bin ich froh, dass ich nicht mehr in eppendorf wohne. das gemeine an all diesen neuen blogplänen ist ja, dass man jetzt ganz genau erfährt, ob das macchiato-schlürfer, vorstadtdesperados oder die letzten verbliebenen rumhocker in diesen new economy klitschen sind.
und? na und?
erstens sagt eine Adresse nicht soviel aus wie Sie meinen, vorurteilen zu können und zweitens könnte man sie ja auch fälschen, wenn es denn so demaskierend wäre in Eppendorf zu wohnen, aber das finden Sie ja vielleicht nur
was schließen Sie denn bei Neugraben?
ich ahnte ja, dass solche reaktionen kommen würden... dass mit der unwichtigkeit von adressen müssten Sie übrigens mal payback-card-unternehmen, adressenhändlern und kreditinstituten erzählen. Ihr motiv der adress-scham und -fälschung gefällt mir ausnehmend gut.
@praschl
mit bahrenfeld haben Sie sich aber auch wirklich sehr geschickt in der 2. reihe positioniert und sich den einschlaegigen kategorien gewieft entzogen: distanz zu den bioladen-studienraeten in ottensen/altona, abstand ebenfalls zu den so markierten "milchkaffeearschloechern" in der schanze. als ich frueher in hh gewohnt habe, schien mir Ihre neighbourhood immer etwas non-descript. aber womoeglich tobt unterdessen durch den zuzug des elixia direkt vor ihrer tuer die haerteste gentrification?
in the hood.
aufgeflogen. gentrification ist mein mittelname. zum elixia sind es 3 minuten zu fuß. ich besitze eine zehnjahreskarte (1800 mark, wiederverkäuflich, einführungsangebot für erstbezieher). die wohnung war in architektur und wohnen. gleich um die ecke wird gerade das zweite hotel gebaut, cheap chic für den economy hipster, komplett mit sushi bar und meditationsraum. peinlicherweise habe ich mich darüber gefreut. neben dem hotel übrigens die location für die serie großstadtrevier. ich glaube, kierkegaard könnte viel mit mir beginnen. außer, dass das zuviel der ehre wäre.