Das ist wahre Ingenieurskunst. Chapeau!





Google kann rechnen.





Der Mailfooter eines Headhunters:

Fon +49-89--0 Fax +49-89--99 Video +49-89-*****-21

Videotelefon. Bizarr.





aus: FTD, 30. JULI 2003 S. 23

Die berauschende Geschwindigkeit, mit der Google das Vorkommen eines Wortes auf drei Milliarden Internetseiten prüfen kann, erfordert eine Armee von über 15 000 speziell angefertigten PC. Google setzt dabei auf Billigteile, wie sie in jedem betagteren Rechner stecken. Das ist effizienter. Zum Einsatz kommen PC, die in Kenngrößen wie Prozessortakt (1 Gigahertz) oder Festplattenkapazität (80 Gigabyte) ungefähr die Hälfte dessen bieten, was im jüngsten Aldi-PC an Leistung steckt.

Google kauft die Chips, die pro eingesetzten Dollar die höchste Rechenleistung bieten und gleichzeitig am wenigsten Strom verbrauchen. Diese Knauserigkeit entspricht einer simplen Logik: "Die Dutzendware senkt unsere Rechenkosten - deswegen können wir mehr Rechenleistung pro Suchanfrage einsetzen", schreibt Urs Hölzle, der die Computerarmee konzipiert hat, in einem Aufsatz über das Projekt. So kann Google auch große Datenmengen in seiner Suchmaschine abbilden, etwa Dokumente, die im Internet als PDF-, oder Powerpoint-Dateien gespeichert sind. Die Geschwindigkeit steckt in der intelligenten Rechnerkombination auf der Basis des Gratis-Betriebssystems Linux. Zur Beantwortung einer einzelnen Internetabfrage machen sich mehrere Dutzend Computer koordiniert auf die Suche - nicht im Internet selbst, sondern in einer der zahlreichen Kopien des Internets, die Google in sieben weltweit verteilten Rechenzentren bevorratet hält.

Die eingesetzte Billigware ist bei weitem nicht so zuverlässig wie die teuren Geräte von Markenherstellern wie Sun oder IBM - aber auch diese Lücke schließt Google durch die Anzahl der Computer: ein Ausfall wird von der Software erkannt, der kaputte Rechner wird nicht mehr verwendet. Für das Management seiner Rechnerarmee hat Google zudem die notwendigen Werkzeuge entwickelt, sodass das Hinzufügen neuer Rechenkapazität sehr einfach ist. Mittlerweile ist es für die Google-Techniker zu teuer, eine defekte Festplatte zu suchen und auszutauschen - stattdessen werden einfach weitere Rechnerblöcke angedockt.

Martin Virtel





die deutsche sozialdemokratie will, dass man armut wieder gleich sehen kann.





transfert.net: société de l'information ist ein feiner nachrichtendienst mit gut sortierten meldungen über den abbau von bürgerrechten, privatheit, die fortschritte der überwachung, den stand der urheberrechtsdebatte und dergleichen mehr. selbstbeschreibung: "Transfert est une agence de presse associative, sans publicité. Nous éditons un site et un fil d'info quotidiens sur l'avancée des technologies dans la société. Enrichi d'outils de recherche et de veille, notre service est disponible par abonnement." (rss-feed)

Beispiel: Des documents confidentiels sur les "étiquettes intelligentes" circulent sur le web. Une ONG américaine prend les Big Brothers de supermarchés la main dans le sac. Eine ziemlich beunruhigende Geschichte über die Überwachung von Konsumenten durch "Radio Frequency Identification". Das Konsortium, das an dieser Technologie werkelt, heißt Audio-ID Center (Tagline: "Identify Any Object Anywhere Automatically"); die Bürgerinitiative, die dessen Pläne dokumentiert, nennt sich Caspian (Consumers Against Supermarket Privacy Invasion and Numbering).





Das ist eine richtig gute Idee.





Kompensationskauf für erlittenen Unbill: externe USB/FW Festplatte, 120GB, kaum zu hören.





hilft gut für Win* und Outlook200*XP.





Irkutsk, East Siberia, Russia









segway Bei amazon.com kann man für $4,950.00 den Segway bestellen. Lieferung März 2003, Anzahlung $495.00.




