem tapfer. wahrscheinlich ist das schwer zu erklären in deutschland, das gibt es hier ja eher nicht, dass plötzlich auf der straße plakate einer in der nationalversammlung vertretenen partei hängen, mit deinem namen darauf, ja sicher ist das auch eine auszeichnung und eine ehre, aber vermutlich ist es vor allem eine einschüchterung. stellen Sie sich doch vor, im nächsten bundestagswahlkampf würde die csu münchen mit plakaten bekleben, auf denen etwas ähnliches wie wollen Sie sven regener, thomas meinecke, rainald goetz ... oder kunst und kultur? stünde, nur als hinkendes beispiel jetzt, und man wäre einer von denen und stünde auf wie jeden morgen und plötzlich hingen solche plakate in der stadt, und in der bildzeitung gäbe es immerzu wieder an prominenten plätzen irgendwelche kolumnen, die sich über sven regener, thomas meinecke oder rainald goetz ausließen, & man wäre eben einer von denen & vielleicht auch nicht gebaut, solche vernichtungswunsch-infamien einfach wegzustecken & jedenfalls ich würde vermutlich eher ans abhauen denken oder jedenfalls entsetzliche angst haben, kann man ja nie wissen, ob einem nicht so ein aufgehetzter mob ins gesicht schlägt & dieser hass gegen sie, den man ja auch als fremder noch in 1500 kilometer entfernung wahrnehmen konnte & jedenfalls ich kann mir nur vorstellen, dass man das oft nur schwer aushalten kann, vielleicht irgendwelche spacken mit fighter-glorifizierungs-attitude, aber eine, die so redet und schreibt wie jelinek wird das vermutlich nur schwer ertragen, das konnte man ja immer aus ihren texten lesen, dass sie eine sein muss, der es nicht leicht fällt, von so etwas nicht verstört zu werden. und dennoch, jedenfalls in meiner wahrnehmung aus der ferne, stand sie, jedes mal, wenn man sich wünschte, dass diese infamien nicht so bequem davon kämen, auf einer bühne vor einem mikrophon, sagend, was zu sagen war, so, dass man es nicht missverstehen konnte, in diesem nicht-macht-tonfall, mit diesem nicht-macht-körper, dieser nicht-macht-frisur, in diesen nicht-macht-kleidern. denn das war in meiner vorstellung auch immer wichtig: dieses nicht-nach-macht-aussehen der jelinek, andere bewegungen, gesten, körperströme als die macht- und gegenmacht-redner. & steht da & redet. eine tapfere person, immer. so ähnlich jedenfalls in meiner vorstellung von ihr.]
The sun shines high above The sounds of laughter The birds swoop down upon The crosses of old grey churches We say that we're in love While secretly wishing for rain Sipping coke and playing games
September's here again September's here again
großer journalismus: ftd > martin virtel: schneckens-herrschaft
Eike Braunroth ist da anderer Meinung. Der ehemalige Sonderschullehrer ist der einzige Nacktschnecken-Lobbyist Deutschlands. Er kennt die Tiere. Er hat gegen sie gekämpft, wie alle. Anders als alle ist er irgendwann umgekehrt. Eine "liebevolle Beziehung" verbindet ihn heute mit Nacktschnecken. Braunroth gibt Seminare über "Kooperation mit der Natur". Bis weit in das kommende Jahr hinein seien die Lehrgänge ausgebucht, sagt er. Sein kleiner Verein, auf dessen Logo Mensch und Nacktschnecke im Zwiegespräch abgebildet sind, hat etwa 100 Mitglieder. Wenn es den Darwin’schen Kampf ums Überleben gibt, dann haben Braunroth und seine Gesinnungsgenossen kapituliert. Sie behaupten, dass es auch anders ginge. Das läge aber am Menschen.[via jochen, recht schönen dank.]
automat übrigens, hab ich schon automat gesagt?
kind of bio: hier und hier auch.
& genau so, dacht ich, müsste das leben sein & die fotografie & die menschen & die empfindsamkeit
harper's: die woche.
[sowieso: harper's!]
the frank: relatin' dudes to jazz.
es gibt den fortschritt in der literatur; bahrenfeld mon amour; musik für die mittelschicht; "damit das nicht-trinken nicht überhand nimmt": brände; blasted allegories; "weblogs sind doch jungsspielzeuge"; you name it - ach ja, noch was: wir sind hipster
ich schätze volker radke sehr, wollte ich kurz mal durchgeben; man könnte es, in diesem zusammenhang, auch anders sagen, ich hoffe, man versteht das schon so.
und shift reappropriated ist auch ganz toll
peter androsch, ein alter und innig verehrter freund, hat zwei neue cds mit seiner viel zu selten aufgeführten musik veröffentlicht. sammlung1 sammelt musik für stimmen, sammlung2 musik für schlagwerk und klavier. bei extraplatte gibt es zwei hörproben, zu denen die folgenden beiden links führen: eins und zwei.
There was nothing to do now but wait. The big ship felt empty and strange. There were 422 beds covered with new blankets; and a bright, clean, well-equipped operating room, never before used; great cans marked "Whole Blood" stood on the decks; plasma bottles and supplies of drugs and bales of bandages were stored in handy places. Everything was ready, and any moment we would be leaving for France'There is a point where you feel so small and helpless in an enormous, insane nightmare of a world that you cease to give a hoot and start laughing'. How the celebrated American war correspondent Martha Gellhorn saw the Normandy invasion.
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Sixteen years passed. West Germany was now the favourite ally of the United State government and always referred to as 'the new Germany'. I became curious about the new Germans, those who were innocent of any involvement in the war, so in November and December 1962 I made a long tour of German universities from Hamburg to Munich listening to students and sitting in on university seminars. With very few exceptions, the young Germans struck me as dismal. Their education was totally dismal. They were taught to learn by heart, to obey not think, and they had learned their lessons well: democracy and anti-communism, which went together, were good; it was necessary to please the great United States, Germany's powerful sponsor. Everyone must work hard and make money for themselves and the prosperity of the state. They were defensive about their parents (none o whom had been Nazis) and humourless; dutiful children reciting the approved ideas. They weren't going to threaten the world, but, dear God, you could perish of boredom here. I escape from boredom wherever I find it; I need never come back to this chastened, respectable supremely dull countryMartha Gellhorn: Ohne Mich: Why I Shall Never Return to Germany.
der beste männliche vorname bisher: kobus.
die vergesellschaftungsform der elefanten.
and i am a junkie for your style
macht mal arte an. bis 23:40 läuft da noch was über pele und garrincha. schon ein paar unfassbare tore, tunnelungen, fersler und stangerlpässe gesehen.
Knuth Kung Shing Stein: Knipser
Freelens Galerie
Steinhöft 5, 20459 Hamburg
13. Mai 2004, 19:30 19:00
wird schön. viele tolle leute da. knipser eben. freunde. reden, trinken. fotos anschauen, auf denen fotografen zu sehen sind. und die fotografen anschauen, die auf den fotos zu sehen sind und sich nur ungern fotografieren lassen, weil sie ja selbst fotografen sind.
& we could have a drink or three.
