(muss einen Vortrag halten und tappe im Dunklen)
haben Sie kein google
?
schon & 489.000 Ergebnisse. Das ist kein Glück.
Soweit ich mich erinnere, hielt Aristoteles das Glück für den Sinn des menschlichen Lebens (OK, Profiphilosophen, steinigt mich, aber mir fällt gerade keine präzisere Formulierung ein). Dann hatte ich neulich bei einer Recherche den Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi, der mit seiner "Flow"-Theorie erklären will, wie Glück entsteht. Das Buch dazu ist allerdings furchtbar populärwissenschaftlich und stellenweise verquast. Irgenwo macht er allerdings den einen oder anderen Punkt. Vielleicht ein guter Einstiegspunkt. Ein paar Kumpels von mir haben in ZH neulich eine Veranstaltung zum Thema "Glücksdesign" gegeben, also wie und ob Design glücklich machen kann. Die könnte ich mal nach Literatur fragen.
von csikszentmihalyi hatte ich schon gehört. fühlt sich verständlich an, nachvollziehbar. ist im grunde ja ein alter versuch, die neurophysiologischen zusammenhänge als glücksindikatoren zu definieren. wenn auch nicht zweckdienlich, weil erklärt und auf den boden gebracht ist damit ja auch nichts.
Oma Bär was ist denn Glück? So was wie ein Kuchenstück? Oma sagt: Wir wollen sehn lass uns auf die Reise gehen!
sehr fein, danke!
dazu vielleicht den film
le bonheur<< von agnes varda?
das hielt ich in ähnlichem fall für sehr hilfreich:
Es
gibt keine Antworten auf unmögliche Fragen. Nur vergebliche Mühe.
die verschiedenen wortbedeutungen und der ursprungdes wörtchens 'glück': www.re-wi.de
Mein Lateinlehrer meinte: "Wenn ich 45 Minuten alleine auf'm Pott sitzen kann, keine Frau und keine Kinder in der Nähe, das ist Glück."
Lateinlehrer ist eh ein freudloser Beruf.
Gottfried Benn meinte:
"Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück!"
jetzt mit richtigem link: ein blog: das glücksarchiv.
schon entdeckt, danke für den hinweis.
Das kennen Sie doch ...
Augustinus: De beata vita/Über das Glück Reclam, ISBN 3-15-007831-8
Ein möglicher zusätzlicher Ansatz wäre der der "Evolutionary Psychology". Man muß nicht alles gutheißen, was aus dieser Ecke kommt, aber die Erkärungsmacht dieser Forschungsrichtung scheint mir durchaus beachtlich - was zuzugegeben mir anfangs gar nicht so leicht gefallen ist.
[Google Suche "happiness" und "evolutionary psychology"]
Außerdem gibt es noch die "Happiness Studies" und hier das interdisziplinäre "Journal for Happiness Studies [Beschreibung], das allerdings den Nachteil hat, größtenteils kostenpflichtig zu sein. Einer dieser Artikel könnte für sie von Interesse sein (vielleicht finden sie eine Möglichkeit, sich ihn zu besorgen): "Happiness in the perspective of evolutionary psychology." von B. Grinde
J Happiness Studies 3 (2002) 331-54 [Abstract]
Wer....
... hört sich diesen Vortrag an? Also: wer ist das berühmte Zielpublikum? Und weshalb wurden Sie erwählt, diesen Vortrag zu halten?
ja nun, das ist es ja. bis auf meinereiner haben alle anderen vortragenden mindestens einen schicken titel, eine wumpe firma oder was anderes duftes hinter dem namen. bei mir steht komma (münchen). nicht dass mich das beschämen würde, nein. aber es spornt schon ein wenig an.
glück sei das bekloppteste thema, das man sich aussuchen könne. etwa so wie "liebe" oder "was ist natur", sagte mir jemand. ausgesucht hab ichs mir auch nicht, nur nebenbei erwähnt, scherzhalber. und schon war es auf dem programm.
DANKE für die vielen tipps!
derzeitiger überlegensstand: ich werde ein gesellschaftsspiel veranstalten. "bilden sie einen satz mit glück aber ohne 'ich', den der neben ihnen sitzende zu ende führen muss." vielleicht wird das lustig.
das gegenteil von unglück
und daher auch nix andauerndes
ich habe mich immer danach gesehnt, von helmut kohl adoptiert zu werden
hihi machen se weiter jetz ham se mich zum lachen gebracht
abba es fällt auf das was ich schreibe wird gelöscht das was sie schreiben bleibt stehn
Dein Glück
Glück ist also, wenn man sich den Titel seines Vortrages selbst aussuchen kann und einen schnieken Titel hat.
Anspruchsvoll?
Glück ist, wenn man auch nur irgendeinen Vortrag halten darf und dafür auch noch Bares bekommt ...
Buchempfehlung
Auch wenn der Titel und der gewöhnliche Verwendungszweck des Buchs mehr als uncool sind, so bietet es einen mehr als umfassenden Einblick in antike, mittelalterliche wie moderne Glücksvorstellungen und -theorien. Helmut Krauß: Glück, Bayerischer Schulbuch-Verlag