Für die Verwendung in einem mp3-CD-Spieler will ich eine mp3-CD (keine CD-A) produzieren. Wie kann ich die in einer m3u-Playlist arrangierten mp3s 1:1 -- unter Beibehaltung der Reihenfolge -- brennen ohne in einer externen Brennsoftware die Reihenfolge erneut nachbilden zu müssen?

Kurz: ein Werkzeug nimmt eine Playlist und schreibt sie als mp3 auf CD.

Ich find? nixna.





jammern hab? ich mir vorgenommen. Gar nicht so einfach. Jammern ist nahe liegend. Klagen erleichtert die Seele für einen Moment, wälzt ein wenig Last auf das Gegenüber ab. Mit dem nächsten Schluck Kaffee ist auch der Nachgeschmack verschwunden.

Standen mir fast die Tränen in den Augen, unlängst. Da stand in einer Personalanzeige "wenn sie nicht älter als 35 Jahre sind". Bin ich aber. Ein klein wenig älter nur aber eben keine 35 mehr. Mit 35 auf dem Arbeitsschrottplatz, wo ich dachte, eine fünf vorneweg heißt Angst haben müssen.

So arg wie momentan war es noch nicht. Ich kenne mehr arbeitslose als arbeitende Menschen. Mag an der Tunnelsicht liegen: alles Medienvögel, dotcomm-dropouts, schillerndes Gewerbe. Da draußen gibt es mehr als genug formal qualifizierte Menschen für alle angebotenen Jobs. Headhunter und Personalhuren werden überrannt von qualifizierten Überarbeitern mit perfekter Vita. Für bunte Quereinsteiger ist kein Unterkommen mehr. Meinen Lebenslauf kann ich mittlerweile in einer Viertelstunde auf ein ausgeschriebenes Profil frisieren. Macht keinen Unterschied. Techniker, Ingenieur hätte ich werden sollen. Oder wenigstens etwas mit einem SAP vorneweg.

"Burn-rate" erhält eine private Bedeutung: wie lange kommen wir durch mit dem kargen Angesparten? Wo kann man sparen? Am Ökokisterl mit dem Gemüse fürs Kind? Versicherungen kündigen, umziehen, nicht mehr Autofahren? Macht das Kraut nicht fett. Aldi und Öko geht gut, Schwarzfahren statt Autobahn auch. Und mit den V-Ausschnittpullis kommt man auch durch den Winter.

Alles wird immer gut erzähle ich den anderen Jammerern, wenn ich die Klagen nicht mehr hören mag.

Hey. Nicht mehr jammern. Versprochen.





& Tita von Hardenberg, oh so lustige Sprachspielchen. & der Kookai Einkäufer erklärt mir die Rüschenwelt & die Lust an den vielen schönen kleinen Dingen des Lebens & der elfte September





Kleine Erinnerung an die Vernunft. Wolfgang Pohrt, 1978, "Vernunft und Geschichte bei Marx", der vollständige Text ist hier nachzulesen.

Wenn ich grob einschätzen sollte, wie sich das Verhältnis von  Vernunft und Geschichte bei Marx darstellt, würde ich folgendes  sagen: Das Kapitalverhältnis gilt Marx als notwendiges Übel,  weil ohne seine Errungenschaften offenbar kein Verein freier  Menschen möglich ist.

[...]

Erst unter der Fuchtel des Wertgesetzes fingen die Menschen an,  allgemeinen Reichtum zu produzieren. Dass sie diesen allgemeinen  Reichtum nicht immer schon besessen haben, bleibt für immer  unverständlich, und nur die Religionen haben durch ihren  Schwindel diesen ärgerlichen Blödsinn gerechtfertigt und  begründet.  

[...]

Dass schliesslich kein vernünftigeres Produktionsverhältnis als  ausgerechnet das terroristische, menschenverwüstende Kapital die  Menschen zur Produktion der materiellen Basis eines Vereins  freier Produzenten getrieben hat, ist wiederum eine bittere  Tatsache, die man zwar konstatieren muss, aber doch eigentlich  schlecht begreifen kann. Ich würde deshalb nicht von  weltgeschichtlich unvermeidbaren Dingen sprechen, denn diese  Redeweise setzt eine in der Geschichte waltende Vernunft voraus,  die fast an Vorsehung grenzt.  

