es hat mich gestern bei der lektüre des spiegel stolz gemacht, dass ich eine geliebte mit clit hood navel habe.
(außerdem der entschluss, systematischer zu verfolgen, wie viele "gawker"-wahrnehmungen im spiegel auftauchen... außerdem der entschluss, ein jahr lang alle prostituiertenfotos im spiegel [1-2 frauen, die in unterwäsche auf einem bett sitzen und so fasziniert zu ihrem nabel hinunterstarren, dass der betrachter ihr gesicht nicht zu sehen bekommt] zu sammeln und dann eine spiegel-prostituierten-belegoptik-galerie ins netz zu stellen).
Belegoptik-Galerie
Ob die nicht zu Urheberrechtsklagen irgendwelcher Bildagenturen führen wird? Je edler das Setting, umso teurer das Foto?
Mit Bilder- und Textesammelei kann man überhaupt einigen Effekt erzielen. Ein paar Jahre Geduld und Hartnäckigkeit, und eine vielleicht schon längst gemachte Beobachtung lässt sich belegen oder illustrieren. Das SZ-Magazin hat eine Vorliebe für sowas. Da gab es: Zeigefotos aus Lokalzeitungen (jemand zeigt auf das Brachland, auf dem eine von der Bürgerinitiative abgelehnte Bebauung entstehen soll), Dichterfotos mit Hand am Kinn (Isolde-Ohlbaum-Schule), Tempotaschentuchpackungs-Plagiate.
von Thomas Kapielski oder Frieder Butzmann, ich weiß es nicht mehr genau, erzählt man sich, sie hätten jahrelang auf Flohmärkten alte Diasammlungen aufgekauft und katalogisiert, um dann gelegentlich thematische Dia-Abende zu machen. Also einen Abend lang ausschließlich mit "2 alte Frauen und ein alter Mann beim Kaffeetrinken" als Motiv.
Weiß nicht, ob was dran ist. Schöne Idee aber.
So. Jetzt geh ich wieder an den Strand.
Thomas Kapielski oder Frieder Butzmann? Helmut Höge macht sowas. "Frauen am Geländer", oder eine elend lange Serie mit Pollern. Ziemlich witzig.
Ich habe zwei thematische Bildersammlungen angefangen: »Tumultartige Szenen im Parlament« (Bild & Text) und »Kinder, denen der Fotograf gesagt hat: Stütz dein Kinn mal auf den angewinkelten Handflächen auf und grins in die Kamera«. Ich dachte auch mal an »Bands, die in T-Shirts von anderen Bands auf einem Brachgelände herumstehen (Fisheye-Objektiv, erhöhte Kamera-Position)«, aber da kann man gleich Fotos schlechthin sammeln, sind genauso viele.
Man kann natürlich auch Töne sammeln. Macht Frieder Butzmann garantiert auch, macht auch der mit ihm zusammenarbeitende Hermann Bohlen. Was der auf dem Flohmarkt an Kassetten gefunden hat, ist in dem fantastischen Hörspiel »Sag doch auch mal was« zu hören.