[....]

Wenn man die  Geschichte unter die Bestimmungen der Vernunft setzt, darf man  nicht vergessen, dass weder die Geschichte noch ihr  Ausgangspunkt, also die Natur, jemals vernünftig waren. Sie  können dies schon insofern nicht gewesen sein, als die Vernunft  etwas erst spät in der Geschichte Entstandenes ist, und also von  den entlegenen Epochen, die begriffen werden sollen, sehr  verschieden.  

[...]

Die Entstehung des  Kapitalverhältnisses, und das heisst: Die Entstehung von Vernunft  in der Geschichte gehorcht also keiner geschichtlichen Logik,  und dieses Schandmal aller historischen Vernunft, diesen Makel  ihrer erbärmlichen Herkunft, hat Marx stets im Auge behalten,  insofern er unerbittlich darauf bestand, das Kapital logisch aus  seinen Gesetzen, und nicht historisch aus seinen  Entstehungsbedingungen zu begreifen.  

[...]

Wo das Kapitalverhältnis also herkommt, lässt sich nicht sagen,  aber wenn es einmal da ist, wird die Geschichte für einen  Augenblick logisch - freilich nur im Hinblick auf einen Zweck,  der das Kapital bereits transzendiert. Genauer: Die Existenz des  Kapitals eröffnet die Möglichkeit, die Geschichte unter die  Bestimmung der Vernunft zu setzen. Ob diese Möglichkeit von den  Menschen wahrgenommen wird, ist dann allerdings keine logische,  sondern eine praktische Frage. Wenn auf das Kapitalverhältnis  ein Verein freier Menschen folgt, ist es ein Fortschritt  gewesen. Wenn auf das Kapitalverhältnis der Atomkrieg folgt,  wird man es, als Vorstufe dieses Atomkriegs, hingegen kaum als  Fortschritt bezeichnen können. Ohne den Begriff des Fortschritts  aber ist es unmöglich, von Logik in der Geschichte zu sprechen.  Nur wenn man einen Ursprung und ein Ziel schon voraussetzt,  stellt sich Geschichte überhaupt als ein Prozess mit  unterscheidbaren, nämlich in Relation zum Ursprung und zum Ende  verschiedenen Entwicklungsstufen dar, und die Unterscheidung  verschiedener Entwicklungsstufen ist die erste Voraussetzung,  deren zeitliche Abfolge in einen logisch zwingenden Zusammenhang  zu bringen. Logik und Teleologie hängen hier offenbar eng  zusammen.  

[...]

Das Kapital als Vorstufe zu einem Verein  freier Produzenten betrachtet, also diesen Verein freier  Produzenten vorausgesetzt, werden die Lücken und Widersprüche  der politischen Ökonomie begreiflich, und der Widerspruch von  Freiheit und Notwendigkeit im gesellschaftlichen Leben der  Menschen, eine der zentralen Aporien bürgerlichen Denkens, löst  sich materialistisch gewendet dahin auf, dass die freien  Produzenten das Wenige, was zu tun sie noch gezwungen wären,  sehr wohl in freier Übereinkunft regeln könnten und keines über  ihnen schwebenden gesetzmässigen Zusammenhanges mehr bedürften.  Die Voraussetzung dieser theoretischen Auflösung der  Widersprüche der politischen Ökonomie ist aber so wenig eine  logische, wie zuvor die Unfähigkeit zur Auflösung dieser  Widersprüche nicht logisch, sondern real begründet war. Man muss  das Kapital vielmehr abschaffen wollen, wenn man es begreifen  will, und dieser Wille, das Kapital abzuschaffen, hat  seinerseits aussertheoretische Gründe. Über die Kontinuität  zwischen politischer Ökonomie und Kritik der politischen  Ökonomie ist hier wieder der Bruch nicht zu vergessen, und als  Bruch ist hier zu verstehen der Entschluss des revolutionären  Schreibtischsubjekts, sich mit keinen Verhältnissen abfinden zu  wollen, welche den Menschen unterdrücken, ausbeuten, quälen,  verdummen, entmündigen.

[...]

Marx kann zeigen, dass die Logik des Kapitals an inneren  Widersprüchen zerbrechen wird - wobei Voraussetzung dieser Logik  freilich wieder die vorausgesetzte Revolution ist. Wenn auf das  Kapital nicht der Verein freier Produzenten folgt, zerbricht  eigentlich nichts, sondern es bleibt alles beim alten. Die  grossartige Vernunft, unter welche Marx das Kapitalverhältnis  setzt, resultiert nämlich aus dem greifbar gewordenen Telos der  endgültigen Befreiung der Menschheit, nur in Bezug auf diesen  ihren letzten Zweck kann man Vernunft und Widersinn in der  Geschichte unterscheiden. Nicht weniger als die profane Arbeit  hat die historische Arbeit zur Bedingung, dass der Produzent das  Produkt schon im Kopf hatte, bevor er Hand anlegte. Und ebenso  wie die profane Arbeit ist die historische Arbeit stets mit dem  Risiko behaftet, zu misslingen. Wenn aus dem im Kopf  antizipierten Produkt schliesslich kein wirkliches wird und dies  weiss man vorher nie mit letzter Sicherheit - dann war alle Mühe  vertan.  

Folgt also auf das Kapital nicht der Verein freier Produzenten,  so ist es auch kein historischer Fortschritt gewesen, sondern es  landet auf dem Friedhof zwar bemerkenswerter, aber  untergegangener Kulturen, wird aus einem Gegenstand der Kritik  der politischen Ökonomie zu einem Gegenstand der Völkerkunde.  Das diskriminierende Kriterium ist immer, ob eine Epoche zur  Revolution taugt. Wenn nicht, unterscheidet sie sich von allen  anderen nur graduell. Voraussetzung sogar der Unterscheidung von  Kapitalismus und Barbarei ist immer noch die Erwartung der  Revolution. Wenn man sie aufgibt, wird diese Distinktion  hinfällig und weicht einem Kaleidoskop verschiedener  Gesellschaftsformationen und Epochen.  

[...]

Gescheitert ist aber mit der Marxschen Theorie die  vernünftige Begründung der Revolution, und an dieser  vernünftigen Begründung muss man trotz ihres Scheiterns  festhalten, wenn die Menschheit sich in der Revolution  tatsächlich zum Subjekt konstituieren soll, welches mit Willen  und Bewusstsein seine Geschichte macht. Das Scheitern der Theorie  ist der Grund, weshalb man stets wieder auf die Marxsche  zurückgreifen muss. Nach ihr gab es keine mehr.  

Wenn man dies tut, muss man aber sich über die Merkwürdigkeit  dieses Verfahrens Rechenschaft ablegen: Die Vernunft ist so  obsolet geworden, dass man sie nur in Archiven und Bibliotheken  findet.





Systems of the future. Random Future Generator 

  • Trains and Railway Systems of the future
  • Controlling Access to the Home
  • Typical games system of the future, complete with optional fringe add-ons for the wealthy
  • Home Automation products
  • New Target System of the future European Central Bank
  • A step toward global internet governance
  • Architectures, protocols and quality of services for the internet of the future
  • An Architecture and Methodology for Distributed Automotive Real-Time Systems
  • Technology for the United States Navy and Marine Corps, 2000-2035: Becoming a 21st-Century Force
  • Interactive Geographical Information System Home Page
  • Committee on the Future of the Global Positioning System
  • The Icon World
  • The Media OS
  • Total Electronic Publishing
  • The Mental Health System of the Future
  • To Serve All People - A First Step judicial system
  • Intranet - OS Integration Inc.
  • Integrated transport systems of the future
  • Travel Components
  • Grain Storage Systems Of The Future
  • Archetype of Archival Systems of the Future
  • Food Safety Strategy and Activities




In den Wired News (Mac Lovers of the World, United) erklärt ein Apple Titanium Powerbook-Fan einleuchtend, warum das Teil rockt: "I mean, look at this thing," he said. "Did you see that button? It's a metal button. There's no plastic in this thing. It's all titanium and carbon-based metal. We're carbon-based -- so I mean, this thing is human."